Samantha aus der US-Serie "Sex and the City" weiß es schon lange: Beckenbodentraining ist der Schlüssel für guten Sex. In den USA schon lange für Frauen Selbstverständlichkeit, ist diese Information unter anderem Dank der Fernsehserie mittlerweile auch bei uns angekommen. Abgesehen von allen medizinischen Aspekten hat die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur nämlich noch einen schönen "Neben"-Effekt: mehr Spaß am Sex.
"Kegeln" ist die ultimative Übung, wenn es ums Stärken des Beckenbodens geht. Dem US-amerikanischen Urologen Dr. Arnold Kegel haben Frauen es zu verdanken, dass sie die Qualität des Liebesaktes gezielt verbessern, ihre Lust steigern und den Spaßfaktor erhöhen können. Er entwickelte in den 1950er Jahren das sogenannte Kegeln für Frauen, die nach der Geburt eines Kindes unter Blasenschwäche litten. Diese Form der Rückbildungsgymnastik hatte einen erfreulichen Beigeschmack: Die Patientinnen berichteten von intensiveren Empfindungen beim Geschlechtsverkehr.
Niemand muss auf eine gutes Liebesspiel
verzichten. Das Training ist in jedem Alter möglich und fördert
nebenbei auch noch die Gesundheit allgemein. Die Kegel-Übung ist ganz einfach: Anspannen - kurz halten
- entspannen. Das ganze zehn Mal hintereinander, jeden Tag. Ganz simpel, aber
kräftigt die Muskulatur effektiv. Und das beste: Man kann es überall
machen, beim Einkaufen, vorm Fernseher und im Büro.
Jeder sollte sich vorher
mit der Anatomie des Beckens vertraut machen. Um den Beckenboden zu finden: Beim
nächsten Toilettengang den Harnfluss durch Anspannen der Muskeln unterbrechen. Nun kommen die
Beckenbodenmuskeln zum Einsatz. Sobald man weiß, wo sie sich befinden, kann man
auch die "richtigen" Muskeln bei der Kegelübung anspannen. Neben dieser
Übung kann man natürlich auch Beckenbodengymnastik machen.
Gezieltes Beckenbodentraining erhöht
nachweislich die Durchblutung der Vagina, sowohl die äußeren
Teile wie Schamlippen als auch auch den inneren Scheidengang.
Dies verbessert die sexuelle Erregbarkeit und steigert die
Empfindungsfähigkeit. Im Beckenbodentraining Geübte
schwärmen unter anderem von mehr Ausdauer, multiplen Orgasmen bis
hin zu einer gewissen Macht über den Partner.
Beckenbodenstarke Frauen haben eine
bessere Orgasmusfähigkeit und erleben den Höhepunkt intensiver. Sie
haben eine dreimal größere Chance, zum koitalen Orgasmus zu kommen.
Ihre Selbstwahrnehmung wird durch das Training verbessert, sie fühlen
sich durch die verbesserte Fitness attraktiver und können sich somit
besser entspannen und genießen. Der Sex wird befriedigender und kann
sogar noch intensiver gestaltet werden, wenn die Frau während dem
Geschlechtsverkehr den Beckenboden anspannt.
Beckenbodentraining kann bei vielen
verschiedenen Sexualproblemen helfen sowie bei Schmerzen
während dem Sex. Zudem beugt es Sexunlust vor, da man bei schlaffer
oder verspannter Muskulatur wenig Lust hat. Nicht umsonst also wird der Beckenbodenmuskel
als "Liebesmuskel" bezeichnet.
[LL]