Der Triple-Test

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Risiko aus den Blutwerten ableiten
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Risiko aus den Blutwerten ableiten

Beim Triple-Test handelt es sich um eine spezielle Blutuntersuchung, bei der die Werte der drei Hormone alpha-Fetoprotein (AFP), beta-Choriongonadotropin (beta-hCG) und freies Estriol (E3) bestimmt werden. Hierzu muss das genaue Alter des Kindes bekannt sein, denn nur so kann errechnet werden, ob die vorhandene Menge der Hormone zeitgerecht vorhanden sind.

Wofür der Triple-Test?

Aus dieser Menge lässt sich nun ein rechnerisches Risiko für mögliche genetische Defekte, Stoffwechselerkrankungen oder Erbkrankheiten ableiten. Liegt also das rechnerische Risiko eines kindlichen Defektes bei der Auswertung über 1:384, wird der Schwangeren zur Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) geraten.

Der Wert 1:384 ergibt sich aus dem rechnerischen Risiko eines embryonalen Defektes bei einer Schwangeren ab dem 35. Lebensjahr. Das heißt, dass statistisch gesehen 1 von 384 Frauen, die ab 35 ein Kind bekommen, eine Trisomie oder Stoffwechselerkrankung genetisch weitergeben. Grundsätzlich wird jeder Schwangeren ab 35 die Amniozentese als Standarduntersuchungsmöglichkeit angeboten. Da jedoch die meisten Kinder von Müttern unter 35 Jahren geboren werden, treten beispielsweise somit ca. 70% der Trisomie 21 (Down Syndrom) Fälle bei Kindern auf, deren Mütter jünger als 35 Jahre sind.

Da jüngeren Müttern die Amniozentese nicht standardmäßig angeboten wird, soll der Triple-Test eine mögliche Entscheidungshilfe bieten. Stellt sich ein erhöhter Wert ein, wird man der Schwangeren zur
Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) raten.

Der Triple-Test selbst ist keine Diagnose! Er stellt nur ein errechnetes Risiko dar und es kann häufig vorkommen, dass der statistische Wert erhöht ist, beim Kind jedoch keinerlei Defekte oder Anomalien vorliegen, während bei anderen Embryos tatsächlich Krankheiten und Gendefekte vorhanden sind, die statistischen Werte jedoch keine Besonderheiten aufweisen.

Verunsicherte Eltern

So kann der Triple-Test leicht für große Verunsicherung bei den werdenden Eltern sorgen und auch ungerechtfertigte Ängste schüren. Bevor sich diese manifestieren sollte also zur Amniozentese geraten werden. Zeigt diese keine Auffälligkeiten, können die Eltern zu 90% davon ausgehen, dass ihr Baby keinen Gendefekt, Spina Bifida oder auch Stoffwechselerkrankung hat.
[SyKo]

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