Gastroenteritis: Brechdurchfall bei Kindern

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Brechdurchfall trifft Kinder häufig.
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Brechdurchfall trifft Kinder häufig.

Brechdurchfall bei Kindern überstehen

Brechdurchfall, auch bekannt unter den Bezeichnungen Gastroenteritis oder Magen-Darm-Grippe, ist eine der häufigsten Erkrankungen, die ein Kind bekommen kann.

Meist sind Rota-, Noro- oder Adenoviren schuld an Durchfall und Erbrechen. Bakterien wie Salmonellen, EHEC, Yersinien und Camphylobacter spielen seltener eine Rolle. Aber auch Lebensmittelunverträglichkeiten, -allergien oder -vergiftungen können Brechdurchfall auslösen.

Die Symptome dauern meist etwa 2 bis 6 Tage. Durchfall und Erbrechen sind Notreaktionen des Körpers, mit denen er versucht, die Erreger wieder loszuwerden.

Brechdurchfall: Symptome

In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Schwimmbädern wird Brechdurchfall am häufigsten übertragen. Hat sich das Kind infiziert, machen sich nach 4 bis 48 Stunden die ersten Symptome bemerkbar. Übelkeit, Fieber, Erbrechen und Darmkrämpfe begleiten die Erkrankung. In schweren Fällen kommen hohes Fieber und blutiger Durchfall hinzu. Zeigt das Kind trockene Schleimhäute, Hautfalten, kühle weiße Haut, eingesunkene Augen, Irritabilität, Schläfrigkeit, tiefe Mundatmung oder Apathie muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Wird beim Brechdurchfall der Flüssigkeitsverlust des Kindes zu groß oder bleibt plötzlich die Windel trocken, muss ebenfalls ein Arzt hinzugezogen werden. Er verhindert, dass das Kind dehydriert (austrocknet), klärt die Ursachen ab und beginnt mit einer zielgerichteten Behandlung.

Mit Brechdurchfall ind Krankenhaus?

Ein Krankenhausaufenthalt zur Rehydration kann nicht ausgeschlossen werden. Dabei werden mit Hilfe einer Magensonde oder über die Vene die Flüssigkeits- und Elektrolytspeicher wieder aufgefüllt. Oft sind Rotaviren für den Krankenhausaufenthalt bei Kindern unter 5 Jahren verantwortlich.

Gerade die Kleinsten sind am anfälligsten. Bei ihnen kann der Flüssigkeits- und Elektrolytverlust schnell lebensbedrohlich werden. Grundsätzlich sollte der Brechdurchfall beim Baby und Kleinkind von einem Arzt begutachtet werden.

Lesetipp: Hausmittel gegen Durchfall.

Impfung gegen Brechdurchfall

Es gibt eine Impfung gegen Rotaviren. Sie kann ab der 6. Lebenswoche durchgeführt werden und besteht aus 2 Impfdosen, die mit einem Applikator säuglingsgerecht verabreicht werden können. Die Impfung ist nach Angaben von Ärzten gut verträglich und wirkt gegen alle Rotavirustypen.

Bis zur 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche sollte die Impfserie abgeschlossen sein. Vorher sollte man mit dem Kinderarzt sprechen und abklären, ob er die Impfung empfiehlt und welche Nebenwirkungen auftreten können. Mittlerweile zahlen viele Krankenkassen die Kosten der Impfung.

Lesetipp: Cola, Salzstangen, Joghurt bei Durchfall?

Brechdurchfall: Was soll mein Kind essen?

Gesalzene Suppenbrühe, Apfelsaftschorle, Tees mit Zucker oder Salzstangen helfen ebenso wie spezielle Elektrolytlösungen, die vom Arzt verordnet werden. Von dem Verzehr von Cola raten Ärzte aufgrund des hohen Zuckergehaltes und der Kohlensäure allerdings ab. Gestillte Kinder dürfen weiterhin gestillt werden. Isst das Baby bereits Beikost, sollte spätestens 12 Stunden nach Beginn der Erkrankung langsam wieder Flaschennahrung beziehungsweise Brei gegeben werden, damit die Darmschleimhaut keinen Schaden nimmt und die Darmaktivität stimuliert wird.

Äpfel nach der akuten Phase

Nach der akuten Phase eignen sich geriebene Äpfel, zerdrückte Bananen, Zwieback und Zwiebackbrei, aber auch mit Wasser angerührter Kartoffelbrei sowie trockene Brötchen mit Marmelade als Nahrung. In einem Zeitraum von 2 bis 4 Tagen kann meist wieder auf die normale Nahrung umgestellt werden.

Welche Medikamente helfen?

Auf keinen Fall sollten Durchfallblocker wie etwa Kohletabletten gegeben werden. Der Durchfall sorgt nämlich dafür, dass die Erreger schnell aus dem Körper gespült werden.

Kann man vorbeugen?

Im Alltag ist es schwierig, alle Hygienemaßnahmen immer strikt durchzuhalten. Gerade Kinder stecken die Köpfe zusammen, trinken an der Tasse des Freundes, naschen gemeinsam am Keks oder tauschen Spielsachen aus, an denen vor kurzem noch mit Leidenschaft gelutscht wurde.

Das alles zu unterbinden ist unmöglich.

Aber es gibt einige Tipps, die Eltern befolgen sollten:

  • Händewaschen nach jedem Toilettengang oder Windelwechsel
  • Händewaschen vor der Zubereitung von Essen
  • Händewaschen nach dem Kindergarten, Spielplatz, Busfahren, Besuch bei Freunden, Spaziergang
  • die lebensgefährliche Infektion durch EHEC-Erreger kann vermieden werden, wenn keine Rohmilch vom Bauernhof bezogen wird
  • Milch nur pasteurisiert oder ultrahocherhitzt verzehren oder 10 Minuten bei 70°C erhitzen
  • auf ungegartes Fleisch und rohe Eier verzichten

AKL

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