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Einleitung der Geburt

Neugeborenes Baby
Endlich bin ich da!

Der Geburtszeitpunkt ist ein fein aufeinander abgestimmter, rein hormoneller Prozess. Der endgültige Start wird vom Kind gegeben. Die Nebennierenrinde des reifen, geburtsbereiten Kindes schüttet ein Hormon aus und erst dann entstehen Wehen.


Um die Mutter vorzubereiten, schüttet die Hirnanhangdrüse immer mehr Wehenhormone aus, die den Muttermund reifen lassen und den Körper auf das Abenteuer Geburt vorbereiten. Es ist ein fein aufeinander abgstimmtes Zusammenspiel zwischen der Mutter und dem Kind.


Manchmal weht eine Frau mehrere Tage und Nächte leicht vor sich hin und der Muttermund geht langsam, Stück für Stück, manchmal von der Frau völlig unbemerkt auf. Wenn nun diese Frau zum Gynäkologen geht und bei der vaginalen Untersuchung ein mehr als reifer Befund ertastet wird, die Frau sich dann auch noch am Tag des errechneten Termins oder gar ein paar Tage darüber befindet, wird die Einleitung empfohlen.


Missachtet wird aber meiner Meinung nach häufig, dass ein Kind, das die Geburt langsamer als erwartet ansteuert, einen Grund dafür hat.



Es schont sich und seine Mutter und zieht eine langsame Geburt vor. Lässt man solche sanften Eröffnungen in Ruhe, kann es durchaus sein, dass sich der Muttermund bis auf 6-7cm öffnet und es dann zu schnellen Wehen kommt. Viele solcher Geburten verlaufen dann häufig sehr schnell.

Nun kann ich mich als Geburtshelferin und als werdende Mutter entscheiden, ob ich den schonenden Weg laufen lasse, weil die Natur sehr selten Fehler macht, oder ob ich mich mit Wehenmitteln einmische, die den schonenden Vorgang beschleunigen und unter Umständen das Kind und die Mutter viel mehr stressen, als es nötig wäre.

 

Eingeleitete Geburten müssen nicht unbedingt als schmerzhafter empfunden werden, allerdings erlebt es ein Großteil der Frauen so. Hinzu kommt, dass eine Einleitung bei ca. 50% der Frauen einen Kaiserschnitt zur Folge hat.

 

Gründe dafür sind folgende: 

- Die Einleitungsversuche schlagen nicht an und die Mutter wirft nach mehreren Tagen des vaginalen Untersuchens entnervt das Handtuch

- Eine Überdosierung des Wehenmittels

- Die Herztöne werden schlechter

 - Die Fruchtblase springt vorzeitig, die Geburt ist aber immer noch nicht losgegangen und die Mutter hat eine Infektion bekommen

- Die Geburt gerät unter einer meist frühzeitigen PDA ins Stocken, weil der Körper die Wehnmittel nicht mehr erkennt und es wegen Geburtsstillstand zum Kaiserschnitt kommt

 

Eine Einleitung kann natürlich auch unproblematisch ablaufen, aber die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen ist hoch und nicht gut zu kontrollieren. Die Gefahr in der Geburtshilfe liegt nicht im "nichts tun", sondern im zu vorschnellen Handeln.

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Kommentare

1

Ich hatte eine Einleitung und es war die Hölle

von 19Maja90 am 08.06.2012 18:38

2

Ich bin froh, dss ich keine EInleitung mitmachen musste. Ich finde auch, dass man sich nicht immer genau an den Rechenplan halten muss, es handelt sich doch um Richtwerte, und jeder Mensch ist nun mal ein anders funktionierendes Wesen! Und wer sagt mir denn, ob sich der ES nicht schon verschoben hatte oder ob irgendwelche Krankheiten während der Schwangerschaft nicht dazu führen, dass sich die Entwicklung um ein paar Tage verzögern kann?! Kein Kind kann mit 5 Monaten exakt dasselbe, wie das Nachbarskind, warum müssen aber alle Kinder in der errechneten und abgezirkelten Woche 40 herauskommen? Meinen Großen hatte ich bei +12 Tagen über errechnetem EBT ins Rennen geworfen, also da war Wehenstart. Da drohte mir auch bereits die EInleitung. Ich habe mich echt beim Baby bedankt, dass es ein Einsehen hatte. Bei unnatürlichen Werten bei Mutter oder Kind kann ich es ja verstehen, aber wir waren beide wohlauf. Seltsam, dass man alles so verkomplizieren muss :(

von sommergarten am 16.02.2012 09:59

3

mmh also ich war bei leon schon 14 tage über termin und es war kein auch einer wehe zu sehen es tat sich GARNIX!! dann haben sie irgenwas am muttermund gemacht und dann bekam ich wehen die ganze nacht udn getan hatte sich nix dann haben sie eingeleitet und es waren immer noch 30 std wehen;((( war net sooo toll!! Beim zweiten mal hatte ich um ET rum nen fiesen nierenstau und dann wurde eingeleitet ging dann auch recht schnell!! ich glaub mein körper ist schlicht zu blöd für wehen!!;((( denke das auch kind nr.3 eingeleitet wird;((((

von linda1986 am 07.06.2011 10:33

4

bei uns wurde auch eingeleitet in 38 + 4 angeblich wurde das kind versorgt und es war auch noch im grünen Bereich aber Sie haben trotzdem eingeleitet! (Sie betonten aber das ich NUR das gel bekommen werde) Ich habe einen tag gel bekommen und am nächsten Tag wieder gel und plötzlich wollten sie mich an einen tropf hängen (mein blutdruck war zu hoch ), der angeblich nur Wasser wäre (ich würde zu wenig trinken)!! das gleiche Abends nochmal (wieder an tropf) und Bumm platzte die Fruchtblase und 2 stunden später war der kleine da, den sie mit der glocke haben holen müssen weil sein puls auf 80 gerasselt war! Er hat üble probleme mit seinem Genick (KISS_syndrom) und ich frage mich ob das hat seiin müssen! Man sollte die Natur machen lassen ausser es ist wirklich irgendwie Akute gefahr für Kind und Mutter!!!!

von Mama-Gummibaer am 06.05.2011 14:55

5

Ich finde eileitung nicht schlimm. Bei mir wurde eingeleitet weil ich eine schwangerschafts vergiftung hatte. und ich bin froh. =) es ging alles ziemlich schnell und ich liebe meinen sonnenschein. also , ich finde einleitungen nicht schlecht.

von KaiLeonsMom am 02.05.2011 22:06

6

Ich bin auch der meinung das die sogenannten übertragungen nichts anderes sind als falsche ET berechnungen,man sollte lieber darauf achten ob es dem kind im mutterleib gut geht,gut versorgt wird und es auch der mutter gut geht solange sollte man die ss so laufen lassen bis sich der bauchzwerg alleine auf den weg macht,man sollte nur eine einleitung beginn wenn für mutter und kind ein risiko besteht und nicht weil der ET laut rechnung überschritten ist.

von Gelöschter Benutzer am 17.04.2011 17:26

7

@schnattchen....ich habe auch schon Frauen gehabt die am 16, 18 und eine am 25 Tag nach E.T. entbunden haben. In der Regel sind es halt Rechenfehler und echte Übertragungen nur sehr selten. Selbst das Kind was E.T. 25 geboren wurde war sehr reif aber nicht übertragen. Alles kann, nichts muss. LG

von Heviane am 18.02.2010 15:42

8

tut mir leid aber die meinung kann ich nicht teilen. ich habe lilly weit über den errechneten geburtstermin getragen (42ssw). es tat sich aber auch nichts. keine senkwehen und der muttermund war auch fest verschlossen. sie hatte wenig fruchtwasser. und als sie da war hatte sie schon waschfrauenhaut und überhaupt keine Käse schmiere. und ich wurde eingeleitet... klar so wie du schreibst die geburt war schwer und heftig aber schnell kann ich auch nicht sagen. ich lag 16h in den wehen. aber es hat gleich angeschlagen das gel.

von schnattchen1706 am 15.02.2010 20:54


quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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