Die Schwangerschaft bringt große Veränderungen für den Körper der werdenden Mutter mit sich. Auch die Brüste sind davon betroffen - sie wachsen an und beginnen,
Bereits kurze Zeit nach der Befruchtung verändern sich die Brüste. Sie werden
ist zu spüren, was durchaus schmerzhaft sein kann. Dabei färben sich die Brustwarzenvorhöfe dunkler und durch die erhöhte Durchblutung der Brust fühlt sie sich warm an. Frauen, die Veränderungen ihres Körpers gut spüren, können dies als
erkennen.
Ab dem zweiten Trimester beginnt der
Busen deutlich zu wachsen. Die Brustdrüsen müssen auf ihre spätere
Aufgabe, das Stillen, vorbereitet werden und vermehren sich. Dafür
zuständig sind die Hormone Humanes Plazentalactogen (HPL), das in
der Plazenta gebildet wird, und Prolactin, welche die Brustdrüsen
anregen, Milch zu produzieren. Beide haben einen sogenannten bedingt
diabetogenen Effekt, das heißt, dass es dadurch zu einem
Schwangerschaftsdiabetis kommen kann.
Während der Schwangerschaft wird jede
Brust
um ca. 400 Gramm schwerer. Viele werdende Mamis tragen deshalb
kurz vor der Geburt einen BH, der ein paar Nummern größer ist als
vor der Schwangerschaft.
Bei der ab etwa dem
5. Schwangerschaftsmonat gebildeten
Milch, handelt es sich nicht um die fertige Muttermilch, sondern um
die
Vormilch. Diese dient dazu, das Neugeborene in den ersten Tagen
nach der Geburt zu ernähren, bis der Milcheinschuss erfolgt und die
reife Muttermilch fließt. Schon während der Schwangerschaft können
einige Tropfen oder auch mehr Milch austreten.
Um den Brustwarzenvorhof bilden sich
kleine sogenannte Montegomerische Drüsen, die bestimmte Öle
ausscheiden, um die Brustwarze geschmeidig und widerstandsfähig zu
machen. Zu starkes Reiben der Brustwarzen gegen Ende der
Schwangerschaft ist dafür bekannt, Wehen auslösen zu können.
Tipps für die Pflege
Nicht nur am Bauch, auch am Busen
können
Schwangerschaftsstreifen auftreten. Vorbeugend hilft hier das
Einmassieren eines Öls oder einer Creme. Dabei die Brustwarzen
aussparen, da sie sonst zu weich werden. Ein
gut sitzender und
stützender BH ist sehr wichtig, damit das Bindegewebe nicht noch mehr
strapaziert wird.
Zur
Vorbereitung der Brustwarzen aufs
Stillen hilft eine Massage mit einem Waschlappen oder rauhen
Handtuch. Das hilft dabei, sie abzuhärten. Sind sie sehr trocken und
ist die Haut rissig, schafft ein paar Tropfen Johanniskrautöl
Abhilfe. Bei Hohl- oder Flachwarzen sollte früh anfangen werden, sie
zum Beispiel mit einem Brustwarzenformer optimal aufs Stillen
vorzubereiten.
[LL]