Der Lügendetektor

Töpfchen oder Toilette?
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Töpfchen oder Toilette?

Wir haben uns geschworen Emmy alle Zeit zu geben, die SIE braucht, bis sie zum ersten Mal aufs Töpfchen geht. Gut, den Topf, der bei Erfolg wilde Melodien dudelt, bekam sie dann zum 2. Geburtstag und seither wird er begeistert genutzt. Als Schatzkiste.

Nachdem sie nun schon ein halbes Jahr stolze Toilettenbesitzerin ist, zeigt sie noch immer keine Ansätze die olle Dudelkiste zweckmäßig zu nutzen. Sie hat bereits den 3. Satz Batterien, weil sie nicht nur auf Pipi, sondern auf ALLES reagiert, was man reinpackt. Dafür aber weist sie uns ständig darauf hin, dass wir nicht in die Hose machen und gefälligst das Klo benutzen sollen, zu dem sie uns dann hin zerrt.
Anfangs dachten wir noch, dass sie vielleicht selbst auf das große Klo möchte. Doch vier Versuche sie mit einem Sitzverkleinerer darauf zu setzen, endeten in einer wüsten Schimpftirade. "Pinnst Du? Binne kleine Emmy, kanne nich auf großer Klo!". Somit wäre das dann auch geklärt.

Achim ist zur Zeit krankgeschrieben und prompt hängt unsere kleine Schmeißfliege wieder an ihm, sobald sie morgens die Augen aufmacht. Bis zum komatösen Erschöpfungszustand am Abend, geht Papa prinzipiell keinen Schritt ohne die Prinzessin (selbst auf die Toilette verfolgt sie ihn). Er würde schon wollen,... aber wir haben ja ein sehr selbstbewusstes Kind und einen Vater dazu, der in ihren Händen zu Butter wird.

Grenzen setzen? Das kann er doch der kleinen Maus nicht antun!
Was, wenn er Konsequenz bei einem "Nein" zeigt und sie für alle Zeiten das Vertrauen in ihn verliert? "Schatz, unsere Tochter wird sicher nicht ihre traumatischen Kindheitserlebnisse in einer Endlostherapie auf der Couch eines Psychiaters verarbeiten oder später in die Fremdenlegion auswandern, weil Du EINMAL "Nein" zum 10. Schokolutscher sagst!" "Das weiß ich ja auch, aber..."

Dann kam meine Chance: ein Fernsehbericht über völlig entglittene Teeny-Mädchen, die durch Schule schwänzen, Drogenkonsum, Gewalt- und Beschaffungsdelikte ihr Leben damit verbrachten ihre Mitmenschen zu terrorisieren. Laut Psychologen eindeutig ein Defizit, da sie keine Grenzen kennen.

Achim wurde wach. So sollte es seiner Emmy nie ergehen!
Also griff er gleich am nächsten Tag zum ersten Mal durch.
Der Tumult dröhnte durchs ganze Haus! Zwischen dem Kreischen meiner Tochter hörte ich die Stimme meines Mannes, der autoritär ansagte "Nein, Emily, zum Frühstück kannst Du Brot, Joghurt und Banane haben, aber es gibt  jetzt keine Schokolade und erst recht keine Kekse!" "Emmy wille jetz aba keine Brot. Emmy wille Kekse in Milch stipsen!"

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