Computerspiele - was spielt mein Kind da eigentlich?

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Schach: Ein Computerspiel?
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Schach: Ein Computerspiel?

Wenn in den Medien Geschichten über das Suchtpotenzial oder die gewaltfördernde Wirkung von Computerspielen zirkulieren, sind viele Eltern verunsichert und fragen: „Was spielt mein Kind da eigentlich?“ Doch Computerspiel ist nicht gleich Computerspiel und nicht jedes Spiel, das ein Kind vorübergehend fasziniert, muss gleich eine Gefährdung sein. Spezielle Lernspiele können sogar eine durchaus sinnvolle Ergänzung zu schulischen oder sonstigen Lerninhalten darstellen. Wir geben einen Überblick über die häufigsten Computerspiel-Genres.

Überblick über häufig gespielte Typen von Computerspielen:

Shooter:

Ein Computerspiel-Genre, das im Zusammenhang mit Amokläufen desorientierter Jugendlicher stark in Verruf geraten ist. Kritisiert wurden dabei vor allem die so genannten Ego-Shooter, bei denen der Spieler selbst die Perspektive des Schützen einnimmt und mit unterschiedlichsten Waffentypen virtuelle, teils sehr menschenähnliche Gegner erschießt. Bekannte Shooter sind zum Beispiel Quake und Counter-Strike, das unter dem Vorwurf steht, ein „Killerspiel“ zu sein.

Adventure- und Rollenspiele:

Die Spielmechaniken von Computer-Rollenspielen basieren ursprünglich auf den Pen&Paper-Rollenspielen, bei denen Spieler in fiktive, selbst erdachte Rollen schlüpfen und durch Erzählen und Festhalten des Spielverlaufs auf Papier Abenteuer erleben. Ort der Handlung von Computer-Rollenspielen sind wie beim Papier-Pendant meist virtuelle Fantasy-Welten mit historischen oder mythologischen Bezügen, in denen der Spieler mit Hilfe einer virtuellen Spielfigur, eines Avatars, Abenteuer bestehen oder bestimmte Missionen erfüllen muss.

Bei den Adventure- und Rollenspielen unterscheidet man zwischen den Massively Multiplayer Role-Playing Games (MMPORG) und den Action-Rollenspielen (ARPG). MMPORGs sind Internet-Spiele, bei denen unzählige von Spielern aus aller Welt eine gemeinsame virtuelle Welt bevölkern und spielerisch gestalten. Während bei MMPORGs eher langfristiger Aufbau eines Charakters und taktisches Spiel zählen, stehen bei APRGs wie „Diablo“ meist Kämpfe, Verfolgungsjagden oder schnelle Reaktionen im Vordergrund. Der komplexe, unabgeschlossene Handlungsaufbau von MMPORGs wie „World of Warcraft“ wird oftmals dafür kritisiert, Jugendliche zu exzessivem Spielen zu verleiten und die Neigung zu Realitätsflucht und Spielsucht zu fördern.

Simulationen:

Bei Computerspiel-Simulationen befindet sich der Spieler in einer virtuellen Situation, die versucht reale Sachverhalte möglichst naturgetreu nachzustellen. Verbreitet sind zum Beispiel Flug- oder Rennsportsimulationen, in denen der Spieler in Situationen als Pilot oder Formel-1-Fahrer bestehen muss. Als Lebenssimulation erlangte unter anderem das Spiel „Die Sims“ Bekanntheit, in dem der Spieler das Leben seiner virtuellen Figuren möglichst erfolgreich anhand realer Kriterien wie Karriereplanung und Aufbau von Sozialkontakten ausrichten muss. Als Lebenssimulationen gelten auch Elektronikspielzeuge wie die Ende der 90er Jahre in Europa und den USA populär gewordenen Tamagotchis, virtuelle „Haustiere“ die spezielle „Pflege“ ihrer Besitzer verlangen.

Strategiespiele:

Strategiespiele gibt es als Echtzeit-Variante oder rundenbasiert. Bei den Echtzeit-Spielen führen die Spieler ihre Handlungen gleichzeitig aus, bei rundenbasierten Spielen werden diese ohne zeitliche Begrenzung nacheinander ausgeführt. Aufgabe vieler Strategiespiele ist der taktische Aufbau einer funktionierenden Wirtschaftseinheit mit anschließender Aufrüstung, um in einer finalen Kampfphase die Spielgegner möglichst erfolgreich angreifen und vernichten zu können. Es gibt jedoch auch Strategiespiele, bei denen eine rein wirtschaftliche Überlegenheit gegenüber dem Gegner angestrebt wird, zum Beispiel vor dem Hintergrund begrenzter Rohstoffe auf einer virtuellen Karte. Gegner sind dabei entweder der Computer oder andere Online-Spieler. Bekannte Echtzeit-Strategiespiele sind unter anderem Siedler, Cossacks oder Civilization.

Jump'n Run-Spiele:

In Jump'n Run-Spielen lenkt der Spieler seine Spielfigur hüpfend, rennend oder springend durch eine virtuelle Welt und erhält Punkte für das Einsammeln von Gegenständen. Jump'n Run-Spiele gibt es auch bereits für kleinere Kinder.

Musikspiele:

Bei Musikspielen handelt es sich um eine Art von Computerspielen, deren zentrale Spielelemente sich um Rhythmus oder Musik drehen. Die Spieler müssen hierbei im Rhythmus der Musik bestimmte Aktionen ausführen, zum Beispiel Karaoke singen oder mit Hilfe eines speziellen Gitarren-Controllers bekannte Musikstücke nachspielen. Bekannte Beispiele sind unter anderem Singstar, Guitar Hero und Wii Music.

PC-Brettspiele:

Ermöglichen es dem Spieler, Brettspielklassiker wie Schach oder Backgammon am Computer gegen einen virtuellen Gegner zu spielen.

Lernsoftware:

Elektronisches Lernen oder E-Learning findet heute eine immer weitere Verbreitung. Lernsoftware gibt es inzwischen für die verschiedensten Fächer, Themengebiete und Altersstufen. Sie kann zur Unterstützung und intensiven Aufarbeitung schulischer Lernstoffe oder zur Weiterbildung eingesetzt werden. Vor allem für kleinere Kinder gibt es zudem Lernspiele, mit deren Hilfe beispielsweise die Welt der Buchstaben oder Zahlen spielerisch erschlossen werden kann.

[BS]

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