Diphterie bei Kindern

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Diphterie bei Kindern
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Diphterie bei Kindern

Bei der Diphterie handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch eine bakterielle Infektion der Atemwege ausgelöst wird. Die Diphterie ist eine sehr schwere Krankheit, die über Atemlähmungen sogar bis zum Tode führen kann. Deshalb ist die Erkrankung meldepflichtig.

Diphterie heute

Diphtherie ist nicht etwa eine Krankheit aus längst vergangenen Zeiten, sondern auch heute erkranken noch viele Menschen daran. Vor allem in der kalten Jahreszeit bricht die Erkrankung immer wieder aus. Allerdings ist in modernen Industrienationen die Diphtherie zum Glück seltener geworden. Trotzdem ist Diphtherie nicht komplett ausgerottet und in den letzten Jahren gab es auch in Deutschland Todesfälle. Vor allem in Entwicklungsländern gehört Diphtherie noch zu den typischen Krankheiten. Seltsamerweise ist auch in der ehemaligen Sowjetunion nach dem Zusammenbruch die Diphtherie wieder vermehrt aufgetreten.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sehr viele Erwachsenen keinen Impfschutz mehr haben. So ist auch zu erklären, dass die meisten Todesopfer bei der letzten Epidemie in Osteuropa in der Hauptsache unter den 41 bis 64 -Jährigen zu finden waren.

Noch lange nicht ausgerottet

Auch wenn es für uns in Europa den Anschein hat, ist Diphtherie noch lange nicht komplett ausgerottet. Noch im letzten Jahr sind vor allem Kinder erkrankt und sogar an Diphterie gestorben. In den sechziger Jahren wurde flächendeckender Impfschutz gegen Diphtherie eingeführt. Seitdem sind die Neuerkrankungen weiter zurückgegangen. Trotzdem dürfen Eltern nicht leichtsinnig werden und auf eine Impfung ihrer Babys verzichten. In Osteuropa ist Diphtherie immer noch stark verbreitet und könnte auch in Deutschland jederzeit wieder zu einer Epidemie führen.

Von Ansteckung sind auch Erwachsene betroffen, weil der Impfschutz nur für rund zehn Jahre gegeben ist. Nach dieser Zeit sollte der Impfschutz aufgefrischt werden.

Symptome

Wenn bei Kindern folgende Symptome auftreten, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.
  • Hals- und Schluckbeschwerden
  • Abgeschlagenheit, Übelkeit und Gliederschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten am Hals
  • Fieber
  • Bellender Husten, Heiserkeit und Atemnot
  • Eitrig-blutiger Schnupfen

Arten und Verbreitung

Es gibt leider nicht nur eine Art die Diphtherie zu übertragen, sondern gleich mehrere. Sehr häufig ist die Kehlkopf- und Rachendiphtherie. Diese beiden Varianten können ganz einfach durch Husten oder Niesen übertragen werden. Es dauert gerade mal zwei bis fünf Tage, bis die ersten Symptome auftreten.

Patienten klagen über Schluckbeschwerden und grippeähnliche Symptome. Ein besonderes Merkmal der Rachendiphtherie sind blutige Belege auf den Schleimhäuten, die sich nicht entfernen lassen.

Die Kehlkopfdiphtherie kann im schlimmsten Fall sogar zum Ersticken führen. Erste Anzeichen sind Heiserkeit, starker Husten und extreme Atemnot. Auch die Nasendiphtherie fällt durch ihre blutigen Begleiterscheinungen auf. Vor allem Babys leiden darunter. Übertragen wird diese Art der Diphtherie durch den blutigen Schnupfen.

Eine Variante, an der hauptsächlich Erwachsene erkranken, ist die Haut- und Wunddiphterie. Die Ansteckung kommt durch Bakterien, die in offene Wunden geraten. Im Extremfall bilden sich auf der Haut unangenehme Geschwüre.

Folgen der Diphtherie

Die Diphtherie hat zwar Ähnlichkeit mit einigen grippeartigen Effekten, aber die Folgen sind viel gravierender. Hier können schwere Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung inklusive lebensbedrohlicher Rhythmusstörungen oder eine Herzklappenentzündung.

Denkbar sind auch neurologische Störungen bis hin zu verschiedenen Lähmungen. Entzündungen der Leber, der Lunge oder des Gehirns sind weitere unangenehme Folgen, die eine Diphtherie nach sich ziehen kann.

Zum Glück gibt es geeignete Behandlungstherapien. In der Regel wird Diphtherie wegen ihrer Ansteckungsgefahr im Krankenhaus behandelt. Dort werden Patienten ständig überwacht, denn es kann durchaus sein, dass der Kreislauf streikt. Auf Babys trifft das in ganz besonderem Maße zu, weil sie über wenig Abwehrstoffe verfügen. Patienten, die eine Diphtherie überstanden haben, müssen sich auf eine sehr lange Erholungsphase gefasst machen. Sie müssen sich körperlich ganz besonders schonen. Wenn die Atemwege durch die Krankheit verlegt waren, muss auch heute noch, wie schon vor vielen Jahren, ein Luftröhrenschnitt erfolgen.

Es gibt einen Schutz

Vor all diesen Folgen kann eine ganz einfache Diphterie Impfung schützen. Schon Babys bekommen am Ende des zweiten Lebensmonats ihre erste Impfung. Jeweils eine weitere Impfung gibt es dann am Ende des dritten und vierten Lebensmonats. Mit der letzten Spritze am Ende des ersten Lebensjahres haben Babys für längere Zeit einen wirksamen Schutz vor dieser gefährlichen Krankheit. Eine Wiederholungsimpfung sollten die Kinder bekommen, bevor sie in die Schule kommen. Die nächste Impfung wird dann mit 17 Jahren fällig. Einen umfangreichen Schutz genießen alle, die ihre Diphtherieimpfung nach jeweils zehn Jahren auffrischen lassen.

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