Die Geschichte des Karnevals in Köln

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Die Narren werfen Kamellen
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Die Narren werfen Kamellen

Wie die meisten Feste, deren Ursprung tief in der Vergangenheit liegt, hat sich auch der Karneval, wie wir ihn heute feiern, aus zahlreichen Einflüssen antiker Kulturen entwickelt.

Bereits vor etwa 5.000 Jahren feierten Völker in Europa und im Mittelmeerraum Feste, zu denen sie sich verkleideten um in andere Rollen zu schlüpfen. Dies taten Ägypter ebenso wie Griechen und Römer sowie auch Kelten und germanische Volksstämme. Da unsere Regionen ursprünglich von Kelten und Germanen besiedelt waren, basierte der Karneval unserer Vorfahren auf Festlichkeiten, zu deren Anlass sich Menschen in Felle kleideten und Tierschädel als Kopfschmuck trugen. Sie stellten symbolisch Bären, Wölfe und Hirsche dar, die in wilden Tänzen an großen Feuern böse Geister und Dämonen aus der Unterwelt vertreiben sollten. Dies war das Fest der winterlichen Austreibung.

Die römische Besatzung

Mit der Besetzung großer Gebiete des heutigen Deutschland durch die Römer verbreiteten sich neue kulturelle Bräuche in Mitteleuropa. Besonders die Hauptstadt Niedergermaniens "Colonia Claudia Ara Agripinensum", heute als "Köln" bekannt, hatte zentrale Bedeutung und war Mittelpunkt des Verwaltungsapparates. Dort wurde schließlich auch ein römisches Fest groß gefeiert, das teilweise Feiern heimischer Stämme ähnelte: die Saturnalien. Diese Saturnalien waren Feiertage zu Ehren des Gottes Saturn und wurden nach julianischem Kalender von 17. bis 19. Dezember gefeiert. Meist dauerten die Festlichkeiten jedoch eine Woche an.

Alles wurde verdreht

Für die Dauer der Feiertage wurde alles verdreht, was nur ging. So schlüpften Männer in Frauenkleider und umgedreht, Diener ließen sich von Herren bedienen und es war fast alles erlaubt. In den Straßen wurden ausgelassen riesige Banketts und Orgien gefeiert. Einer der vielen Bräuche zu den Saturnalien war dabei, sich mit Rosenblättern zu überschütten und bewerfen. Daraus entwickelte sich später wahrscheinlich das Werfen mit Kamellen.

Köln

Köln war nicht nur das verwaltungstechnische Zentrum, sondern auch wichtiger Handelsstützpunkt. Über den Landweg und den Rhein strömten Händler und Kaufleute aus der gesamten bekannten Welt mit ihren Waren in die Stadt und brachten Einflüsse und Bräuche ihrer Kultur mit. Da nun bereits eine Vermischung der keltisch-germanischen Feste mit den Saturnalien stattgefunden hatte, waren die Bewohner nur allzu offen für weitere Neuerungen. Hauptsache dem Spaß und dem wilden Feiern war gedient.

Griechische Einflüsse

Neben dem Brauchtum der ägyptischen Feiern zu Ehren der Göttin Isis brachten griechische Händler etwa im 1. und 2. Jahrhundert nach Christus eine Besonderheit aus den Festen zur Verehrung des Gottes Dionysos in die Region. Als Figuren der Mythologie verkleidete Menschen veranstalteten Umzüge, bei denen sie ein Schiff, das "carrus navalis", als eine Art Festwagen durch die Straßen zogen. Dies war wohl der Vorläufer der heutigen Festwägen und Rosenmontagsumzüge. Wie auch bei den keltischen und germanischen Stämmen sollten die kostümierten Umzugsteilnehmer böse Geister abschrecken. Aufgrund der Ähnlichkeiten dieser Gebräuche übernahmen die hier lebenden Volksstämme sehr willig die fremden Traditionen.

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