Die sechs Phasen einer Trennung

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Manchmal geht die Liebe schleichend verloren.
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Manchmal geht die Liebe schleichend verloren.

Trennungsphasen: Was am Ende einer Beziehung steht

Nicht jede Trennung verläuft exakt gleich. Dafür sind die Gründe zu unterschiedlich. Jedoch haben Psychologen und Paartherapeuten herausgefunden, dass Trennungen meist feste Phasen durchlaufen.

Diese Phasen sind geprägt von Emotionen und unterschiedlich schwer zu meistern. Es ist möglich, dass diese Phasen unterschiedlich intensiv durchlebt werden oder sich die Reihenfolge etwas verändert. Manchmal dauert eine Phase länger, manchmal ist sie sehr schnell überstanden. Doch grundsätzlich sind meist alle diese Phasen präsenter, als es den Betroffenen lieb ist.

Manchmal ist Hilfe von außen sinnvoll

Sich darauf vorzubereiten, ist nur bedingt möglich. Hilfreich kann dagegen sein, wenn sich das Paar oder die einzelnen Partner Hilfe von außen holen. Beispielsweise durch einen Paartherapeuten. Er hilft zu reflektieren und mit den Emotionen umzugehen. So kann man zwar nicht alle Höhen und Tiefen vermeiden, durch die man bei einer Trennung emotional geht, aber man kann lernen, besser mit ihnen umzugehen und sie leichter zu überwinden.

Phase eins: Der Schock!

Selbst wenn sich beide Partner schon länger bewusst sind, dass die Partnerschaft wohl nicht von Dauer sein wird, fällt man in dem Moment, in dem die Trennung zur endgültig beschlossenen Sache wird, in eine Art Schock. Innerlich wie betäubt, versucht man in sich hineinzuhorchen. Man sucht nach Schmerz, Wut, Erleichterung und beginnt an sich zu zweifeln, weil dieses taube Gefühl kaum wirkliche Emotionen zulässt.

So kalt wir uns selbst in dieser Phase vorkommen, sollten wir uns jedoch auch bewusst sein, dass sie wichtig ist. Der Schock ist wie eine Hilfestellung, uns ohne zerreißende Emotionen erst einmal bewusst zu werden, dass sich nun etwas gravierend verändert. Natürlich sollte diese Phase nicht zu lang anhalten. Ein paar Tage darf man sich im Schock treiben lassen. Kommt man dann nicht selbst heraus, kann es helfen, einen guten Freund zu haben, der liebevoll versteht in den Arm zu nehmen.

Wieder einen Menschen an sich heranzulassen, kann helfen, die inneren Schleusen schneller zu öffnen und Gefühle herauszuspülen. Erst dann ist man selbst bereit, in die nächste Phase überzugehen.

Phase zwei: Verleugnung!

In dieser Phase beginnt man, die Augen vor der Trennung zu verschließen. Zwar sagt der Verstand „Wir trennen uns!“, jedoch schafft es die Seele nicht, das zu verinnerlichen. Man verharrt praktisch in einer Schwebe, als warte man darauf, aus einem schlechten Traum aufzuwachen und redet sich überzeugt ein, dass es mit der Beziehung weitergehen wird.

Wir beginnen in dieser Phase Rechtfertigungen für das zu suchen, was den endgültigen Auslöser der Trennung darstellt. Verhalten wird entschuldigt, man sucht nach Ausreden, redet sich Vorfälle schön, verhält sich liebenswürdig und vermeidet angestrengt, dass das Umfeld etwas von der Trennung mitbekommt. Auch wenn in dieser Phase die Gefahr eines Realitätsverlusts nicht gering ist, besitzt die Verleugnungsphase große Wichtigkeit. Man braucht sie, um sich innerlich zu stabilisieren.

Hilfreich ist es, sich mit dem auseinander zu setzen, was man kann und will. Häufig stellt man schnell fest, dass man sich sehr bewusst ist, wie viele Chancen man für den Fortbestand der Beziehung noch sieht. Noch kraftlos von der Trennung und vorangegangener Phase, sollte man sich jetzt nicht selbst unter Druck setzen, jedoch die Gründe der Trennung realistisch und ohne Wertung von Schuld oder Unschuld begutachten.

Phase drei: Wut!

Fast schlagartig scheint diese Phase zu überrollen. Ganz plötzlich ist sie da, die Wut auf den Partner, aber auch auf sich selbst. Man stellt sich und den Partner sinnbildlich in einen Gerichtssaal und bombardiert sich und den Anderen mit Vorwürfen. Nicht immer sind dies gerechte Vorwürfe. Manche Menschen, die diese Phase durchlebten, berichten von einer irrationalen Wut, in der sie etwas zerschlagen wollten, in der Hoffnung Erleichterung zu finden oder dem Partner mit beißendem Sarkasmus begegneten.

Dies ist die Phase, in der die innere Energie zurückkommt. Jetzt gilt es, diese neu gewonnene Kraft umzuleiten, vom Zorn in eine Energie, die man positiv für sich nutzt, um sich auf das Leben ohne den Partner vorzubereiten. Eine große Hilfe kann dabei ein Freund oder Therapeut sein, der dem Wütenden auch sagen kann und darf „So, jetzt komm her und entspanne dich. Wir gehen gemeinsam durch, wie es weitergehen kann.

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