Das Baby im Elternbett
Im Elternbett fühlt sich Baby geborgen
Mit der Geburt stellen sich sowohl für das Baby, als auch für die Eltern viele Gewohnheiten um. Für das Kind gilt es nun seine Umwelt immer bewusster wahr zu nehmen und nicht mehr im dunklen, warmen Bauch der Mutter versorgt zu werden. Jetzt muss es sich bemerkbar machen, wenn es Hunger hat, all die neuen Eindrücke verarbeiten und vieles lernen, was ihm bisher verborgen war.
Auch für die Mutter ist meist die Umstellung nicht nur mit der Freude verbunden das Kind endlich im Arm halten zu können. War sie dem Baby über so viele Monate nah, hat seine Bewegungen gespürt und sein Wachstum anhand ihres Bauchumfangs messen können, spürt sie oft eine kleine Leere in sich.
Gerade diese Gründe lassen Eltern ihre Babys oftmals im Elternbett schlafen. Auf diese Art ist man sich nah, spürt sich und kann sofort beruhigend für das Kind da sein. Das gibt Eltern und Kind ein großes Gefühl der Geborgenheit. Diese Art der Nähe kann aber auch Risiken in sich bergen, die unter Umständen sogar lebensgefährlich für das Kind werden können.
Zum einen besteht im Elternbett die Gefahr der Überwärmung. Gerade wenn das Kind in der Mitte liegt, von beiden Seiten die Wärme der Eltern abbekommt und zusätzlich noch einen Schlafsack oder eine Decke hat, steigt die Temperatur schnell deutlich höher, als es für einen gesunden, erholsamen Schlaf nötig und gut ist. Dieses Risiko ist allerdings deutlich geringer wenn das Baby ganz oben im Bett schläft, wo nur noch die Köpfe der Eltern liegen. In dem Fall wird das Kind nur selten von den Eltern zusätzlich zugedeckt oder von ihrer Körperwärme betroffen.
Durch die oft dicken Kissen der Eltern besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass eine sogenannte Rückatmung stattfindet, also die eben ausgeatmete, sauerstoffärmere Luft erneut eingeatmet wird. Dies könnte unter Umständen mit einem erhöhten Risiko für plötzlichen Kindstod in Zusammenhang stehen.
Und ein weiterer Punkt könnte gefährlich werden: der Schlaf der Eltern. Wohl niemand ist wirklich in der Lage die Tiefe seines Schlafes zu steuern. Gerade in der anstrengenden Anfangszeit mit dem Baby schlafen Eltern, wenn sie dann einmal zur Ruhe kommen teilweise sehr tief, um möglichst viel Energie in möglichst kurzer Zeit wieder aufzuladen. In diesen Schlafphasen kann man seine Bewegungen nicht lenken oder vermeiden. Es besteht die Möglichkeit, dass das Baby durch die elterlichen Bewegungen in die Kissen gedrückt wird und ersticken könnte.
Es gibt jedoch Studien in denen man schlafende Eltern mit dem Kind im Ehebett gefilmt und beobachtet hat. Die Beobachtungen waren bei jeder untersuchten Familie gleich: die Eltern - egal in welcher Schlafphase - haben sich im Bett instinktiv so bewegt, dass ihr Baby dadurch nicht gefährdet wurde. Ein eindeutig hohes Risiko würde aber bedeuten, wenn Eltern im alkoholisierten Zustand mit dem Baby gemeinsam im Ehebett schlafen würden. Denn in diesem Zustand werden die Instinkte ausgeschaltet und das Baby kann tatsächlich in Gefahr geraten.
Es ist in jedem Fall besonders wichtig alle Risiken im Vorfeld bestmöglich auszugrenzen, wenn man das Kind im Elternbett schlafen lassen möchte.
Neben Papa kann man toll schlafen
Für den nächtlichen Schlaf eignet sich aber auch ein Beistellbett. So können beide Eltern beruhigt auch den Tiefschlaf genießen.
Ist keine Möglichkeit für das Beistellbett gegeben, ist es wichtig darauf zu achten, dass es keine Lücken, Bettritzen oder "Schlupflöcher" gibt, in die das Baby rutschen könnte. Ebenfalls sollte das Kind nicht von Kissen- und Deckenbergen umgeben sein. Mit einem großen Stillkissen ließe sich bereits eine Art Rahmen schaffen, der verhindert, dass die Kissen zu dicht an das Kind rutschen. Dieser Rahmen sollte eine Art Barriere zwischen Eltern und Kind sein, die auch im Tiefschlaf nicht einfach zu überwinden ist.
Gibt es die Möglichkeit das Bett an eine Wand zu stellen, ist es vorteilhaft das Baby an dieser Seite schlafen zu lassen. Auf diese Art bekommt es nicht die Wärme der Eltern von zwei Seiten. Wichtig dabei ist jedoch, dass auch hier keine Spalten bestehen, in die das Baby rutschen könnte.
Eltern und Kind sollen Nähe angstfrei genießen können. Diese Angst kann die Nähe des Babys auch nehmen, denn viele Eltern schlafen ruhiger, wenn sie ihr Baby bei sich haben. Kann aber eine optimale Sicherheit nicht gewährleistet werden, ist es besser ein paar Stunden erholsam, aber mit etwas Abstand zu schlafen, als mit Angst kaum Ruhe zu finden.
Kommentare
1
also mein kleiner schläft von anfang an in seinem bett in seinem zimmer. habe es am anfang probiert das er mit in meinem zimmer schläft nur da hat er nur geweint und war total unruhig und mit in meinem bett wollte ich ihn nicht nehmen da hätte ich zu viel angst. jetzt wird er im jan 3 und er kommt manchmal nachts in mein bett. finde das meistens richtig schön (nicht so zoll wenn er anfängt und tritt. und wenn er mittags schläft, schläft er in unseren bett.
von becky1989 am 01.12.2011 22:45
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Unsere Kleine (fast 15 Monate) schläft in ihrem Gitterbett, das nahe am Elternbett steht. Wenn sie unruhig wird, höre ich es sofort und brauche sie nur anzufassen und sie schläft ruhig weiter. Sie schläft schon lange in ihrem Bettchen wobei wir sie anfangs gegen 2 Uhr in unser Bett genommen haben, da sie zu dieser Zeit unruhig wurde. Als sie ein Jahr alt wurde, hat sich einiges am Schlafverhalten geändert: sie will nicht am Arm einschlafen sondern in ihrem eigenen Bett. Sie wird nachts nur mehr munter, wenn die Windel nass ist (sie trinkt wirklich sehr viel!!!) und sie will nicht bei uns im Bett schlafen! Mir wäre es egal, aber sie hat ihren eigenen Kopf... Von wem sie das wohl hat??? *grins*
von cesarica_1 am 10.10.2011 10:13
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Ja, meine Maus (2,5 Jahre) schläft auch immer noch hin und wieder in meinem Bett und ich finde es soooos schön...
Ich selber, laut meiner Ma, habe bis zum 5ten Lebensjahr nicht im eigenen Bett geschlafen... *lach*
von mami_28 am 27.06.2011 23:07
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Also meine kids (leon 4 und amy 2,5) schlafen noch immer bei uns im bett!!! Es ist echt das einfachste und ruhigste was es gibt!! wir schlafen alles super und kein stress mit nächtlichem ausfstehn...ich frag mich warum manche sich das antun??
von linda1986 am 05.06.2011 08:22
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unsere kleine (jetzt 4 monate) schläft von anfang an neben mir im beistellbettchen,das ist super, ich wünschte bei meinem großen hätten wir das auch schon gehabt- Das erleichtert vieles. nachts wenn sie anfängt hunger zu bekommen, schmatzt sie erst nur, dann kann ich sie sofort zu mir nehmen und stillen, sie braucht gar nicht erst schreien, damit ich sie höre ;) auch so, werfe ich immer mal wieder wenn ich kurz wach bin einen blick auf sie, das beruhigt und wir genießen beide die nähe! :D kann ich nur empfehlen. unseren \"großen\" haben wir damals mit in unserem bett schlafen lassen, das war für mich mehr stress als erholsamer schlaf.
von Robbenlieberin am 19.05.2011 08:42
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Unser Kleiner Matz (9 wochen) schläft in seinem Kinderbettchen, die rechte seite der Gitterstäbe haben wir entfernt und sein Bett direkt an unseres geschoben und seine matratze ist in der höhe unserer matratze, es steht an einer Wand an sodas das Bettchen nicht verrutschen kann und kein spalt zwischen den Betten entsteht, so schlief er von Anfang an in seinem Bett (auch wenn ich später ins Bett gehe schläft er ohne probleme) aber ich hab ihn in meiner nähe die wir beide noch brauchen, was übrigens auch bei seinen nächtlichen \"Hungerattacken\" sehr hilfreich ist, denn er weint nicht mehr wenn er hunger hat er wird nur unruhig und davon werde ich schon jedesmal wach.
von Mama-Gummibaer am 28.04.2011 19:38
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb