Bettnässen - Ihr Kind ist nicht das einzige!

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Ihr Kind ist nicht das Einzige!
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Ihr Kind ist nicht das Einzige!

Ist ein Kind noch ein kleines Baby, interessieren sich in der Regel alle Familienmitglieder und Bekannte für dieses kleine Wesen. Dies ist die Zeit der interessierten Anteilnahme an allem, was dieser Zwerg so macht, und bei jedem Entwicklungsschritt wird mitgefeiert und mitgefiebert.


Doch die gleichen lieben Menschen heben oft - sobald etwas nicht so läuft wie erwartet - plötzlich warnend den Zeigefinger, sobald sie etwas beobachten, was in ihren Augen ein drohender Misserfolg zu sein scheint. Man bekommt jede Menge gut gemeinte und oft kritische Ratschläge. „Sollte dieses Kind tatsächlich mit so viel Brei gefüttert werden?“ oder „Müsste Johanna nicht schon längst krabbeln?“ und „Sollte das Kind nicht schon längst trocken sein?“

Letzteres, also das Trockenwerden wird in der heutigen Gesellschaft sehr hoch bewertet. Gerade dies ist der Bereich, in dem Eltern am meisten bemüht sind alles richtig zu machen. Man beginnt relativ früh diesen Entwicklungsschritt vorzubereiten, aber ob man richtig gehandelt hat, zeigt sich erst Monate oder sogar Jahre später.

Hat ein Kind seinen fünften Geburtstag hinter sich und nässt es nachts immer noch regelmäßig ein, wird dies von den meisten Familienmitgliedern, Bekannten und selbst von den Eltern als Problem bewertet. Die emotionalen Reaktionen sind dabei sehr unterschiedlich, je nachdem, wie lange dieses „Problem“ bereits besteht und wie viele Maßnahmen man bereits unternommen hat.

Viele sind verzweifelt, suchen den Fehler bei sich und ihren Erziehungsmethoden. Andere werfen dem Kind bewusst oder unbewusst Unfähigkeit vor („Das ist etwas ganz einfaches, das schafft doch jedes Kind, nur mein Niklas nicht!“) oder machen sich Sorgen, dass das Kind in der Zukunft ein Versager wird („Wenn DAS schon nicht klappt, wie wird es werden, wenn das Leben meinem Kind wirkliche Herausforderungen stellt?“)

Das sind sehr heftige Reaktionen, obwohl das Problem oft erst dadurch ein Problem wird, indem man es als solches betrachtet. Das Kind leidet ohnehin schon darunter, immer wieder im nassen, kalten Bett aufzuwachen und dabei zuzuschauen, wie die Bettwäsche gewechselt und ihm ein neuer Pyjama angezogen wird. Wenn es dann die unbewussten oder sogar offen ausgesprochenen Vorwürfe von den Eltern spürt, fühlt es sich möglicherweise tatsächlich wie ein Versager und das Problem verstärkt sich. Bettnässen ist –sofern körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können- oft ein Problem mit dem eigenen Selbstwertgefühl (siehe Artikel „Mögliche Ursachen von Bettnässen" in Linkbox).

Doch Bettnässen ist nicht nur das Problem des eigenen Kindes, denn jedes zehnte Kind im Alter von 5 bis 15 Jahren nässt nachts regelmäßig ein. Anstatt sein Kind also als „undicht“ zu bewerten, sollte man das ganze Kind und nicht nur seine Blase betrachten.

Dazu ein Tipp: Nehmen Sie sich Zeit und setzten Sie sich in Ruhe hin. Schreiben Sie eine Liste darüber, was Ihr Kind ganz besonders gut kann. Es kann schön singen, es kann Sie zum Lachen bringen, es hat gute Noten, es springt am weitesten im Kindergarten, es kann Schifahren, usw.. Sie werden sofort feststellen, wie lang die Liste ist und was für ein liebenswertes und tolles Kind Sie haben, das zwar einiges noch nicht kann (es nässt z.B. regelmäßig ins Bett), aber trotzdem ein ganz besonderer und wertvoller Mensch ist!

[mmh]

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