Einnistung (Nidation)

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Von der Befruchtung bis zur Einnistung (Nidation).
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Von der Befruchtung bis zur Einnistung (Nidation).

Mit der Einnistung beginnt neues Leben und es entsteht damit ein neuer Mensch. In diesem Beitrag erfährst Du mehr zu diesem faszinierenden Schauspiel.

Einnistung, Nidation, Implantation, was bedeutet das?

Unter Einnistung (Nidation) oder Implantation (Einpflanzung) ist die befruchtete Eizelle im sogenannten Blastozyste-Stadium in die Gebärmutterschleimhaut zu verstehen. Die Nidation hat beim Menschen ihren Anfang am fünften bzw. sechsten Tag, nach der Befruchtung der Eizelle. In diesem Stadium spricht man auch von einer Blastozyste. Das bezeichnet den Embryo, der im Entwicklungsstadium von etwa 5 bis 6 Tagen über eine bereits komplexe Form, das heisst etwa 200 Zellen verfügt. Die Blastozyste die sich folglich einnistet, schüttet das Hormon hCG aus, dieses stimuliert im Gelbkörper zusätzlich die Ausschüttung von Progesteron wodurch die Eierstocke erkennen, dass aktuell kein neuer Eisprung notwendig ist.

Lesetipp: Detailliertere Informationen zum Vorgang der Einnistung, der rein rechnerisch in der 3.SSW stattfindet, kannst Du auch in unserem Beitrag zur 3. Schwangerschaftswoche nachlesen.

Vom befruchteten Keim zur Nidation (Einnistung)

Der Keim wandert

Nach der Einnistung wandert der befruchtete Keim durch den Eileiter, bis in die Gebärmutter. Dabei wird er von Flimmerhärchen begleitet, die ihn tatkräftig voran schieben. Der Keim (nun auch Zygote - siehe Bild oberhalb) genannt, bewegt sich nicht nur, sondern er entwickelt sich mit rasender Schnelligkeit weiter. Er teilt sich in zwei identische Zellen und etwa alle zwölf Stunden einmal.

Die Zygote wird zur Morula

Sind drei Tage nach der Befruchtung vorbei, hat der Keim bereits 32 Zellen und wird als "Morula" bezeichnet. Die äußere Schicht des Keims sind die Zellen, die später den Embryo ernähren. Aus den inneren Zellen entwickelt sich dann der Embryo.

Von der Morula zur Keimblase

Etwa am 4. Tag nach der Befruchtung hat der Keim den Eingang der Gebärmutter erreicht. Er ist jetzt so groß wie ein Stecknadelkopf und im Inneren entsteht Hohlraum der mir Flüssigkeit gefüllt ist. Man bezeichnet ihn jetzt auch als "Blasenkeim" oder Keimblase. Jetzt ist die Zeit der Einnistung gekommen. Die Gebärmutter steht seit Beginn des Zyklus bereit und hat eine fruchtbare Schleimhaut aufgebaut.

Es entsteht die Blastozyste

Am 4. Tag nach der Empfängnis wird durch Wachstum des Blasenkeims die enzymatische Lyse gesprengt, was als Schlüpfen bezeichnet wird. Die befruchtete Eizelle wird zu einer Blastozyste, die sich dann, wenn sie in die Gebärmutter gewandert ist, damit beginnt sich nun in deren Schleimhaut einen geeigneten Platz zu suchen (einzunisten). Der Keim hat jetzt etwa 125 Zellen. Die Blastozyste ist am Anfang noch umgeben von der "Zony pellucida" (der Hüllschicht der Eizelle) und zeigt sich zum Zeitpunkt der Implantation nicht mehr.

Der Vorgang der Einnistung

Der eigentliche Vorgang beginnt am 5-6 Tag nach der Befruchtung und wird auch Nidation (Implantation) bezeichnet. Die eigentlichen Einnistung, d.h. bis die Blastozyste endlich einen Platz gefunden hat, kann einige Tage in Anspruch nehmen ist aber in der Regel nach spätestens 5 Tagen abgeschlossen. Sobald der Keim seinen Platz gefunden hat, bildet die Gebärmutterwand sogleich eine kleine Mulde, in die der Keim einsinkt und von der fruchtbaren Schleimhaut der Gebärmutter vollständig bedeckt und damit optimal versorgt wird. Ab jetzt entwickeln sich die Zellen auf der äußeren Schicht zum Mutterkuchen, der sich im Laufe der Schwangerschaft weiter ausdehnen wird. Etwa am 24.Tag des Zyklus ist die Einnistung abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt tritt die erste Verbindung des Embryos mit der Mutter ein.

Lesetipp: Zur Befruchtung und wie genau diese von statten geht, lies unseren Beitrag: Befruchtung.

Ausserdem könnte Dich unser Beitrag 10 interessante Fakten über Sperma interessieren.

Kannst Du die Einnistung beeinflussen?

Viele Frauen fragen sich, ob sie die Einnistung (Implantation) beeinflussen können.

Antwort: es gibt keinen besonderen Trick.

Um den Vorgang eventuell zu beschleunigen, kann Folsäure eingenommen werden. Auch der Verzicht auf Nikotin, weniger Alkohol und ausreichende Bewegung ist förderlich.

Kannst Du die Einnistung spüren?

Ebenso stellen sich viele die Frage, ob die Nidation bemerkbar und spürbar ist. So berichten einige Frauen, ein leichtes Ziehen und Schmerzen im Unterbauchbereich zu vernehmen. Es könnten dies aber leichte Blutungen sein, die dadurch entstehen, wenn die mütterlichen Gefäße in der Gebärmutter bei der Einnistung beschädigt werden. Sie sind nur von kurzer Dauer und kein Grund zur Besorgnis.

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