Elterngeld und Elternzeit ersetzen Erziehungsurlaub und Erziehungsgeld

erziehungsurlaub
Bundesweite Neuregelung: Erziehungsurlaub und -geld heißen jetzt Elternzeit und -geld.
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Bundesweite Neuregelung: Erziehungsurlaub und -geld heißen jetzt Elternzeit und -geld.

Seit 2001 ist die Gesetzesänderung in Kraft, die den früheren Erziehungsurlaub durch die Elternzeit ersetzt. Durch den neuen Namen soll ausgedrückt werden, dass es sich bei der Betreuung eines Kindes zu Hause um keinen Urlaub, sondern Arbeit handelt.
Für Geburten ab dem 1.1.2001 gilt somit das neue Gesetz zur Elternzeit. Hier haben wir für Dich die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Teilzeitarbeit:
Im früheren Erziehungsurlaub war eine Nebentätigkeit von höchstens 19 Stunden pro Woche zulässig, wenn man gleichzeitig Erziehungsgeld bezog. Beim heutigen Elterngeld hat jeder Arbeitnehmer in Elternzeit das Recht auf Teilzeitarbeit von 15 bis 30 Stunden pro Woche. Die erlaubte Arbeitszeit wurde also erhöht und gleichzeitig ist der Arbeitgeber unter bestimmten Vorraussetzungen dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber eine solche Teilzeitstelle bzw. Verringerung der Arbeitszeit zur Verfügung zu stellen.

Gleichzeitige Elternzeit:
Den Erziehungsurlaub konnte ein Elternteil alleine beantragen, oder er konnte sich mit dem anderen Elternteil abwechseln. Bei der Elternzeit könnt ihr zusätzlich auch gleichzeitig Elternzeit beantragen. Im Höchstfall können also beide Elternteile für bis zu drei Jahre gleichzeitig Elternzeit beanspruchen.

Flexible 12 Monate:
Während man Erziehungsurlaub nur in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes nehmen konnte, kann man heute 12 Monate der dreijährigen Elternzeit flexibel verschieben. Diese verschobenen Monate kann man mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zum 8. Lebensjahr des Kindes nutzen.

Elterngeld - Vätermonate:
Bei dem neuen Elterngeld kann ein Elternteil 12 Monate Elterngeld beziehen. Wenn sich der Partner auch Elternzeit nimmt, in der er Elterngeld beantragen kann, so kann man für weitere 2 Monate Elterngeld beziehen. Dadurch soll für Männer der Anreiz steigen, sich die Elternzeit mit der Mutter des Kindes zu teilen.

Beantragung:
Früher mussten Arbeitgeber beim Antrag auf Erziehungsurlaub den genauen Zeitraum festlegen. Heute kannst Du erst einmal 2 Jahre Elternzeit beantragen und Dir in dieser Zeit überlegen, ob Du die verbleibenden 12 Monate direkt im Anschluss nutzen möchtest. Dies musst nur nur 8 Wochen vorher beantragen.

Gesetzeslage:
Früher war der Erziehungsurlaub und bis Ende 2006 auch die Elternzeit im Bundeserziehungsgesetz geregelt. Seit 2007 gibt es hierfür das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz. Für Beamte wurde 2009 die Erziehungsurlaubsverordnung durch die Mutterschutz- und Elternzeitverordnung ersetzt.

[JS]

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