Einschlafprobleme beim größeren Baby

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Schlaf Kindlein, schlaf!
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Schlaf Kindlein, schlaf!

Sobald sich die Trennungsangst um den achten Lebensmonat herum beim Baby das erste Mal zeigt, melden sich oft auch beim Einschlafen plötzlich Probleme: Das Baby, das bisher nach dem Schlaflied immer so schön brav alleine eingeschlafen ist, nachdem Mama das Zimmer verlassen hat, weint jetzt sofort, sobald Mama nur in Richtung Tür geht. Alles trösten scheint sinnlos zu sein und das abendliche zu Bett bringen wird zu einer Herausforderung.

Was tun, wenn das Baby weint?

Soll man das Baby in den Schlaf stillen, oder herumtragen, obwohl es bisher so schön und seelig auch ohne solche Einschlafhilfen in den Schlaf gefunden hat? Die meisten Mütter geben auf diese Frage die gleiche Antwort: „Nein, das macht keinen Sinn, das wäre doch eine Art Rückschritt.“ Aber was man sonst noch tun könnte - vor dieser Frage stehen viele Mamas oft ratlos da.

Babys Trennungsangst

Die meisten Methoden, die man bei der Trennungsangst einsetzen kann, helfen oft auch beim abendlichen Einschlafen. Wenn das Baby lernt, den Eltern zu vertrauen, dass sie zuverlässig kommen, wenn sie gebraucht werden, fällt die Trennung am Abend auch leichter. Wenn nach der Trennung der vertraute Kuschelfreund im Kinderzimmer bleibt und mit dem Kind die Einsamkeit teilt, dann scheint die Trennung für die langen Nachtstunden ebenfalls nicht mehr so bedrohlich zu sein.

Das Baby in den Schlaf weinen lassen?

Trotzdem passiert es immer wieder: Das Kind wird in aller Ruhe ins Bett gebracht, es gibt kein Anzeichen dafür, das etwas nicht sitmmt. Doch in dem Augenblick, in dem Mama das Zimmer verlassen will, fängt das Baby an zu weinen. Was soll man dann noch machen, wenn man ohnehin seit einer halben Stunde damit beschäftigt ist, das Baby zu trösten und zu versuchen, das Zimmer trotzdem zu verlassen? Das Kind weinen lassen?

Nein, auf keinen Fall. Denn das wäre ähnlich, wie tagsüber unbemerkt aus dem Zimmer zu schleichen, ohne es dem Kind anzukündigen. Es würde ihm genau das bestätigen, wovor es gerade Angst hat, nämlich dass Mama und Papa es alleine lassen und nicht kommen, wenn es verzweifelt nach ihnen ruft. Solche Handlungen verlängern diese Phase und können unter Umständen nachhaltig für Vertrauensbruch sorgen.

  • Eine bessere Lösung ist beim Kind zu bleiben, es zu trösten und es trotzdem wissen lassen, dass man vorhat, das Zimmer zu verlassen. Agiert man so, zeigt man dem Kind das, was es erfahren möchte: “Mama, Papa sind für dich da, sie werden aber später das Zimmer verlassen und du wirst alleine einschlafen können.“
  • Nachdem man das weinende Kind getröstet hat, sollte man sich zu ihm zurücksetzen, aber etwas weiter entfernt, zum Beispiel einen Meter weiter weg vom Bettchen als zuvor. Wenn das Kind weint, sollte man es erneut trösten, bei Möglichkeit ohne es aus dem Bett zu nehmen und sagen: “Mama und Papa sind da, hab keine Angst, du darfst jetzt einschlafen“. Danach sollte man sich etwas weiter entfernt wieder hinsetzen.
  • Wenn das Kind eine Weile ruhig und entspannt geblieben ist, aber noch wach ist, kann man sich noch ein weiteres Mal weiter vom Bettchen entfernen.
  • Es geht bei diesem Punkt fast immer von vorne los: das Baby weint. Also, sollte man es auch trösten. Und sobald es gelungen ist, sich erneut auf den entfernteren Sitzplatz zurückbewegen. Und immer so weiter, in Richtung Zimmertür.
  • Schritt für Schritt erreicht man so die Zimmertür, und irgendwann ist es für das Kind kein Problem mehr, dass Mama oder Papa hinausgeht.
Es kann am ersten Abend lange dauern, und man sollte eine Stunde, oder sogar noch länger dafür einplanen. Macht man beim ersten Mal bis zum Ende konsequent alles weiter, dann wird es am zweiten Abend schon nicht mehr so lange dauern. Innerhalb von einer Woche, je nach Ausprägung der Trennungsangst, erreicht man, dass das Kind keine Angst mehr hat und wieder alleine im Zimmer einschlafen kann.

[mmh]

Quelle: "Secrets of the baby whisperer for toddlers" von Tracy Hogg-Melinda Blau

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