Babys und Schreien

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Baby schreit
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Baby schreit

Jedes Baby schreit mal und jede Mutter weiß aus eigener Erfahrung wie hilflos man manchmal gegenüber dem Schreien sein kann, wenn man nicht weiß, warum das Baby schreit. Babys schreien nie grundlos und wir tun uns leichter, wenn wir nach wenigen Tagen oder vielleicht Wochen das Schreien der Babys richtig deuten können. Je genauer wir das Baby beobachten und je besser wir es kennen lernen, umso besser werden wir wissen, was dem Baby fehlt.

Das Baby schreit - Erfahrungen von Müttern

Im Rahmen des Mamiweb Newsletters haben wir Mütter zum Thema Schreien befragt.

  • Welche Erfahrung hast du mit deinem Baby gemacht?
  • Hat es viel geschrien?
  • Wie konntest du dein Baby am besten beruhigen?
Hier findest du die Erfahrungsberichte:

Elifain: Ich denke unsere ersten Lebensmonate kann man nicht mit anderen vergleichen, da wir zu den wenigen gehören die ein Schreibaby haben bzw. hatten. Dies ging über ein halbes Jahr hinaus. Schreien war bei uns Rund um die Uhr angesagt. Ruhig wurde unser kleiner Mann bei Mama auf dem Arm und am besten beim Laufen. Wir waren nachts mit dem Kinderwagen unterwegs, damit er etwas Schlafen konnte und wir einmal etwas Ruhe. Wir haben dann diesen Puck Sack Swaddle Me verwendet, was ihm sehr geholfen hat. Er schlief allerdings immer noch nur in meinem Arm. Wenn ich auf Toilette musste ich ihn mitnehmen, da es sonst ewig gedauert hätte, ihn wieder zum schlafen zu bringen. Eine große Hilfe war auch das Tragetuch. Dort schlief er dann auch ein während ich den Haushalt machte. Ich habe mich dann meist danach so auf die Couch gesetzt und auch ein wenig gedöst, solange er dort drin schlief. Wir hatten auch eine Rettung in Form dieser Babysan Schaukel von Fisher Price. Durch die beruhigenden Bewegungen schlief er ein. Das war schön für uns und unser Sohn war danach leicht ausgeglichener. Wir sind mit 6 Monaten in eine Schrei- Fütter- und Schlaftherapie gegangen, die uns sehr geholfen hat. Nun ist er in 4 Tagen 2 Jahre alt und wir sind noch in Behandlung. Wir haben viel geschafft, z.B. dass er auch alleine einschlafen kann. Wie schwer diese Zeit war und wie oft ich verzweifelt heulend in der Ecke saß, ich würde die Zeit nie wieder missen wollen, da es uns sehr geprägt hat. Und darüber hinaus, wüsste man nicht ob unser Sohn genauso sein würde wie jetzt. Zu meiner Schande muss man aber auch gestehen, dass man manchmal neidisch auf die anderen Mamis war. Die Babys waren so ruhig, haben geschlafen. Während ich beim Arzt rumlaufen musste oder den Babysafe im Auto schütteln musste bei einer roten Ampel, waren die anderen im Babysafe und schliefen oder schauten seelenruhig umher. Wie gesagt, ich kann bei den ersten Wochen bzw. Monaten so nicht mitreden, da bei uns wie bei manchen anderen eine Ausnahmesituation besteht.

Isabel: ich sehe das ähnlich. Ein Baby lässt man nicht schreien. Wenn man sich sicher ist das es keinen Hunger, keine volle Windel oder Schmerzen hat, dann schreit das Kleine nach Nähe. Ich habe meinen Willi dann ins Tragetuch genommen und schon war die Welt in Ordnung. Natürlich musste ich mir auch anhören, ich solle den Kleinen nicht verwöhnen. Ich bin mir aber sicher, dass man ein Kind mit Nähe, Geborgenheit und viel Liebe nie verwöhnen kann, sondern ganz einfach seinem Instinkt folgt.

Myriam: Unser Sohn hat abends auch viel geweint und ich habe mich immer gefragt warum? Hat er Hunger? Ist er übermüdet? Falscher Zeitpunkt ihn ins Bett zu bringen? Bin ich zu unruhig? Und, und, und. Jetzt wissen wir, dass im der Ablauf des Tages nicht gepasst hat. Noah braucht jeden Tag einen gleichen (zumindest ungefähren) gleichen Ablauf. Jetzt machen wir seit ein paar Wochen das gleich Abendritual und das Weinen ist weg. Außerdem haben wir einen Hängematte in seinem Zimmer angebracht (es ist mehr so eine Art Hängestuhl) in den wir uns reinsetzen ein Buch lesen und kuscheln. Dann stille ich ihn und er schläft in dem Schaukelsessel ein und dann lege ich ihn hin und er ist zufrieden. D.h. morgens, mittags und abends wenn er schlafen soll gehen wir in diesen Schaukelstuhl. Er weiß dann schon Bescheid. Den Hängesessel kann ich nur empfehlen.

Dagmar: Jana hat im Alter von 6 Wochen angefangen abends um 18 Uhr (fast täglich, pünktlich) zu schreien. Täglich ununterbrochen bis zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens. Sie ließ sich durch nichts beruhigen: ich habe sie im Arm in den verschiedensten Stellungen herumgetragen, im Tragetuch, auf dem Rücken, bin mit ihr auf dem Schoß auf dem Gymnastikball geschaukelt und gehüpft, habe sie im Kinderwagen draußen bei Nacht herumgefahren, habe sie im Auto im Maxi-Cosi herumgefahren, Spieluhr, Musik, absolute Ruhe, gestillt, habe sie alleine im Stubenwagen im Schlafzimmer versucht zur Ruhe zu bringen, wenn ich erschöpft war, hat mein Mann übernommen, da wurde es noch schlimmer, sie hat nicht vor Erschöpfung aufgehört zu schreien, sondern gebrochen und dann noch lauter weitergeschrien, habe ihr Sab Simplex, Lycopodium (hat 2 Abende lang gewirkt!), Osanit gegeben, bin im Laufe der Wochen und Monate beim Kinderarzt, einer Mitarbeiterin der Schreibabyambulanz ("das ist nur eine Phase"), Babymassage und Osteopathin gewesen - nichts hat ihr Schreien auch nur ansatzweise gemindert. Wenn ich sie hingelegt habe wurde es noch schlimmer. Dadurch habe ich 9 Monate lang mit ihr auf dem Bauch/Brust im Sitzen geschlafen, damit sie aufrecht schlafen konnte. In der Zeit in der sie nicht geschrien hat, war sie auch sehr quengelig und hat tagsüber vielleicht mal ne halbe Stunde am Stück geschlafen, ohne dass ich mich um sie kümmern musste. Dadurch wurde unser Familienleben einer ziemlich harten Prüfung unterzogen. Mein Sohn, der damals 2 Jahre alt war, zog sich völlig zurück, weil er "das Geschrei nicht mehr hören" konnte. Dann, mit 9 Monaten, trat eine allmähliche Besserung ein, die Schreiphasen wurden langsam kürzer oder sie hat zwischendurch sogar mal Pausen eingelegt. Als sie 1 Jahr alt war, war es endlich überstanden. Ich bin jetzt Tante geworden - schön, aber wenn ich den Kleinen auf dem Arm hab und er fängt an zu quengeln, muss ich ihn sofort abgeben, sonst dreh ich durch.

Nicole: Unsere ältere Tochter hat auch von 19-23 Uhr geschrien. Ich war oft sehr verzweifelt und hab dann, wenn es gar nicht ging, mal für 5 Minuten den Raum verlassen um erst mal durchzuatmen. Das ging die ersten drei Monate und wir haben versucht sie zu beruhigen, indem wir auf dem Hüpfball gesessen haben. Da ging es. Dann bekamen wir von Freunden eine Babyschaukel und in der ist sie dann ohne Probleme eingeschlafen. Unser Arzt sagte immer sie sei sehr weit in der Entwicklung. Ich dachte immer, wir machen was falsch bzw. sie ist gefangen in einem Körper der das noch nicht kann was sie schon will. Aber jetzt bei der zweiten Tochter ist es nicht so mit dem Schreien. Sie ist irgendwie ausgeglichener und ruhiger. Und ich denke wir sind es auch, was sich sicher überträgt. Beim ersten Kind hat man doch mehr Angst was falsch zu machen und das überträgt sich sicher auch auf das Baby. Wenn unsere Kleine aber wirklich mal schreit, obwohl sie satt ist, ausgeschlafen und frisch gewickelt, braucht sie oftmals einfach nur viel Nähe. Wir probieren dann einfach mal ob wir nur mit ihr reden oder Grimassen schneiden sollen. Oder ob sie auch mal einfach nur alleine liegen will und ihre Ruhe vor uns haben mag. :-) Manchmal legen wir uns einfach neben sie und halten ihre Hand oder legen unsere Hand auf ihren Bauch. Das beruhigt auch oft. Manche Eltern haben das aber auch umgedreht. Das erste Kind ganz ruhig und das zweite schreit mehr und braucht mehr Aufmerksamkeit. Immerhin sind sie doch alle kleinen Individuen mit eigenem Charakter.

Flakers: Mein kleiner Schatz war die ersten 4 Wochen ein richtiger Engel, doch dann ging es plötzlich los, dass er vor allem in den Abendstunden absolut nicht zu beruhigen war. Meine Nerven lagen blank und ich wusste nicht, was ich noch unternehmen sollte um den kleinen zu beruhigen. Ich bin dann auf den Buchtipp "So beruhige ich mein Baby" gestoßen und habe mir das Buch sofort bestellt. Das Buch ist wirklich ein Segen. Zusammen mit dem Tragetuch haben wir nun wieder ein glückliches Baby. Ich habe festgestellt, dass ich meinen kleinen Schatz schlichtweg einfach überfordert habe. Wenn er wach war, glaubte ich mein Baby ständig beschäftigen zu müssen und ihm viele Sachen zeigen zu müssen, aber damit kommt so ein kleines Wesen in den ersten Wochen einfach noch nicht klar und diese Überforderung zeigte er dann Abends in tosendem Geschrei. Das Buch hat mir die Augen gründlich geöffnet. Wir lassen die Tage mit unserem Baby schön ruhig verlaufen, wir haben die Besuche von Leuten stark eingeschränkt, spätestens nach 1,5 Stunden Wachphase muss unser Baby schlafen und Abends ab spätestens 22Uhr wird nicht mehr mit dem Baby geredet - auch nicht gesungen. Natürlich ist das Tragetuch nicht mehr wegzudenken. Unser Baby findet oft sehr schwer in den Schlaf, egal zu welcher Tageszeit, und dann steck ich ihn einfach in das Tragetuch und er schlummert sofort selig ein. Jetzt ist unser Schatz 7 Wochen alt und wieder der brave Engel wie Anfangs. Wenn wir uns an die paar Regeln halten geht’s unserem Baby richtig gut und natürlich uns Eltern dann auch.

Gisy: Mein Sohn Luca hat die ersten 6 Wochen grundsätzlich von 21-24 Uhr geschrien. Ich konnte machen was ich wollte, nichts hat ihn beruhigt. Am Ende ist er dann auch jedes Mal vor Erschöpfung eingeschlafen. Ich hatte zum Glück viel Unterstützung von meinen Eltern und meinem Lebensgefährten. Wir sind von Arzt zu Arzt, bis beim Orthopäden herausgekommen ist, dass er das Kiss-Syndrom hat. Das Kiss-Syndrom ist ein verschobener bzw. gestauchter Wirbel im Halsbereich. Der Orthopäde hat ihn dann eingerenkt und danach hatte ich ein völlig anderes Kind zu Hause. Er schrie nur noch wenn er Hunger hatte oder Nähe wollte... wenn ihr also nicht wisst warum euer Kind schreit und ihr nicht daran glaubt, dass es die "3-Monats-Koliken" sind, dann macht einen Termin beim Orthopäden. Es kann sich wirklich lohnen!

Ann: Ich kann ein Lied davon singen! Unsere kleine Johanna hat auch viel geschrienen (und tut es nun auch manchmal noch sehr gerne)! Zu Anfang lag sie noch eine ganze Woche auf der Intensiv-Station und ich war dank eines Kaiserschnittes auch außer Gefecht gesetzt! Als wir dann nach Hause kamen, war die Umgewöhnung an unser Zuhause der erste, große Schritt den wir alle meistern mussten! Zum Glück ist mein Freund da von der Natur aus mit "dickerem Fell" ausgestattet worden! Der hat Sie dann immer in einem anderem Zimmer mitgenommen und getröstet, solange bis Sie dann wieder eingeschlafen war! Und dann hatte Sie anscheinend auch immer Durst od. Hunger bzw. schaute immer so viel herum, bis Sie total überreizt und übermüdet war! In solchen Situationen war ich immer total verzweifelt, wusste nicht wie ich Ihr bloß helfen konnte. Ich habe dann den Tipp meiner Hebamme befolgt, die mir riet, Sie immer zu stillen, meistens am Tage an der Brust einschlafen zu lassen und Sie dann "gepuckt" sicher schlafen zu legen! Und als Johanna dann älter wurde, bin ich immer sehr große Runden in unserem Dorf bei Wind und Wetter spazieren gegangen! Mittlerweile ist Sie schon fast ein Jahr alt und schreit wirklich nur noch, wenn ein Zähnchen sich im Kiefer bewegt bzw. durchbricht oder man irgendwie krank geworden ist. Mich belastet es zwar noch immer und ich mache mir tausende von Gedanken, um die Gründe herauszubekommen, warum manchmal wieder ein Schreittag in unser Leben einbricht, aber solange Johanna sich durch Sprache noch nicht ausdrücken kann, muss ich ihr Kommunikationsmittel einfach akzeptieren! So hart es auch für mich ist!

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