Haare färben in der Schwangerschaft

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Haare färben in der Schwangerschaft
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Haare färben in der Schwangerschaft

Schwanger sein muss nicht heißen, sich unattraktiv und ungepflegt zu fühlen. Doch einige Dinge sollten werdende Mütter mit Rücksicht auf ihr Kind beachten.

Für viele Frauen ist Haare färben ein regelmäßiges Ritual der Selbstverschönerung. Dieser kosmetische Eingriff ist jedoch insbesondere bei Schwangeren in ihrer Unbedenklichkeit umstritten. Basis vieler Haarfarben sind sogenannte Azofarbstoffe und aromatische Amine. Wenngleich viele Vertreter dieser Verbindungsklassen gesundheitlich unbedenklich sind, besitzen jedoch einige möglicherweise ein krebserzeugendes oder sensibilierendes Potential, das überprüft werden muss. Ferner gibt es Berichte über eine erhöhte Bleibelastung vereinzelter Haarfärbe-Produkten, die sich negativ auswirken können.

Bedenkliche Inhaltsstoffe von Haarfärbemitteln

Der wissenschaftlichen Ausschuss der EU (ehemals: "Scientific Committee on Consumer Products", SCCP nunmehr "Scientific Committee on Consumer Safety", SCCS) hat im Jahr 2010, 179 Substanzen zur Verwendung als Haarfärbestoffe verboten. 44 Farbstoffe waren hingegen von dem Gremium als positiv eingestuft worden. Moderne Haarfärbemittel müssen auf der Verpackung Problemsubstanzen kennzeichnen, daher ist es wichtig vor der Anwendung solche Warnhinweise zu beachten.

Das Gesundheitsrisiko klein halten

Zwar gelangen über die Kopfhaut nur äußerst geringe Mengen der entsprechenden Stoffe in den Blutkreislauf, doch sollte man wenn möglich gerade in den ersten drei Monaten auf das Haarefärben und auch auf Haarspray verzichten. So wird von Experten oftmals empfohlen während der Schwangerschaft auf pflanzliche Haarfarbe umzusteigen, wenngleich auch in diesen zum Teil die gleichen chemischen Zutaten enthalten sein können, wie in synthetischer Haarfarbe. Eine Ausnahme hiervon ist reines Henna, das es mittlerweile in unterschiedlichen Farbtönen gibt. Henna gilt als gesundheitlich unbedenklich und ist ein rein pflanzliches, semi-permanentes Färbemittel.

Beim Färben sollte möglichst jeder Hautkontakt mit dem Haarmittel vermieden werden. Es empfiehlt sich dafür Handschuhe zu tragen.

Haartönung als Alternative

Will man danach nicht komplett aufs Färben der Haare verzichten, können Tönungen oder Strähnchen eine Alternative zu einer kompletten Coloration darstellen, da hierbei weniger Farbe mit der Haut in Kontakt kommt. Bei klassischen Tönungen werden statt der aromatischen Amine sogenannte kationische - oder basische - Farbstoffe eingesetzt, diese bestehen aus größeren Molekülen die nicht so leicht in die Haut eindringen können und daher weniger problematisch sind.Epidemiologische Studien liefern derzeit keine Hinweise, dass ein Krebsrisiko durch Haartönungen gegeben ist.

Fazit

Da die Hormonumstellung während der Schwangerschaft einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Haarstruktur hat, kann es ohnehin sein, dass die Haare die Farbe nicht richtig annehmen oder das Ergebnis anders ausfällt als erhofft. Schon aus diesem Grund sollten Schwangere sich überlegen, ob sie Farbexperimente mit ihrem Haar nicht lieber bis ans Ende der Stillzeit verschieben möchten.

Wer nicht darauf verzichten kann, sollte sich überlegen ob Tönungen oder Strähnchen in dieser Phase, als weniger riskante Alternative sinnvoll ist.

Nicht ohne Konsequenzen für das Ungeborene, kann auch das lackieren von Fingernägeln sein. Mehr dazu erfährst Du in unserem Beitrag "Nägel lackieren in der Schwangerschaft.

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