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Beikost und Kuhmilch?



Mit dem Zeitpunkt der Einführung von Beikost in die Ernährung des Babys, stellen sich Eltern oft die Frage, ob Kuhmilch für die Ernährung ihres Kindes geeignet ist. Es gibt keine weltweit einheitliche Empfehlung für die Einführung von Kuhmilch in die Beikost. Selbst die Meinungen von Experten sind widersprüchlich.

Aus diesem Grund sind sowohl Empfehlungen für die Gabe von Kuhmilch ‚ab einem halben Jahr’ und ‚ab einem Jahr’  zu finden. Im Folgenden können sich interessierte Eltern selbst ein Bild machen und entscheiden, was für ihr Baby das Beste ist.



Milch eingießen
Kuhmilch für Babys?
Um das Allergierisiko zu senken, empfehlen viele Experten, Kuhmilch nicht vor Ende des ersten Lebensjahres einzuführen. Neueste Studienergebnisse kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass eine frühe Einführung aller Lebensmittel (in geringen Mengen) das Immunsystem schult und so das Allergierisiko senkt.

Empfehlungen für die Gabe von Kuhmilch an Säuglinge (im deutschsprachigen Raum):

  • Vor dem vollendeten 6. Lebensmonat sollte dem Säugling keine Kuhmilch gegeben werden.
  • Kuhmilch muss langsam in die Ernährung eingeführt werden.
  • Je nach Gesundheit des Säuglings kann ab einem halben Jahr Kuhmilch zur Herstellung des Babybreis verwendet werden.
  • In größeren Mengen oder als Flaschenmilch wird Kuhmilch erst nach dem 1. Lebensjahr gegeben.
So kann Kuhmilch langsam eingeführt werden: 

  1. Am Anfang nur zu einer Mahlzeit Kuhmilch geben.
  2. Zuerst die Milch verdünnt geben: 1Teil Milch und 2 Teile Wasser.
  3. Die Verdünnung langsam weniger werden lassen.
  4. Das Kind genau beobachten: Konsistenz und Geruch vom Stuhl, Hautreizungen  oder Blähungen können eine Zeichen für Unverträglichkeit sein.
  5. Erst wenn das Kind keine Unverträglichkeitsreaktionen zeigt, darf die Milch unverdünnt gegeben werden.
  6. Statt Kuhmilch kann zu Beginn Joghurt gegeben werden. Viele Kinder vertragen Joghurt besser.
VORSICHT: Wenn Kuhmilch innerhalb der ersten 6 Monate gegeben wird, sind damit viele Risiken verbunden. Denn reine
Kuhmilch ist im Vergleich zur Muttermilch reicher an Mineralstoffen (Salzen) und enthält viel artfremdes Eiweiß. Aus diesem Grund kann es beim Säugling zu folgenden Beschwerden kommen:



1. Allergie:

Bei zu früher Gabe von Kuhmilch kann das Allergierisiko ansteigen, da der Körper des Babys mit dem ihm fremden Eiweiß schwer umgehen kann.



2. Eiweißversorgung:

Kuhmilch hat einen sehr hohen Proteingehalt und dies kann die Niere des Säuglings belasten sowie die Insulinausschüttung negativ beeinflussen.



3. Eisenversorgung:

Der Konsum von Kuhmilch hat einen Einfluss auf den Eisenstoffwechsel des Säuglings. Durch den hohen Casein- und Calciumgehalt der Kuhmilch wird die Eisenaufnahme im Körper gehemmt. Aber gerade beim Baby ist eine ausreichende Eisenversorgung für die gesunde Entwicklung sehr wichtig.



4. Kuhmilch hat einen geringen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche für die Gesundheit und Entwicklung des Gehirns von großer Bedeutung sind.





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