Die Windpocken-Impfung

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Typische Windpocken-Bläschen
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Typische Windpocken-Bläschen

Juckender, roter Hautausschlag mit Bläschenbildung am ganzen Körper – die meisten kennen das nur zu gut.

Etwa 90 Prozent der heutigen Erwachsenen haben im Kindesalter bereits einmal die Windpocken (Varizellen) durchgemacht. Erkrankt man in jungen Jahren, ist der Krankheitsverlauf meist harmlos. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Neugeborene können Windpocken jedoch lebensbedrohlich werden. Seit 2004 wird daher die Windpocken-Impfung von der Ständigen Impf-Kommission (STIKO) empfohlen.

Herpes-Familie

Der Erreger der Windpocken gehört zur Familie der Herpes-Viren und verursacht sekrethaltige, heftig juckende Bläschen am ganzen Körper. Diese heilen jedoch bei Kindern in den meisten Fällen problemlos und ohne Narbenbildung ab. Komplikationen können auftreten, wenn es durch ein geschwächtes Immunsystem zu einer Zweitinfektion kommt, die zu einer Lungen- oder Hirnhautentzündung führen kann.

Windpocken sind hoch ansteckend

Die Krankheit ist hoch ansteckend, solange die Bläschen nicht vollständig verkrustet sind und wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Nach Abklingen der Krankheit verbleiben die Viren in den Nervenzellen des Rückenmarks. Obwohl einmal erkrankte Menschen normalerweise lebenslang gegen Windpocken immun sind, kann eine Immunschwäche in späteren Jahren zu einer Reaktivierung führen, die sich bei Erwachsenen meist in einer so genannten Gürtelrose (Zoster) äußert.

Impfung mit Lebendimpfstoff

Eine Immunisierung gegen Windpocken wird mit einem Lebendimpfstoff vorgenommen, der das Virus in extrem abgeschwächter Form enthält. Die erste Impfung gegen Windpocken erfolgt bei Säuglingen meist zwischen dem 11. und 14. Monat. Seit 2006 wird dafür ein Kombinationsimpfstoff verwendet, der gleichzeitig gegen Masern, Mumps und Röteln schützt. Für einen sicheren Impfschutz muss hierbei eine zweite Injektion mit mindestens sechs Wochen Abstand erfolgen. Kinder zwischen 9 und 17 Jahren, die noch nicht erkrankt waren und bisher keinen Impfschutz haben, sollten ebenfalls geimpft werden, da der Krankheitsverlauf mit steigendem Alter schlimmer werden kann. Frauen mit Kinderwunsch, die noch nicht an Windpocken erkrankt waren, wird ebenfalls geraten, sich mindestens drei Monate vor Beginn einer Schwangerschaft impfen zu lassen. Denn eine Varizellen-Infektion ist äußerst gefährlich für das ungeborene Kind. Erkrankt eine Schwangere fünf Tage vor oder bis zu 48 Stunden nach der Geburt, endet eine Ansteckung für das neugeborene Kind in 30 Prozent der Fälle tödlich.

Wann darf nicht geimpft werden?

Die Impfung darf nicht während einer bestehenden Infektion mit hohem Fieber und bei Schwangeren vorgenommen werden. Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem soll eine Immunisierung nur in dringenden Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

[BS]

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