Das Weihnachtsfutter

Weihnachten bedeutet viel Essen
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Weihnachten bedeutet viel Essen

Wir pusten schon wie eine Dampflokomotive, jedoch bleibt noch Platz für das Dessert. Vom Hauptgang können wir zwar nichts mehr vertragen, aber ein bisschen vom Weihnachtsstollen können wir – sicher ist sicher - doch noch verschlingen. Experten meinen, dass es selbstverständlich ist, dass wir zu feierlichen Anlässen besondere Geschmackserlebnisse haben möchten. Schließlich gehören Feiertage nicht zum Alltag, sie sollten also mit besonderen Leckereien gekrönt werden.

Doch was beeinflusst unser Essverhalten in Zeiten, in denen das Angebot im Übermaß zur Verfügung steht? Experimente in den USA zeigen, dass wir um so mehr essen, je größer die Auswahl ist und dies auch bei der nächsten Mahlzeit nicht durch weniger essen kompensieren. Wen wundert es also, dass sich die Pfunde ganz besonders zur Weihnachtszeit auf unseren Hüften ablagern?

Das Auge isst mit

Diese Aussage ist ja keine Neuigkeit: Was vor uns steht und lecker aussieht, essen wir ganz besonders gern. Der Psychologe Brian Wansink aus den USA hat sich in seinen Forschungen dem Phänomen „Überfressen“ gewidmet und mehrere Studien zum Thema „Warum hören wir nicht auf zu essen, wenn es eigentlich genug ist?“durchgeführt.

Eines seiner berühmten Experimente hat er mit Suppentellern durchgeführt, die manipuliert wurden. Man hat diese so verändert, dass man sie immer wieder von unten unbemerkt nachfüllen konnte, sobald der Proband schon etwas Suppe weggelöffelt hatte. Den Teilnehmern wurde im Experiment gesagt, dass sie ein neues Suppenrezept testen sollen. Sie haben alle brav weiter gelöffelt, auch dann noch, als heimlich Suppe von unten nachgefüllt wurde. Durchschnittlich haben sie 73 Prozent mehr Suppe gegessen als die Teilnehmer, die von normalen Tellern gegessen haben.

Was hilft?

Experimente zeigen, dass es immer hilft, wenn uns jemand darauf aufmerksam macht, wie viel wir schon gegessen haben. In dem Moment scheinen wir plötzlich doch nachzudenken und uns zurückzuhalten. Also fordern wir uns doch gegenseitig dazu auf, zu beachten, wie viel wir am Tisch essen. Ein freundlicher und vorher miteinander abgestimmter Hinweis wie „Schatz, ich freue mich, dass dir das Festmahl so besonders schmeckt“ könnte schon genügen, um unseren Liebsten vom Überfressen zurückzuhalten, ohne ihn dabei zu beleidigen.

Ebenfalls nützlich ist, so zeigen die Experimente von Professor Wansink, wenn wir z.B. beim Schokolade essen das Papier von der Schokolade vor uns aufhäufen lassen oder beim Hühnchen essen die Knochen auf einem gut sichtbaren Teller sammeln. Je mehr Papiere, bzw. Knochen vor uns liegen, desto schneller hören wir auf zu naschen.

Tipps, Wie man ein Festmahl besonders schön und mit Gästen in jeder Altersgruppe besonders gemütlich gestalten kann, haben wir für Dich hier zusammengestellt:

1. Den Tisch dekorieren

Dekorieren wir den Tisch und sein Umfeld besonders liebevoll. Auch die Lichtverhältnisse sollten beachtet werden: Eine kuschelige und romantische Beleuchtung hebt die festliche Stimmung und sorgt für gute Gespräche. Jedoch: Niemand sollte in der Dunkelheit rätseln müssen, was auf seinem Teller liegt. Kerzen besser außer Reichweite von Kindern aufstellen. 

2. Sitzordnung planen

Bereiten wir für unsere Gäste eine Sitzordnung vor. Sie ist eine zusätzliche Möglichkeit, um die festliche Dekoration aufzupeppen. Man kann kleine Tischkärtchen von Hand bemalen, oder auf jedem Teller eine persönliche Grußkarte platzieren.

3. Die Menüplanung auf die Gäste abstimmen

Haben wir Gäste aus der eigenen Familie oder aus dem Freundeskreis, sollten wir bei der Menüplanung ihren Geschmack und ihre gesundheitlichen Beschwerden berücksichtigen. Ist jemand Vegetarier oder Diabetiker? Bieten wir diesen Gäste etwas an, was auch ihnen Freude beim Festmahl bereitet. 

4. Kinder am eigenen Tisch

Haben wir sehr viele kleine Gäste, können wir für sie einen eigenen Tisch decken, an dem sie sich zusammensetzen können. Wir sollten auch diesen Tisch mit einigen Weihnachtsdekorationen (z.B. rote Äpfel, die wir besonders glänzend reiben) schmücken und liebevoll gestalten. Solange sie mit dem Essen oder dem Besteck nicht herumspielen, dürfen sie ruhig am Kindertisch bleiben.

5. Spielecke einrichten

Für Kinder können wir eine Spielecke in der Nähe des Tisches einrichten. Sie können noch nicht so lange sitzen bleiben und essen grundsätzlich weniger als wir. Wenn die Spielecke in der Nähe ist, können wir sie beim Essen ohne Mühe im Auge behalten. 

6. Tischgespräche führen

Während des Essens sollten wir Gespräche initiieren, lassen wir die älteren Familienmitgliedern erzählen. Wenn wir diese Gespräche mit der Video-Kamera aufzeichnen, können sie uns nach einigen Jahren viel bedeuten. Enkelkinder hören den Großeltern immer sehr gerne zu und die Aufzeichnungen werden auch nach vielen Jahren die Stimmung von Weihnachten in der Kindheit wieder beleben. 

(mmh)

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