Wichtig bei dieser Entscheidung ist, dass die Eisenversorgung, dieses Spurenelement sorgt für den Sauerstofftransport im Körper, permanent gesichert ist. Nach fünf bis sechs Monaten ist der Eisenspeicher der Kleinen fast gänzlich aufgebraucht. Und Fleisch ist und bleibt der beste Eisenlieferant.
Allerdings gibt es viele pflanzliche Lebensmittel, die Eisen enthalten. Auch wenn dieses für den Körper deutlich schwieriger aufzunehmen ist. Besonders viel Eisen steckt zum Beispiel in Vollkorn-Produkten wie Hafer oder in grünem Gemüse wie Brokkoli und Spinat. Man muss nun aber darauf achten, dass das Eisen aus vegetarischen Nahrungsmitteln für das Kind besser verwertbar wird. Dies erreicht man, indem man dem Essen Vitamin C zusetzt. Eltern, die komplett auf fleischlos setzen wollen, müssen den Getreidebreien also konsequent Vitamin C reiches Obst oder Gemüse beimengen. Dafür eignen sich etwa Orangensaft, Brokkoli oder Blumenkohl.
So kann der Brei aus Gemüse-Kartoffel-Getreide den sonst üblichen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ersetzten. Diese Breie kann man selbst machen oder fertig im Supermarkt kaufen. Aber Achtung, gerade bei den fertigen Breien ist der Vitamin C Anteil häufig zu gering. Milch oder Milchprodukte dürfen nicht in den Brei. Denn bei gleichzeitiger Aufnahme von Milchprodukten und Vitamin C reicher Kost verschlechtert sich die Eisenverwertbarkeit. Die Mamiweb-Ernährungsberaterin verrät uns worauf man bei vegetarischer Beikost achten sollte.
Ganz auf Milch sollten Vegetarier aber nicht verzichten. Eine komplett vegane (rein pflanzliche) Ernährung ist für Große schon nicht empfehlenswert, für die Kleinen aber nur mit kompetenter Beratung möglich. Säuglinge und Babys benötigen in der Regel ihre Milchnahrung. Diese kann durch besonders langes Stillen gesichert werden.
Mit gut abgestimmter Nahrung können Kinder also auch fleischlos groß werden. Doch könnten Eltern ihre Kinder diese Entscheidung im Zweifel später auch selbst treffen lassen.