Die geschichtliche Entwicklung unseres Kalenders

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Der Kalender, wie wir ihn heute kennen
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Der Kalender, wie wir ihn heute kennen

In unserer heutigen Zeit ist ein Leben ohne Kalender kaum vorstellbar. Unser gesamter Alltag richtet sich nach Datum und Uhrzeit. Meist haben wir feste Arbeits-, Urlaubs- und Feiertage sowie feste Zeitpunkte, die uns helfen, beinahe alle Abläufe zu regeln und unser Leben erleichtern. Gäbe es keine festen Termine, müssten wir in Behörden oder Arztpraxen stundenlang warten. Verabredungen könnten nicht gezielt getroffen werden und selbst für Lohnzahlungen gäbe es keinen klaren Zeitraum. 


Der Kalender bestimmt unser Leben nicht, er erleichtert es. Stellen wir uns nun die Frage, wer das 'Hilfsmittel' Kalender erfand, müssen wir weit in der Geschichte zurückgehen. Es ist erstaunlich, welche Entwicklung der uns so vertraute Kalender nahm, um so detailliert und präzise zu werden.


Bereits in der menschlichen Frühgeschichte kannten die verschiedenen Völker unterschiedliche Kalenderformen. Je nachdem für welchen Zweck diese dienten, waren sie mehr oder weniger einfach oder kompliziert strukturiert. Die allerersten, noch nicht astronomisch ausgerichteten Kalenderformen gab es bereits in der Steinzeit. Als Jäger und Sammler waren die Menschen darauf angewiesen zu wissen, wann welche Beeren, Früchte und Wurzeln geerntet werden konnten oder wann bestimmte Beutetiere ihre Wanderungen vollzogen.Von einer Generation zur anderen wurden die jeweiligen Zeiträume mündlich weitergegeben. So konnte das Überleben gesichert werden. 

Mit der Zeit floss ein weiterer Aspekt in die Kalenderform ein, die Religion. Viele Völker richteten sich nach Mond- oder Sonnenphasen, ordneten Sternen, Planeten und Jahreszeiten Götter zu, die man verehrte und zu bestimmten Zeiten huldigte, um ihr Wohlwollen zu erlangen.

In Europa fanden bereits vor weit mehr als 5000 Jahren Berechnungen statt, die den Menschen ermöglichten, sogar den Sonnenstand zu einer bestimmten Jahreszeit zu ermitteln. 

Unsere heutige Kalenderform stammt jedoch aus einer anderen Kultur, die in Afrika beheimatet war: den Ägyptern. Sie verwendeten zwei verschiedene Kalender gleichzeitig: Den astronomischen Kalender, der sich auf Konstellationen der Sternenbilder und Mondphasen stützte. Aus ihm leitete sich der bürgerliche Kalender ab. Dieser hatte drei Jahreszeiten, Überschwemmung, Wachstum und Ernte. 

Das Ägyptische Jahr begann am heutigen 19./20. Juli. Es war der Tag des Frühaufganges des Sterns Soptet, welcher uns heute unter dem Namen Sirius bekannt ist. Ein ägyptisches Jahr war unterteilt in 12 Monate zu je 30 Tagen. Dazu kamen 5 Tage, die den Göttern Osiris, Haroeris, Seth, Isis und Nephthys geweiht waren. Da die Ägypter kein Schaltjahr kannten, ließen sie alle 4 Jahre, zum Frühaufgang des Sterns Soptet, Gott Sirius einen Tag früher erscheinen. Somit blieb der bürgerlicher Kalender alle 4 Jahre um 1 Tag hinter dem astronomischen Kalender zurück. 


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Silvester
Ein Beispiel für Berechnungen eines Kalenderjahres in Europa ist das Ganggrab Newgrange aus dem Jahr um 3150 vor Christus in der irischen Grafschaft Meath. Vom Eingang dieses Grabes führt ein 22 Meter langer waagerechter Gang zu einem Altar. Über dem Eingang ist eine Lichtöffnung. An etwa 13 Tagen im Jahr um die Wintersonnenwende herum fällt morgens für etwa 15 Minuten das Sonnenlicht weit in den Gang hinein bis kurz vor diesen Altar. Zur Zeit der Erbauung der Grabstätte hatte das Sonnenlicht an diesen Tagen den Altar direkt angestrahlt, verschob sich dann im Laufe der Zeit durch Abweichungen der Erdachse jedoch ein wenig. Heute endet der Lichtstrahl etwa 1 Meter vor dem Altar. Um diese exakten Berechnungen beim Bau ausführen zu können, müssen die Menschen in der damaligen Zeit den Stand der Sonne zu diesem Datum gekannt haben. Dies weist darauf hin, dass sie bereits eine Form eines Kalenders verwendet haben müssen.
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Ein Beispiel für Berechnungen eines Kalenderjahres in Europa ist das Ganggrab Newgrange aus dem Jahr um 3150 vor Christus in der irischen Grafschaft Meath. Vom Eingang dieses Grabes führt ein 22 Meter langer waagerechter Gang zu einem Altar. Über dem Eingang ist eine Lichtöffnung. An etwa 13 Tagen im Jahr um die Wintersonnenwende herum fällt morgens für etwa 15 Minuten das Sonnenlicht weit in den Gang hinein bis kurz vor diesen Altar. Zur Zeit der Erbauung der Grabstätte hatte das Sonnenlicht an diesen Tagen den Altar direkt angestrahlt, verschob sich dann im Laufe der Zeit durch Abweichungen der Erdachse jedoch ein wenig. Heute endet der Lichtstrahl etwa 1 Meter vor dem Altar. Um diese exakten Berechnungen beim Bau ausführen zu können, müssen die Menschen in der damaligen Zeit den Stand der Sonne zu diesem Datum gekannt haben. Dies weist darauf hin, dass sie bereits eine Form eines Kalenders verwendet haben müssen.
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