der meisten Kinder und Jugendlichen. Da diese Art von Medien heute überall präsent ist, hilft es sicherlich nicht, Computerspiele komplett verbieten zu wollen. Viel sinnvoller ist es, Kinder von Anfang an zu einem verantwortungsvollen Umgang damit zu erziehen.
Computerspiele gibt es
heute
für jedes Alter, entsprechende Angebote findet man bereits für
zweijährige Kinder. Mit dem Computer schon relativ früh vertraut zu
sein, ist in unserer computeraffinen Zeit auch kein grundsätzlicher
Nachteil. Beim Spielen am PC, so lautet heute vielfach die gängige
Meinung, können Kinder auf unterhaltsame Weise auch Fähigkeiten
erlernen, die in anderen Bereichen sinnvoll sind. Gerade sehr kleine
Kinder sollte man jedoch zunächst nur sehr eingeschränkt mit dem PC
konfrontieren. Das deutsche Bundesministerium für Familien, Frauen,
Senioren und Jugend gibt im Rahmen der Initiative „Schau hin“,
die sich mit dem Thema Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen
befasst, folgende
Empfehlungen für den Umgang mit PC-Spielen: - Kinder
im Alter von drei oder vier Jahren sollten maximal 20 bis 30 Minuten
täglich und nur unter Aufsicht der Eltern am Computer spielen
dürfen. Reizüberflutung und ein Überschreiten der in diesem Alter
individuell noch nicht sehr hohen Aufmerksamkeitsspanne gilt es
dringend zu vermeiden. Eltern müssen zudem darauf achten, dass das
Kind nicht überfordert ist.
- 45 Minuten pro Tag dürfen 7- bis
10-jährige Kinder spielen.
- Bei 11- bis 13-jährigen Jugendlichen sollte der tägliche
Zeitaufwand für Computerspiele 60 Minuten nicht übersteigen.
- Bei
Jugendlichen über 14 Jahren ist darauf zu achten, dass die tägliche
Zeit, die für PC-Spiele verwendet wird, in einem gesunden Verhältnis
zu anderen Aktivitäten steht und ausreichend Zeit für Hausaufgaben,
Lernen, Sport sowie Treffen mit Freunden und ähnlichem lässt.
Kinder- und
Jugendpsychologen empfehlen außerdem, Kindern
unter 10 Jahren keinen
eigenen PC zur Verfügung zu stellen, um eine bessere Kontrolle
gewährleisten zu können. Für einen gesunden Umgang mit
Computerspielen sei es außerdem nötig, dass Kinder zwischen Spiel
und Realität unterscheiden könnten. Diese Fähigkeit entwickele
sich aber bei Kindern oftmals erst im Grundschulalter. Ein gewisses
Maß an moralischem Urteilsvermögen müsse außerdem vorhanden sein,
um über das Gesehene und Erlebte ausreichend reflektieren zu können.
Um eine altersgerechte
Vorauswahl treffen zu können, gibt es in Deutschland die
USK
(Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle), die Computerspiele in fünf
verschiedene Altersklassen (ab 18, 16, 12, 6 oder 0 Jahre)
unterteilt. Da viele Produkte sowohl auf dem deutschen als auch auf
dem österreichischen Markt vertrieben werden, gilt diese
Alterskennzeichnung in vielen Fällen auch für Österreich. In
Österreich und der Schweiz sind zusätzlich die europaweit
verwendeten PEGI-Symbole verpflichtend. Diese geben neben einer
Angabe des erforderlichen Mindestalters unter anderem auch Hinweise
über gewaltverherrlichende, obszöne oder vulgäre Inhalte von
Computerspielen.
Die große
gesellschaftliche Akzeptanz von Computerspielen zeigt sich auch an
den Auszeichnungen `Tommi` und `Goldene Giga-Maus`, die
jährlich auf der Frankfurter Buchmesse für empfehlenswerte Spiel-
und Lernsoftware vergeben werden.
Empfehlungen des
deutsche Bundesministeriums für Familien, Frauen, Senioren und
Jugend für den täglichen Konsum von Computerspielen bei Kindern im
Rahmen der Initiative „Schau hin“:
3 – 4 Jahre: 20
bis 30 Minuten unter Aufsicht der Eltern
7 – 10 Jahre: 45
Minuten
11 – 13 Jahre: 60
Minuten
ab 14 Jahre: Zeit
am Computer muss genügend Zeit für Hausaufgaben, Sport und
Sozialkontakte lassen.[BS]