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Die Braut mit ihren Trauzeuginnen
Ein wichtiges Kapitel bei den Hochzeitsvorbereitungen ist die
Auswahl der Trauzeugen, welche gar kein so leichtes Unterfangen darstellt. Oftmals herrscht bei dem zukünftigen Ehepaar nämlich Unschlüssigkeit. Soll ein Verwandter diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen oder vielleicht doch lieber eine Person aus dem Freundeskreis?
Wer auf Trauzeugen keinen Wert legt, kann in Deutschland bereits seit 1998 bei der standesamtlichen Trauung auf diese verzichten. Es bleibt also ganz allein dem Paar überlassen, ob und wieviele Trauzeugen es beim großen Tag dabei haben will.
Welche Voraussetzungen muss ein Trauzeuge eigentlich mitbringen? Ein Trauzeuge muss im Besitz eines gültigen Personalausweises sein und das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben. Für den Fall, dass der Trauzeuge über keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse verfügt, muss ein Dolmetscher der Trauung beiwohnen. Außerdem müssen die körperlichen und geistigen Voraussetzungen dafür gegeben sein, dass dem Verlauf der Trauung ohne Probleme gefolgt werden kann.
Was
sind die Aufgaben der Trauzeugen?
Zum
einen müssen die Trauzeugen natürlich bei der standesamtlichen
Trauung anwesend sein, um die Eheschließung zivilrechtlich mit ihrer
Unterschrift zu bezeugen. Zum anderen sind sie währen der Zeremonie
für die Eheringe zuständig. So reicht in der Regel der Trauzeuge
dem Bräutigam im richtigen Moment die Ringe oder hält den
Brautstrauß im Augenblick des Ringwechsels.
Oft
werden die Trauzeugen für das Brautpaar in Spe allerdings schon in
Punkto Junggesellenabschied sowie bei der Planung und Ausrichtung der
Feierlichkeiten unterstützend tätig. Ob und in welchem Umfang die
Trauzeugen in die Hochzeitsvorbereitung und Organisation der
Feierlichkeiten einbezogen werden, bleibt letztlich dem Brautpaar
selbst überlassen.
Im
traditionellen Sinne sollte bei der Wahl der Trauzeugen jedoch
keineswegs eine Entscheidung für eine bestimmte Person aus
Liebenswürdigkeit getroffen werden. Schließlich ist es von großer
Bedeutung, dass sowohl die Braut als auch der Bräutigam zu den
Trauzeugen eine innige und vertrauenswürdige Beziehung hat.
Schließlich
sind die Trauzeugen eine moralische Stütze bei der Hochzeit und auch
danach sollen sie dem Ehepaar zur Seite stehen. Nicht zuletzt
deshalb greifen viele Paare gerne auf schon verheiratete Personen zurück,
da sie davon ausgehen, dass sich deren Erfahrungsschatz in
Krisenzeiten als förderlich für die eigene Ehe erweist.
Gibt
es Besonderheiten bei einer kirchlichen Trauung? Im
Falle einer katholischen Zeremonie muss der Trauzeuge unbedingt der
Kirche zugehörig sein. Andernfalls könnte der Priester der Person
die Bezeugung der christlichen Ehe verwehren. Die Zahl von zwei
Trauzeugen ist hier übrigens fest vorgeschrieben.
Bei
einer evangelischen Trauung hingegen darf – wie bei der
standesamtlichen Hochzeit – schon seit geraumer Zeit auf den
Einsatz von Trauzeugen verzichtet werden.
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb