Ein romantischer Bauerngarten

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Symmetrie ist nicht alles
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Symmetrie ist nicht alles

Nicht jeder Hobbygärtner liebt die bedingungslose Symmetrie im Garten, eher akkurate Bepflanzung, die wie mit dem Lineal gezogen scheint und wünscht sich ein dichtes, blühendes Paradies. Man spricht schnell vom Garten im Stil eines Bauerngartens.

Früher war der Bauerngarten grundsätzlich an das Haus gebunden, stets viereckig angelegt, mit geraden Wegen und einem geordnetem Muster mitsamt einer großen Pflanzenvielfalt. Heute versteht man unter Bauerngarten meist Romantik, weitab der Symmetrie. Ein ruhiger Fleck, wie eine Blüteninsel, in der man abschalten möchte und kann, mit gewundenen Wegen und der ein Anziehungspunkt für Bienen, Hummel und Schmetterlinge darstellt. Hier dürfen die Pflanzen wachsen, ein wenig wild anmuten und dicht aneinander stehen. Sie werden in Gruppen gepflanzt, die ineinander übergehen, fließend wirken und keine großen Freiflächen einfachen Bodens zu Gesicht bekommen lassen. Das heutige Verständnis eines Bauergartens bedeutet eben Romantik.

So sehr es auch den Anschein erweckt, ist der Bauergarten aber keineswegs wild. Das Anlegen bedeutet sich viele Gedanken zu machen, welche Pflanzen geeignet sind, welche Wuchseigenschaften und Bedürfnisse sie haben. Wie zufällig, platziert man gewollt verschiedene Wuchshöhen miteinander, schafft eine gewisse Asymmetrie, sowohl in den Pflanzenhöhen, als auch Blütenformen. Große Blüten unterstreicht man mit zierlichen, edle Blumensorten harmonieren mit Wildblumen und die Farben können entweder fortlaufend ineinander fließen, kunterbunt durcheinander blühen oder wie kleine Felder in jeweils bestimmten Farben, Kontraste setzen.

Eine Gartenbank unter einem Rosenspalier wird zum Blickfang, genauso, wie ein kleiner Bachlauf, ein Zierbrunnen oder bepflanzte Gegenstände, die alt anmuten, wie Zinkwannen, Fässer oder kleine gemauerte Eckchen. Durch die dichte Bewachsung erfordert der Bauergarten natürlich auch ein wenig Arbeit, denn das ganze Jahr über müssen hier mal verblühte Knospen entfernt oder da etwas gestutzt werden. Wer die Gartenarbeit liebt, wird darin keine Arbeit sehen, sondern eher die erfreuliche Erhaltung seines kleinen Paradieses.

Welche Art Pflanzen in den Bauergarten kommen, ist vom Geschmack des Hobbygärtners abhängig. Man sollte offen sein für Abwechslung, sich nicht auf zwei bis drei Arten beschränken und es ist oft hilfreich, sich in Nachbarsgärten oder Magazinen die Wirkung verschiedener Kombinationen anzuschauen, auf die man so vielleicht nicht gekommen wäre.

Rosen dürfen sehr gern  einen dominierenden Platz im Bauergarten einnehmen. Dabei sollte man jedoch weniger die einzeln stehenden Edelrosen pflanzen, sondern eher kompakt wachsende Zwergrosen, üppig ausladende Strauchrosen oder an Spalieren und Bögen rankende Kletterrosen, die umrahmt werden von einer Vielzahl anderer Blumen.

Einige besonders typische Pflanzen im Bauerngarten sind Rittersporn, Stockrosen, Akelei, Hortensien, Rosen, Sonnenhut, Glockenblumen, Lavendel, Rosmarin, Lilien, Buchsbaum, Phlox, Thymian, Pfingstrosen, Ringelblumen, Astern, Gladiolen, Margeriten, Dahlien, Funkien, Farn, Schafgarbe, Ysop und viele, viele weitere Pflanzen.

Einen Bauergarten legt man nicht einfach mal eben in einer Sommersaison an. Man kreiert ihn sich über Jahre hinweg und gerade das macht letztendlich das Herz des Gartens aus, in dem man sich einen Ort der puren, romantischen Entspannung zaubert, an dem man nicht nur Ruhe finden, sondern auch mit Freunden wunderschöne Grillabende erleben kann. Das Schönste ist wohl jedoch, das Kinder sich im Bauergarten besonders wohl fühlen, die Natur beobachten können und nicht selten auch ihre Phantasie einbringen, ob nicht vielleicht gerade im eigenen Garten auch kleine Elfen wohnen.

[SyKo]

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