Beckenendlage: Was heißt das?

beckenendlage
Bei der Beckenendlage befindet sich der Säugling in seitenverkehrter Position.
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Bei der Beckenendlage befindet sich der Säugling in seitenverkehrter Position.

Beckenendlage bei der Geburt

Bei der Beckenendlage befindet sich der Kopf des Fötus unter dem Rippenbogen der Mutter, während der Steiß dem Becken der Mutter zugewandt ist. Diese Position wird auch als Steißlage bezeichnet.

Es gibt verschiedene Formen der Beckenendlage:

  • Reine Steißlage: Beide Beine sind hochgeschlagen, häufigste Form
  • Steiß-Fuß-Lage: Beide Beine in der Hocke
  • Fuß- oder Knielage: Nur ein Bein in Hocke, Knielage oder Fußlage

Gründe für die Lageanomalie

Bei etwa 3 bis 5 Prozent der Geburten wird das Kind in der Beckenendlage ausgetragen. Für diese Lageanomalie kann es verschiedene Ursachen geben:
  • Da der Säugling erst gegen Ende der Schwangerschaft die Kopflage einnimmt, kommen besonders Frühgeburten häufig in dieser Lage zur Welt
  • Die Fruchtwassermenge ist zu gering oder zu hoch
  • Die Plazenta ist ungünstig positioniert
  • Eine sehr schlaffe Gebärmutterwand - was häufig bei Frauen auftritt, die mehrmals in Folge schwanger werden
  • Eine sehr straffe Gebärmutterwand - was häufig bei Frauen auftritt, die im hohen Alter schwanger werden
  • Fehlbildungen des Kindes
  • Ein zu großes Kind beziehungsweise ein zu großer Kopf
  • Die Nabelschnur ist zu kurz oder umschlingt das Kind

Kann sich das Kind noch drehen?

Bis zur 37. Schwangerschaftswoche ist eine Wendung des Babys möglich. Hierzu gibt es verschiedene Verfahren, wie zum Beispiel die Wärmeakkupunktur, die Taschenlampen-Methode, die äußere Wendung (an bestimmte Bedingungen geknüpft) und die „indische Brücke“ (eine Lagerungsübung).

Lesetipp: Anzeichen, dass die Geburt losgeht.

In einigen Fällen, wie etwa bei der Fuß- oder Knielage, ist ein Kaiserschnitt erforderlich. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Kaiserschnitt müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, denn bei beiden Möglichkeiten bestehen Risiken.

Auf Empfehlung des Arztes hören

Nach genauer Aufklärung durch den Arzt sollte deshalb die Methode gewählt werden, die für Mutter und Kind das geringste Risiko birgt.

Lesetipp: Welche Risiken birgt der Kaiserschnitt?

In unserem Magazin kannst Du noch mehr Informationen über die Beckenendlage lesen.

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