Das Fest des Heiligen Nikolaus

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Weihnachtssack - Geschenke vom Nikolaus
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Weihnachtssack - Geschenke vom Nikolaus

Von der historischen Person Nikolaus ist überliefert, dass er im 4. Jahrhundert in Lykien, der heutigen Türkei, lebte. Als Sohn einer reichen, frommen Familie trat er in das seiner Heimatstadt nahgelegenen Kloster von Sion ein und verteilte all sein Vermögen unter den Notleidenden. Um 300 wurde er zum Bischof von Myra geweiht und während der bald darauf einsetzenden Christenverfolgung gefangen genommen und gefoltert. Er starb vermutlich am 6. Dezember um das Jahr 350 und wurde in Myra begraben.

Legende - Nikolaus von Myra

Die zahlreichen Legenden von Nikolaus von Myra sind von der Erinnerung an seine Güte und Kinderliebe bestimmt. Zu den bekanntesten zählen die Kornvermehrung und das Jungfrauenwunder.

“In Myra lebte ein rechtschaffener Mann, der drei Töchter hatte. Der Mann war krank, seine Frau gestorben und die finanzielle Lage der Familie war trist. Die Familie musste Hunger leiden. In seiner Verzweiflung wollte der Mann seine Töchter auf die Straße schicken, wo sie Freiern gegen Geld ihre Liebesdienste anbieten sollten. Davon hörte der Bischof von Myra. Er schlich sich im Dunkel der Nacht unerkannt zum Haus der Familie und warf drei Goldstücke durch das offene Fenster. Damit hatten die Töchter genug Mitgift, um einen anständigen Mann heiraten zu können.” (mehr in der Linkbox rechts)

Der Brauch - Verkleidung und Geschenke

Der Brauch des Verkleidens und Geschenke verteilens stammt aus dem Mittelalter. Seit damals wird der Heilige Nikolaus als Patron der Schüler und Studenten verehrt. In diesen Kreisen entstand auch der Brauch des Bischofsspielens und das Beschenken der Kinder. Dabei wurden die Gaben - abgeleitet vom Einlegen der Goldstücke in das Haus der drei Jungfrauen – in die Häuser gebracht. Später wurde der Brauch in katholischen Regionen durch den Einkehrbrauch abgelöst. Der Heilige Nikolaus besucht die Kinder also persönlich zu Hause.

Warum ist der Nikolaus heilig?

Der Reformator Martin Luther untersagte die Heiligenverehrung und nahm dem Nikolaus seine Funktion als Gabenbringer. Das Geschenke verteilen übernahm in protestantischen Gebieten das Christkind zu Weihnachten. Die Gestalt des Nikolaus wurde zum märchenhaften Weihnachtsmann. Der Sinterklaas, den die niederländischen Einwanderer nach Amerika brachten, wandelte sich später zum Santa Claus. Mit roter Zipfelmütze und ohne Bischofsstab hat er keine religiöse Bedeutung.

Der Nikolaus und seine Gehilfen
Auch die Rolle des Nikolaus Gehilfen hat große Tradition. Der gütige Bischof besucht die Kinder gemeinsam mit einer Schreckgestalt: einem meist in Ketten gelegten, geschwärzten Poltergeist mit Rute und Sack. Während der Nikolaus als Himmelsbote agiert, steht sein Begleiter als Höllenvertreter, der “unartige” Kinder bestrafen will. Die Namen der Figur variieren dabei auch innerhalb eines Landes stark. Neben Knecht Ruprecht sind unter anderem Bullerklas, Belzebub, Schmutzli, Krampus, Partl, Swarte Piet und Père Fouttard bekannt.

Die Nikolausfeier

Trotz aller Tradition soll die Nikolausfeier je nach Alter der Kinder individuell gestaltet werden. Die Botschaft für die Kinder lautet: Nikolaus hat den Menschen viel Gutes getan und hat die Kinder beschenkt. Zur Erinnerung an den guten Bischof Nikolaus tun/spielen wir jedes Jahr an seinen Namenstag das Gleiche. Religiöse Inhalte können dabei in Liedern, Geschichten und Gedichten vermittelt werden. In die Vorfreude auf den Nikolaus mischt sich oft auch eine Portion Angst. Daher ist es wichtig, die Feier kindgerecht und angstfrei zu gestalten.

Wie kann man das Nikolausfest feiern?

Der “unsichtbare” Nikolaus
Vor dem Nikolausabend putzen die Kinder ihre Stiefel und stellen sie vor die Tür oder ans Fenster. Über Nacht werden sie dann vom Nikolaus mit Obst und Süßigkeiten gefüllt.


Feier im Kindergarten
Mit Geschichten, Liedern und Gedichten wird der Namenstag des Heiligen meist schon vor dem 6. Dezember thematisiert. Bei der Feier mit Musik und Jause sollen die Kinder den Besuch des Nikolaus in freundlicher und entspannter Atmosphäre erleben. Oft werden die Eltern zur Feier eingeladen.


Feier im Kreis der Familie
Der Nikolaus kommt nach Hause und die Kinder erleben den Besuch in gewohnter Umgebung. Als Bischof kann ein Familienmitglied, Freund oder auch ein “gemieteter” Nikolaus auftreten. Bei fremden Personen ist es wichtig, den Ablauf vorher genau zu besprechen. Das Verkleiden kann dabei wie bei einem Rollenspiel erst vor den Kindern geschehen. Seinen Wissensschatz über die Kinder bezieht der Nikolaus aus dem Goldenen Buch, das nicht als Sündenregister verstanden werden soll. Die dunkle Gestalt des Krampus hat bei dem Hausbesuch nichts verloren.

Frohbotschaft statt Drohbotschaft

Viele Kinder haben Angst vor Nikolaus und Krampus, auch wenn Sie diese Angst nicht nach außen zeigen. Kinder leiden darunter und können mit Symptomen wie Schlaflosigkeit, Albträumen oder Angst vor Dunkelheit reagieren.

Mit folgenden Maßnahmen könnt ihr der Angst vorbeugen:

  • Den Nikolaus nicht als Erziehungsmittel missbrauchen und zur moralische Instanz machen. Sätze wie “Wenn das der Nikolaus sieht!” oder “Zu schlimmen Kindern kommt der Krampus!” sind tabu.
  • Kein Sündenregister führen. Das Gute soll verstärkt und das Nicht-so-Gute negiert werden.
  • Im Kindergartenalter empfiehlt es sich, eine den Kindern bekannte Person als Nikolaus einzusetzen oder aber die Verkleidung vor den Kindern durchzuführen.
  • Kinder dürfen selbst “Nikolaus spielen” und Mitra, Handschuhe und Bischofskleid anprobieren.
  • Wenn der Nikolaus in die Hocke geht und auf Augenhöhe freundlich mit den Kindern spricht, verlieren die meisten Kinder ihre Angst.
  • Rolle und Ablauf des Besuches vorher mit dem Darsteller genau besprechen.
  • Lasst die Kinder in der Begegnung mit dem Nikolaus nicht alleine.
  • Kein Krampus in den eigenen vier Wänden.

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