Frühförderung: Ergotherapie für Kinder

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Ergotherapie macht Spaß
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Ergotherapie macht Spaß

In der Behandlung von Kindern (Pädiatrie) ist die Ergotherapie ein wichtiger Bestandteil der Frühförderung.

Sie wird bei Kindern mit Wahrnehmungsstörungen, geistigen und körperlichen Behinderungen sowie Entwicklungsverzögerungen eingesetzt. Frühförderung kann ab dem Säuglingsalter bis zum Schuleintritt in Anspruch genommen werden. Die Ergotherapie wird vom Kinder- oder Facharzt verordnet. Diese Ärzte sind auch die erste Anlaufstelle für Eltern, die Auffälligkeiten bei ihrem Kind wahrnehmen und einen kompetenten Rat einholen möchten. Sollten bei einem Kind geistige, körperliche und seelische Entwicklungsverzögerungen vorliegen, wird es an die geeigneten Therapiestellen überwiesen. Die Kosten für die Behandlung trägt die Krankenkasse.

Was ist Ergotherapie?

Die Ergotherapie ist ein staatlich anerkanntes Heilmittel und richtet sich an Kinder mit Wahrnehmungsstörungen, geistigen und körperlichen Behinderungen sowie Entwicklungsverzögerungen.

Dabei wird zwischen drei Betätigungsbereichen unterschieden:

  • Selbstversorgung (essen, trinken, anziehen, ...)
  • Freizeit (Freunde treffen, spielen, ...)
  • Produktivität (Aufsätze schreiben, malen und andere Tätigkeiten, die über eine längere Zeitspanne Konzentration erfordern)

Durch gezielte Übung von Handlungen und Bewegungsabläufen werden die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein des Kindes im Alltag gefördert. Gleichgewichtsstimulationen, Raumerfahrungen sowie Körper- und Bewegungserfahrungen werden in die Therapie einbezogen. Im Fokus der ganzheitlichen Therapie steht der Spaß an Spiel und Bewegung. Durch Tanz, Entspannungsübungen, kreative und handwerkliche Tätigkeiten werden die Fähigkeiten des Kindes gefördert. So sammelt es auf spielerischem Weg Erfahrungen und kann sich in verschiedenen Situationen ausprobieren. Die Entwicklung der sozialen Kommunikation wird ebenfalls unterstützt.

Wie läuft die Ergotherapie-Behandlung ab?

Am Beginn der Behandlung steht die Befunderhebung zur Erkennung des individuellen Entwicklungsstandes. Dann folgen Beratung und Behandlung. Therapeutische Ziele werden mit den Eltern abgesprochen. Zudem bekommen die Eltern wertvolle Tipps für den Alltag und werden bei Erziehungsfragen unterstützt. Die Integration des Kindes in Familie und Umwelt ist genauso wichtig wie die Kompensation von bleibenden Defiziten – auch mit Hilfsmitteln. Die Therapie wird einzeln oder in Kleingruppen durchgeführt, aber auch Hausbesuche werden angeboten. Die Behandlung erfolgt in der Regel zwei bis drei Mal in der Woche.

Ganzheitlich heißt, dass von folgenden Grundannahmen ausgegangen wird:

  • Menschen handeln von Natur aus und Aktivitäten haben Einfluss auf die Gesundheit.
  • Störungen und Einschränkungen im Handeln können Menschen widerfahren.
  • Handlung und Umgebung können Ausgangspunkt für Veränderungen sein.
  • Jeder Mensch hat das Recht auf Teilnahme an Aktivitäten und das Recht, sein Leben selbst zu bestimmen.
  • Der Wert des Individuums wird durch Einschränkungen nicht gemindert.
  • Einschränkungen bedeuten nicht unbedingt ein Hindernis für eine gute Lebensqualität.

[AKL]

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