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Endometriose und Schwangerschaft

Endometriose und Schwangerschaft
Schwanger trotz Endometriose?

Wird bei einer Frau, die sich ein Kind wünscht als Ursache der Kinderlosigkeit Endometriose diagnostiziert, ist das meist ein Schock. Vieles geht den Betroffenen durch den Kopf. Sie erfahren unerfreulichen Details der Krankheit, etwa "... Zellen siedeln sich außerhalb der Gebärmutter an ..." oder "... bilden Verhärtungen in den Eierstöcken ..." und sind damit meist überfordert. Viele Frauen sind verzweifelt und glauben, sich wegen Endometriose zwangsläufig mit der Kinderlosigkeit abfinden zu müssen.

Doch dagegen spricht einiges: Denn, selbst wenn ein Arzt von einer geringen Chance für eine Schwangerschaft spricht, redet er zumindest von einer vorhandenen Chance. Wichtig ist, sich zuerst einmal über die Krankheit zu informieren. Es gibt viele Seiten mit Informationen über Endometriose im Internet und auch in Foren wird das Thema häufig behandelt. Zudem sind Kliniken und Ärzte auf diesem Gebiet spezialisiert und bieten den Betroffenen umfassende Beratung, Behandlungen und Hilfen an. Keine Frau sollte sich schämen, über all die Fragen, Ängste und Zweifel zu sprechen, denn sie ist nicht allein. Die Endometriose ist eine weit verbreitete Erkrankung, an deren Behandlung und Heilung die moderne Medizin mit Hochdruck arbeitet.

Hat man sich über die Endometriose informiert, in günstigen Fällen konnte der Frauenarzt bereits spezifisch die Art der Endometriose benennen, gilt es nach Therapiemöglichkeiten zu suchen. Bei den schwersten Fällen der Endometriose sind die Eierstöcke bereits so sehr verhärtet, dass möglicherweise eine Befruchtung auf dem natürlichen Weg nicht möglich ist. Es können in der Folge die verschiedenen Formen der künstlichen Befruchtung doch noch zu einer Schwangerschaft verhelfen.

Bei leichten bis mittelschweren Fällen wird oft eine Hormontherapie angewendet. Diese begünstigt das Zellwachstum innerhalb der Gebärmutter für eine eintretende Schwangerschaft und dämmt gleichzeitig die Ansiedlung der Zellen außerhalb der Gebärmutter ein.

Es gibt natürlich keine Garantie, dass eine Endometriosepatientin tatsächlich schwanger wird, aber es gibt eine Chance, die vom Schweregrad der Erkrankung abhängig ist. Ist die Schwangerschaft erst einmal eingetreten, unterliegt sie den gleichen Risiken, wie die Schwangerschaft einer gesunden Patientin.

Stellt sich ein Paar die Frage, ob es bereit ist, alle medizinischen Möglichkeiten für das eigene Kind auszuschöpfen, kann folgender Satz helfen: "Ein Nein habe ich, ein Ja kann ich bekommen!". Oft erleichtert diese Erkenntnis bereits die Akzeptanz der Erkrankung, auch wenn es mit dem Baby nicht klappen sollte.



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quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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