Die Rolle des Vaters am Wochenbett

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Doch wie sieht die Rolle des Vaters am Wochenbett aus?
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Doch wie sieht die Rolle des Vaters am Wochenbett aus?

Die Vaterrolle kurz nach der Geburt

In früheren Zeiten war das Wochenbett für Frauen meist die einzige Zeit der Schonung. In diesen ersten Tagen nach der Niederkunft sollten sie sich von den Strapazen der Geburt erholen, bei der man, anders als heute, auf Wehenförderung, Medikamente und Schmerzlinderung verzichtete.

Auch Kaiserschnitte wurden weit seltener durchgeführt. Für viele Frauen, besonders aus den ärmeren Schichten, bedeutete eine Schwangerschaft eine körperliche Zusatzbelastung zu ihren alltäglichen Arbeiten. Es gab keine Schonung, kein Berufsverbot und auch keinen gesetzlichen Schutz. So arbeiteten werdende Mütter meist, bis die Wehen begannen oder selbst darüber hinaus, bis die Geburt unmittelbar bevorstand.

Wochenbett gilt der Erholung

Sobald das Kind geboren war, galt es, sich den gleichen nötigen Arbeiten wieder zu stellen. So wurde das Wochenbett zur einzigen Zeit im Leben der Frau, wo sie ausruhen durfte, um Kraft zu sammeln. Im Gegensatz zu heute waren Väter in Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung nicht so eingebunden, wie sie es heute sind.

Das lag sicher nicht am mangelnden Interesse. Vielmehr war es ein härterer Überlebenskampf, der den Vater in die Rolle des Ernährers seiner Familie drängte und ihm somit den Raum nahm, sich dem Wunder des entstehenden Lebens weiter, als über den Zeugungsakt hinaus, zu widmen.

Dies wurde im Wochenbett nicht besser, denn durch die fehlende Arbeitskraft der Mutter musste der Vater diese zumindest teilweise ersetzen. Es gab also für Männer kaum Möglichkeiten, sich dem Wochenbett ihrer Frauen intensiv zu widmen.

Vaterrolle im Wandel

Natürlich kümmerten sich auch früher Väter um die Mütter im Wochenbett, halfen ihr bei der Hygiene und freuten sich sicher auch mit ihrer Frau über den Nachwuchs. Nur mangelte es allgemein meist an Zeit, die Freude zu genießen und ein gemeinsames Ankommen erleben zu dürfen. In vielerlei Hinsicht ist das Leben für die Menschen heute einfacher geworden. Durch bessere Absicherungen, beispielsweise Krankenversicherungen, geregelte Einkommen, gesetzliche Urlaubsansprüche und kürzere Arbeitszeiten, dürfen Männer heute viel mehr an Schwangerschaft und Geburt teilhaben. Sie genießen Möglichkeiten, die sich Generationen vor ihnen oft nicht eröffneten.

Schwangerschaft gemeinsam erleben

So erleben werdende Väter bereits die Schwangerschaft gemeinsam mit der Mutter, begleiten sie in die Geburt und möchten diese Einbindung nicht mehr missen. Auch am Wochenbett nutzen die Väter immer häufiger ihre heutigen Privilegien. Sie planen Urlaub so, dass sie in den ersten Tagen nach der Geburt zu Hause sind, kommen mit Frau und Kind gemeinsam im Hafen des Familienlebens an und binden sich in die Säuglingspflege ein.

Väter von heute verwöhnen ihre Frauen meist

Die Väter von heute verwöhnen ihre Partnerin im Wochenbett, müssen nicht darauf hoffen, dass die Frau schnell wieder ihre Arbeitskraft zurück erlangt, sondern bringen sich selbst ein, indem sie Hausarbeiten übernehmen und der Mutter wichtige Wege abnehmen.

Das stärkt nicht nur die Partnerschaft selbst, sondern festigt auch den Zusammenhalt der Familie.

Lesetipp: Soll der Vater bei der Geburt dabei sein?

[SyKo]

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