Damenhygiene!

Wo sind die richtigen Tampons?
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Wo sind die richtigen Tampons?

Mein Mann, 1,82m groß, 98 kg schwer mit einem Brustumfang von knapp 130 cm, der "Warlord" unserer kleinen, privaten Spaß-Mittelaltertruppe, ist schon ein Hingucker. Sozusagen ein Prachtexemplar seiner Gattung. Männlich, wie es im Buche steht, aber keineswegs so testosterongeschwängert, dass sein Kreislauf vom Adrenalin gesteuert würde.

Dieser Mann hat eine Schwachstelle. Nachdem ich ihn nun fast 24 Jahre kenne, habe ich sie herausgefunden. Es war eigentlich purer Zufall. Angefangen hat alles sehr harmlos.

Fünf Wochen nach der Geburt unserer jüngsten Tochter bekam ich wieder das, was ich zehn Monate am wenigsten vermisst hatte: meine Periode!

Und wie ich sie bekam! So als wolle mein Körper mir eine Extradosis gönnen, als hätte sich die ganzen Monate etwas aufgestaut und käme nun mit einem Mal raus.

Wir Frauen kennen das ja: Man fühlt sich schmutzig, hat Unterleibskrämpfe, schlechte Laune... Und dann guckt man in das Schächtelchen im Bad und stellt wütend fest, dass man gar nicht daran gedacht, den Vorrat an Tampons aufzufüllen.

Grummelnd und wütend auf mich, stapfe ich also die Treppe hoch ins Wohnzimmer, wo mein Mann mit seinem besten Freund, Könich genannt, saß. “Schatz,” mein Mann schaute mich an, “der Könich und ich wollen gleich einkaufen. Machst Du mir einen Einkaufszettel fertig?”

Na, selbstverständlich machte ich das: "Brot, Butter, Kartoffeln, Tampons, Milch,..."

Mein Mann las sich die Liste durch, lief schamviolett an, stotterte einen Moment vor sich hin, tippte wild mit dem Finger auf den Zettel, bis auch unser Könich aufmerksam wurde, der ebenfalls leicht errötete (nur leicht wie gesagt, ist er doch um einige Jährchen länger verheiratet als wir) und meinem Mann kameradschaftlich mit dem “Willkommen-im-Club-Blick” auf die Schulter klopfte.

Irgendwann fand mein Mann seine Muttersprache wieder. “Maus, das verlangst Du nicht ernsthaft von mir, oder?” “Was denn?” “Na, diese Dinger,... diese,... naja, die Tampons halt.” “Hallo? Geht’s noch? Ich brauche die!” “Ja, Maus, das glaube ich Dir ja auch, aber ich kann doch nicht in den Laden gehen und Tampons kaufen! Was sollen denn da die Leute denken? Bitte, schreib Kondome, von mir aus irgendein ausgefallenes Sex-Spielzeug auf. Ich kaufe es ein und gucke der Verkäuferin direkt in die Augen. Aber bitte, verlange nicht sowas von mir!”

Mir fiel die Kinnlade herunter. Mein Mann hat Skrupel, Tampons für mich zu kaufen! Nun ja, wir reden hier über einen Mann, der zum Vatertagszug bedenkenlos den ganzen Getränkemarkt auf Räder stellen und hinter sich herziehen würde, ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, ob die Leute vielleicht denken könnten, er würde zuviel trinken.

Aber ein kleines Schächtelchen, gefüllt mit 32 gepressten Wattesticks am Faden, lassen ihn Abschied von Ruhm und Ehre nehmen.

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