Die Pneumokokken-Impfung

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Pneumokokken: Gefährlich für Säuglinge
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Pneumokokken: Gefährlich für Säuglinge

Pneumokokken sind Bakterien, die schwerwiegende Infektionen verursachen können und besonders für Säuglinge und Kleinkinder äußerst gefährlich sind.

So handelt es sich bei etwa der Hälfte der zwei Millionen Menschen, die jährlich weltweit an den Folgen einer durch Pneumokokken verursachten infektiösen Pneumonie sterben, um Kinder unter fünf Jahren. Die häufigste Todesursache ist die infektionsbedingte Entstehung einer schweren Lungenentzündung. Auch Entzündungen der Hirnhaut, des Mittelohrs oder der Nasennebenhöhlen sind häufige Folgen einer Infektion mit Pneumokokken. Seit Sommer 2006 wird eine Impfung gegen Pneumokokken daher für alle Kinder zwischen dem zweiten Monat und dem vollendeten zweiten Lebensjahr empfohlen.

Pneumokokken verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion

Pneumokokken kommen weltweit vor und übertragen sich durch Tröpfcheninfektion. Viele Menschen haben diese Bakterien im Nasen-Rachen-Raum, ohne dass hierdurch eine Erkrankung ausgelöst wird. Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem sowie bei Kindern, deren Immunsystem noch im Aufbau ist, kann eine Pneumokokken-Infektion hingegen schwere Erkrankungen der inneren Organe zum Beispiel eine lebensbedrohliche Lungenentzündung auslösen. Auch ohne tödlichen Ausgang können bleibende Schäden einer Pneumonie unter anderem Hörschäden oder Schädigungen des Nervensystems sein. Da sich immer mehr Pneumokokken-Stämme als resistent gegen Antibiotika erweisen, empfiehlt sich eine Impfung, die auch gegen behandlungsresistente Bakterientypen schützt, unbedingt als präventive Maßnahme.

Der Impfstoff

Pneumokokken weisen verschiedene Unterarten auf, bisher sind etwa 80 pathogene Serotypen des Bakteriums bekannt. Die existierenden Impfungen schützen gegen verschiedene dieser Serotypen. So existiert ein 23-valenter-Pneumokokken-Kapselpolysaccharid-Impfstoff, der gegen 23 Bakterienstämme wirkt, die etwa 90 Prozent der durch Pneumokokken verursachten Erkrankungen auslösen. Der Impfstoff ist aus Teilen der äußeren Polysaccharidhülle des Bakteriums hergestellt, was ausreichend ist, um den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen die Erreger zu veranlassen. Aufgrund der Besonderheit des kindlichen Immunsystems wirkt dieser Impfstoff allerdings erst bei Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr.

Für jüngere Kinder gibt es sogenannte Konjugatimpfstoffe, bei denen die Kapselteile zusätzlich an bestimmte Proteine gebunden sind. Hierdurch kann bereits das Immunsystem von Säuglingen die Bakterienteile als fremd erkennen und einen Immunschutz aufbauen.

Man unterscheidet zwischen 7-valentem, 10-valentem oder 13-valentem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV7, PCV10 oder PCV13), abhängig von den pro Impfstoff aufgenommenen Bakterientypen.

Säuglinge erhalten 4 Impfdosen und eine Auffrischung

Zur Grundimmunisierung erhalten Säuglinge und Kleinkinder je nach Alter zwei bis vier Impfdosen und eine Auffrischung. Die erste Impfung ist je nach verwendetem Impfstoff ab der 6. Lebenswoche oder dem vollendeten 2. Lebensmonat möglich. Vor dem 6. Lebensmonat erhalten Säuglinge drei Impfungen mit jeweils einem Monat Abstand, eine Auffrischung erfolgt Anfang des 2. Lebensjahrs zwischen dem 12. und 14. Monat. Ab dem 7. Lebensmonat werden zwei Impfdosen mit einem Abstand von mindestens vier Wochen und eine Auffrischung im 2. Lebensjahr gegeben. Ab dem 2. Lebensjahr genügt eine einzige Impfung mit dem 23-valenten Impfstoff.

Der richtige Zeitpunkt der Impfung

Die Pneumokokken-Impfung sollte möglichst nicht zeitgleich mit dem Sechsfach-Impfstoff gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Polio, Haemophilus influenzae Typ B (HiB) und Hepatitis B verabreicht werden, den Kinder ebenfalls ab der 9. Lebenswoche erhalten sollen. Eine gemeinsame Verabreichung von Pneumokokken- und Sechsfachimpfung reduziert zwar nicht die Wirksamkeit der Impfungen, kann aber die möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen beider Impfungen verstärken.

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