Frauen träumen anders als Männer

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.. aber bitte mit Sahne!
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.. aber bitte mit Sahne!

Es gibt Tage da frage ich mich, ob allein das Geschlecht schon Männer und Frauen zu genetisch völlig unterschiedlichen Gattungen macht.

Da sind so viele Nicht-Gemeinsamkeiten, dass ich manchmal denke, nach Spezies eingeteilt, liegen Damen und Herren in etwa so weit auseinander wie Fische und Vögel.

Frauen diskutieren zumeist gern, während die Männer schon einfache Sätze wie "Die Zahnpasta ist alle!" nicht über die Lippen bringen. Mag man es für symbiotische Zusammenarbeit halten, wenn Frau sich bemüht etwas aufzuräumen und der Mann meint die Langeweile seiner Holden nur bekämpfen zu können, indem er wieder alles hinwirft. Aber zumindest verschaffen die bei Frau dadurch entstehenden Emotionsausbrüche dem Nachwuchs den Vorteil, dass Mutter so manches Mal denkt: "Kinder, von mir aus noch zehn davon! Aber es wird einen Grund haben, dass man nur einen Ehemann haben darf. Das Gesetz wurde von einer erfahrenen Frau verfasst!"
Nun zeigen sich die Unterschiede jedoch auch in weniger brisanten Lebensbereichen, wie ich diesmal am eigenen Leib spüren konnte.

Grund dafür: mein nächtlicher Traum. Ich gebe zu, ich träume oft einen Wirrwarr zusammen, der sich mit Monty Python Filmen messen kann, während mein Gatte sich insgesamt nur daran erinnert geschlafen zu haben. Und es kam schon einmal fast zu einem Drama, als ich träumte, mein Mann habe sich von seiner Ex zu einer vergnügten Fahrt ins Blaue abholen lassen, von der er dann Tage und Nächte nicht zurückkam und ich ihn, als ich morgens erwachte und mich noch nicht sortiert hatte, lynchen wollte.

Das heißt allerdings nicht, dass mein Schatz nicht träumt!
Als wir vom Magic-Circle kamen, wo er seine Lieblingsband "Manowar" endlich einmal live erleben konnte, war er so beeindruckt von dem Bühnenspektakel, dass er mir darauf hin ein halbes Jahr lang Nacht für Nacht im Schlaf lauthals "GODS OF WAR" im Repeatmodus vorsummte.

Apfelkuchen

Nun jedoch hatte ich einen schönen, wenn auch etwas verrückten Traum. Ich träumte mein Schatz und ich wären allein unterwegs und würden in einem romantischen kleinen Städtchen in einem Café einkehren. Nur saßen wir dort nicht an einem Tisch, sondern ruhten auf einem kuscheligen Lager, eingehüllt in Decken, komplett nackig und neckten uns in Verliebtheit. Währenddessen bestellten wir bei einer sehr netten Gastronomiefachangestellten heißen Apfelkuchen mit Schlagsahne und Kakao, um dies dann kichernd zu genießen.

Diesen Traum erzählte ich morgens meinem Mann, der einen immer verklärteren Blick bekam und als ich meinte so in der Art könnten wir es uns ja abends vor dem Fernseher gemütlich machen, verfiel Achim in das hektische Nicken eines Frettchens. In der Hoffnung auf einen Abend voller Romantik besprachen wir später den Einkaufszettel. Schließlich nannte ich auch den besagten und so nötigen Apfelkuchen, der für mich das Highlight des Abends darstellen sollte, sowie die Schlagsahne.

Verblüfft und fragend sah mein Mann mich an. In mir stieg die Erkenntnis auf, dass hier wieder einmal der Unterschied der Geschlechter zugeschlagen hat. Denn während ich noch von einem kulinarischen Erlebnis sinnierte, schien die Auffassungsgabe meines Mannes irgendwo um die Worte nackig und Decke den Notausschalter gedrückt zu haben. So beraubte mich der nächste Satz sämtlicher Illusionen: "Also das mit deinem Traum finde ich toll, aber ich hab noch immer nicht verstanden, warum zum Henker du Apfelkuchen brauchst?"
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Alles aus Liebe ...
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Alles aus Liebe ...

Innerlich mich selbst zur Ruhe und äußerlich ihn zum Zuhören zwingend, ergänzte ich seine Informationslücken, bis auch er endlich verstanden hatte, dass wir in meinem Traum gar nicht wie wilde Tiere übereinander her gefallen waren.Ein wenig enttäuscht war er schon, das gebe ich zu, doch zumindest konnte er dem Gedanken kuschelnd Apfelkuchen zu essen auch vorteilhafte Seiten abgewinnen.

Einige Tage später schleppte mein Göttergatte vom Einkaufen gleich zwei Apfelkuchen nach Hause plus acht Becher Schlagsahne, die er mir mit verschmitztem Lächeln, präsentierte. Ein Abend in liebevoller Zweisamkeit schien sicher, der zusätzlich noch von einem guten Film gekrönt werden würde.

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1 Kommentar

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voll süß geschrieben,jaa solche unterschiedliche auffassung eines traumes kenn ich nur zu gut!

von Nadine85 am 20. 02. 2013


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