Während der Schwangerschaft verändert
sich der Körper und bereitet sich auf die Geburt vor. Je größer
das Kind ist, desto mehr Platz braucht es im Mutterleib. Dieser Platz
wird unter anderem dadurch geschaffen, dass sich die Muskeln des
Beckenbodens nach unten und zur Seite dehnen. Bis zur Geburt sind sie beinahe nur mehr papierdünn, was sie auf eine
harte Probe stellt. Den Anforderungen von Schwangerschaft und Geburt ist ein trainierter Beckenboden daher viel besser gewachsen. Wird er aber nicht genügend gestärkt, so
drohen Probleme wie eine Blasenschwäche.
Schuld für die Dehnung des
Beckenbodens ist das Schwangerschaftshormon Progesteron, das Muskeln
und Bindegewebe für die Geburt dehnbar macht. Das geschieht bereits
ab der 12. Woche. Schon während der Schwangerschaft sollte man keine
falsche Scheu haben und die Muskeln durch spezielle Übungen
und Gymnastik stärken. Dies erleichtert zudem den Geburtsvorgang, den die
Gebärende dann aktiver mit gestalten kann. Zudem wird einem Dammriss
vorgebeugt.
Ein kräftiger Beckenboden entlastet
auch die Rückenmuskeln während der Schwangerschaft, die die
zusätzlichen Kilos im Bauch mittragen müssen. Er stützt die
Gebärmutter und trägt zur besseren allgemeinen Fitness
der werdenden Mutter bei. Um den Beckenboden nicht noch mehr zu
belasten, sollte die Schwangere besonders im letzten
Schwangerschaftsdrittel nicht zu schwer heben, langes Stehen
vermeiden und sich öfters in Rückenlage hinlegen.
Das Beckenbodentraining ist fester Teil
jeder Schwangerschaftsgymnastik. Deshalb ist eine Teilnahme an einem
solchen Kurs unbedingt zu empfehlen. Die werdende Mutter muss dabei
keine Bedenken haben, dass die Übungen dem Kind schaden oder gar zu
einer Frühgeburt führen könnten. Die Gymnastik ist speziell für
Schwangere ausgelegt und stärkt sanft die wichtigen Muskelgruppen.
[LL]