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FSME (Frühsommer- Meningoenzephalitis) bei Kindern



FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) bei Kindern
Foto: mamiweb.de
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

FSME

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Virusinfektion, die von Zecken übertragen wird und zu Entzündungen am zentralen Nervensystem führen kann. Die höchste Ansteckungsgefahr herrscht in der Zeit vom Juni bis August, wobei sich die meisten bei Freizeitaktivitäten (z.B. Spaziergänge im Park) infizieren. Unter die Risikogebiete fallen in Deutschland folgende Gebiete: Landkreise in Süd-Deutschland, vor allem Schwarzwald, der Bayerische Wald und die Gegend um den Bodensee. Auf Hessen entfallen etwa zehn Prozent der Infektionen, auf die restlichen Bundesländer jeweils weniger als ein Prozent der Gesamtinfektionsrate. 

Ursachen

Hauptüberträger von FSME sind Zecken, die sich als Parasiten vom Blut des Menschen ernähren. Durch ihre Bisse wird der Erreger, das FSME-Virus, übertragen. Zecken halten sich überwiegend in hohen Gräsern und Laubwäldern auf, weshalb diese Gebiete in der Zeit von Juni bis August vermieden werden sollte. Es heißt, dass nur 0,2 bis 5 Prozent der Zecken in den Risikogebieten den Erreger in sich tragen. In Osteuropa kann man sich in seltenen Fällen auch durch den Verzehr von Rohmilchprodukten, wie Ziegen- oder Schafskäse, infizieren. In Deutschland kommt diese Möglichkeit der Ansteckung quasi nie vor.

Symptome

Die durchschnittliche Inkubationszeit von FSME beträgt zehn Tage. Innerhalb von sieben bis 14 Tagen zeigen sich dann die ersten Symptome, die etwa sieben Tage anhalten. FSME hat einen grippeähnlichen Verlauf, wobei Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, sowie Fieber auftreten können. In der Regel klingen die Symptome ab. Doch bei etwa jedem zehnten Fall kommt es nach einer Woche ohne Symptome zu einem Rückfall, der nicht nur in den bereits erwähnten Symptomen zeigt, sondern zusätzlich noch neurologische beinhaltet. Das bei Kindern jedoch seltener der Fall.


Neben dem rasanten Anstieg der Körpertemperatur, kann es zu folgenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems kommen:


  • Meningitis (Hirnhautentzündung), welche sich in Kopf- und Nackenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Erbrechen und Schwindel äußert (etwa ein Viertel sind betroffen) 


  • Meningoezephalitis, hier ist zusätzlich das Gehirn betroffen. Lähmungserscheinungen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma, Sprach- und Konzentrationsstörungen können auftreten (etwa 50 Prozent sind betroffen)


  • Hirn- und Rückenmarksentzündung tritt in etwa 10 Prozent der Fälle auf, die einer Kinderlähmung ähnelt und Atemprobleme verursacht. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, FSME ist als nicht ansteckend.


Therapie

Ist die Krankheit erst ausgebrochen, gibt es keine spezielle Behandlungsmethode bei FSME, es können nur die Beschwerden gelindert werden. Bettruhe, schmerzlindernde, antiepileptische und beruhigende Medikamente werden in solchen Fällen verordnet. Als Reha-Maßnahme können Physiotherapie, Logopädie und neuropsychologisches Training eingesetzt werden. Wurde man in einem FSME-gefährdeten Gebiet von einer Zecke gebissen, sollte man sich direkt an einen Arzt wenden, der einem FSME-Immunglobulin spritzen kann, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Achtung, das Mittel eignet sich nicht für Kinder unter 14 Jahren! 

Vorsorge

Eine aktive Impfung kann einer FSME-Infektion entgegen wirken. Für einen langjährigen Schutz ist eine Grundimmunisierung von Nöten, welche sich auf drei Impfungen verteilt. Zwischen der ersten und zweiten Impfung müssen vier Wochen vergehen, ab dann ist die FSME-Impfung bereits wirksam. Ein drittes Mal wird etwa 9 bis 12 Monate danach geimpft. Nach drei bis fünf Jahren wird eine Auffrischungsimpfung angeraten. 

Empfohlen wird die aktive Impfung all denjenigen, die sich in der Zeit zwischen April und November (Zeckensaison) verstärkt in den FSME-Risikogebieten aufhalten (diese sind jährlich vom Robert Koch Institut veröffentlicht), z.B. Wald- und Forstarbeiter, Landwirte, Jogger, Urlauber, Pilzepflücker usw. Bei Kindern im Vorschulalter sollte, aufgrund der beträchtlichen möglichen Nebenwirkungen, auf eine aktive Impfung verzichtet werden.



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