Ersttrimesterscreening

erstsemesterscreening
Im Ersttrimesterscreening Chromosomenstörungen entdecken.
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Im Ersttrimesterscreening Chromosomenstörungen entdecken.

Was Du über das Ersttrimesterscreening wissen musst

Bei dieser Art der Schwangerschaftsvorsorge werden vor allem die Risiken einer Chromosomenstörung abgewägt und in Augenschein genommen. Dabei sind verschiedene Faktoren von besonderer Relevanz. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem Dein Alter als Mutter, das Ergebnis der Nackenfaltenmessung sowie das Ergebnis Deiner Blutuntersuchung. Bei der Blutuntersuchung sind in erster Linie die Werte des ß-HCG und PAPP-A von Bedeutung.

Wann sollte das Ersttrimesterscreening durchgeführt werden?

Die Schwangerschaftsvorsorge wird im Zeitraum zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche (12-14.SSW) durchgeführt. Die jeweiligen Daten aus Ultraschalluntersuchung und Blutuntersuchung sowie Deines Alters geben Aufschluss über das Gesamtrisiko Deiner Schwangerschaft. Diese Risikoberechnung ist im Normalfall schnell durchgeführt, so dass im Zweifel bzw. bei Verdacht einer Chromosomenstörung (Downsyndrom bzw. Trisomie 21) noch weitere Untersuchungen angeschlossen werden können.

Lesetipp: Zum Thema "Trisomie 21" empfehlen wir Dir unseren Beitrag Down Syndrom - Trisomie 21 zu lesen.

Das persönliche Altersrisiko

Die Gefahr einer Chromosomenstörung wie etwa dem Down Syndrom steht in einer engen Beziehung zu Deinem Alter, das Du in der ersten Schwangerschaftswoche bzw. in der Schwangerschaft generell hast. Hier solltest Du wissen, dass das Risiko mit zunehmenden Alter steigt. So liegt Dein Risiko einer Chromosomenstörung wie etwa der Trisomie 21 mit 25 Jahren bei etwa 1 zu 901. Dieser Wert gilt für die 12. Schwangerschaftswoche, also dem Zeitpunkt, in dem das Ersttrimesterscreening im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge angeboten wird. Solltest Du jedoch zu diesem Zeitpunkt deutlich älter, etwa über 40 Jahre alt sein, so steigt das Risiko einer Chromosomenstörung um das 14fache auf eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 64.

Die Nackenfaltenmessung

Die Nackenfaltenmessung, auch als Nackentransparenzmessung bezeichnet, erfolgt während einer normalen Ultraschalluntersuchung. Wie der Name schon sagt, wird bei der Nackenfaltenmessung bzw. Nackentransparenzmessung die Nackenfalte untersucht und gemessen. Die Nackenfalte erscheint dabei als dunkler Fleck im Ultraschallbild. Hierbei handelt es sich um Flüssigkeit im Bereich des Kindernackens. Die Nackentransparenzmessung kann in einem bestimmten Entwicklungsstadium, in der Regel erst ab der 12. Schwangerschaftswoche, durchgeführt werden. Das Ergebnis der Nackenfaltenmessung bzw. Nackentransparenzmessung kann Aufschluss über das Risiko einer Chromosomenstörung wie beispielsweise der Trisomie 21 oder anderer Erkrankungen geben. Bevor Du Dich jetzt aber verrückt machst, solltest Du wissen, dass selbst bei einem verdächtigen Ergebnis der Nackenfaltenmessung bzw. Nackentransparenzmessung die so diagnostizierten Kinder de facto kaum unter einer Chromosomenstörung wie Trisomie 21 leiden. Vielmehr muss gesagt werden, dass die Wahrscheinlichkeit bei Kindern mit einer größeren Nackenfalte größer ist, dass sie unter dieser Störung leiden.

Lesetipp: Welche Ultraschalluntersuchungen Du während der Schwangerschaft durchführen solltest erfährst Du in unserem Beitrag Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft.

Blutuntersuchung und Erkennungsrate

Bei dem Ersttrimesterscreening können in der 12. Schwangerschaftswoche die Werte für PAPP-A und ß-HCG bestimmt werden. Ist der Wert für PAPP-A sehr niedrig und für ß-HCG deutlich erhöht, ist das Risiko einer Trisomie 21 gegeben. Zur Zeit liegt die Erkennungsrate für Trisomie 21 durch diese Blutuntersuchung bei über 60 %. Allein der Wert dieser Erkennungsrate spricht für den Erfolg und die Notwendigkeit, das Ersttrimesterscreening inklusive der Blutuntersuchung durchzuführen. Werden die bisher erhobenen Daten aus Deinem Alter und den Ultraschalluntersuchungen mit einbezogen, so steigt die Erkennungsrate sogar auf einen Wert von etwa 90 %. Aufgrund eines so guten Ergebnisses der Erkennungsrate solltest Du auf jeden Fall diese Schwangerschaftsvorsorge in Anspruch nehmen.

Was man unter dem "HCG-Wert" versteht kannst Du in unserem Beitrag HCG-Humanes Choriongonadotropin Hormon nachlesen.

Nicht zu viel interpretieren

Denke immer daran, dass es sich hierbei um rein statistische Werte handelt. Auch wenn die Erkennungsrate bei rund 90 % liegt, so kann ein absolut sicheres Ergebnis für die Schwangerschaft nicht garantiert werden. Bei dem oben genannten Beispielen besteht in der 12. Schwangerschaftswoche das Risiko, dass statistisch gesehen ein Kind von 901 eine Trisomie 21 hat. Die Schwangerschaftsvorsorge ist wichtig und kann beruhigen, Dir aber keine Garantie bieten.

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