In den vergangenen Jahrzehnten wurden verschiedene Möglichkeiten entwickelt, die einer Frau ermöglichen, sich bewusst für oder gegen die Zeugung eines Kindes zu entscheiden.
Eine kleine Tablette jeden Tag und Frau konnte den Geschlechtsverkehr uneingeschränkt genießen. Doch gerade diese Tablette veränderte auch den Hormonhaushalt der Frau, zumindest für die Dauer der Einnahme.
Im Zeitalter eines neuen Gesundheitsbewusstseins musste eine andere Methode zur Verhütung gefunden werden, die nicht in den Hormonhaushalt eingriff und keine Nebenwirkungen hatte.
Mit Beginn des 21. Jahrhunderts war es soweit: die so genannten Ovulationstests kamen auf den Markt.
Ähnlich einem Schwangerschaftstest, nur regelmäßig in jedem Zyklus und über einen individuell errechneten Zeitraum, wird im Urin die Menge des luteinisierenden Hormons (LH) gemessen. LH ist ein Hormon, das den Eisprung der Frau und die Bildung der Gelbkörper fördert. Ein deutlicher Anstieg des LH zeigt, dass der Eisprung in den nächsten 24 bis 36 Stunden eintritt.
Für viele Frauen war die Markteinführung dieses Tests, der ohne Einnahme eines Mittels, eine recht sichere Verhütung gewährleistete, eine Revolution in Sachen "natürliche Verhütung". Mittels Ovulationstest wissen sie nun sehr genau, an welchen Tagen zusätzliche Verhütungsmethoden angewendet werden müssen, um eine ungeplante Schwangerschaft zu verhindern.
Schnell haben sich jedoch noch weitere Vorteile des Ovulationstests gezeigt.
Gerade für Frauen mit Kinderwunsch, die einen schwer zu berechnenden Eisprung haben, bietet dieser Test die Möglichkeit ganz gezielt die fruchtbaren Tage zu ermitteln, um damit die Chance auf die Zeugung des Wunschkindes zu erhöhen.
Somit ist der Ovulationstest derzeit wohl die einzige Methode auf dem Markt, die sowohl die Schwangerschaftsverhütung als auch die erhoffte Zeugung eines Kindes begünstigt, ohne in irgendeiner Form in den Hormonhaushalt der Frau einzugreifen.