Babys Entwicklung

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Neugierig auf das Leben
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Neugierig auf das Leben

Gerade in den ersten 24 Monaten scheint die Entwicklung des Babys mit Schallgeschwindigkeit voranzuschreiten. So schnell, dass die Eltern oft nur staunen können.

Aber schließlich will viel entdeckt werden auf der großen weiten Welt. Um diesem Forscherdrang nachgehen zu können, drückt das Baby in seiner Entwicklung ordentlich aufs Gas. Das Ultraschallbild ist Vergangenheit (mehr zum Ultraschall in der Schwangerschaft kannst Du übrigens in unserem Beitrag "Ultraschall in den SSW" nachlesen. Jetzt macht die Motorik große Fortschritte, die Sprache bildet sich langsam heraus, die Wahrnehmung über die Sinnesorgane wird präziser. Und nicht zu vergessen: Jeder Schritt in der Entwicklung des Babys ist auch ein Schritt in Richtung Identitätsbildung.

Vom Plappern bis zum ersten Schritt

Das Schreien geht in Plappern über. Aus dem ersten Plappern werden Zweiwortsätze. Aus dem angeborenen Greifmechanismus entwickelt sich der Pinzettengriff. Dieser wird weiter perfektioniert, bis Tassen gehalten und Buchseiten umgeblättert werden können. Zum Lächeln gesellt sich das Klatschen und dann das Winken hinzu und aus vergnügtem Strampeln werden die ersten selbständigen Schritte. Das ist ziemlich beeindruckend. Und immer mit dabei: die Eltern. Die Beziehung zu ihrem Sprössling ist die Grundlage seines Lebens.

Das Säuglingsalter wird in 2 Phasen geteilt

Phase 1: Die Neugeborenenzeit (bis zum dritten Monat)

Phase 2: Die Zeit des kompetenten Säuglings (ab dem dritten Monaten bis zu einem Jahr)

Die erste Phase der Entwicklung

In der 1. Phase muss sich das Neugeborene an die neue Welt außerhalb des schützenden Mutterbauches gewöhnen. Es muss eigenständig atmen, Herz und Kreislauf müssen reguliert und die Körpertemperatur stabilisiert werden. Die Nahrung bekommt es auch nicht mehr über die Plazenta mit Hilfe der Nabelschnur. Das Neugeborene muss aktiv Muttermilch zu sich nehmen und das Saugen an der Brust der Mutter trainieren. Das ist ziemlich viel auf einmal und strengt unglaublich an. Viele Kinder schlafen während des Stillens immer wieder ein. Erste Motorikversuche sind zu beobachten. Hat sich das Baby selbst organisiert, bekommt nun auch die Umwelt mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Das visuelle Interesse des Neugeborenen nimmt zu. Das Gesicht des Gegenübers wird ausgiebig studiert – es ist meist nah genug. Zu diesem Zeitpunkt sieht das Neugeborene nämlich nur auf 20 bis 25 Zentimeter Entfernung und bei mittlerer Helligkeit relativ scharf. Das ist auch der Grund, warum es deutliche Konturen bevorzugt. Hat eine Form sein Interesse geweckt, folgt das Neugeborene ihr mit den Augen und dem Kopf. Vertrautheit und Neuigkeit sind dabei Voraussetzungen für die Aufmerksamkeit. Zudem lassen sich die ersten Lallversuche vernehmen.

Die zweite Entwicklungs-Phase

In der 2. Phase ab drei Monaten wird das Baby bei der Entdeckung seiner Umgebung aktiver. Sichtbarkeit und Kausalitäten sind Kriterien für die Aufmerksamkeit des Babys. Es kann Reizpunkte fixieren und ihnen mit seinem Kopf folgen – da es den Kopf nun auch länger oben halten kann. Der Greifmechanismus wird weiter ausgebaut und ab dem 4. Monat verbinden sich Schau- und Greifraum zu einem Aktivitätssystem. Das heißt, dass Baby sieht etwas und greift ganz gezielt danach. Und kaum ist das Kind ein halbes Jahr alt, kann es auch schon frei sitzen. Aber vom Sitzen alleine lässt sich keine Umgebung erforschen – also: Krabbeln was das Zeug hält. Und wenn es das Objekt seiner Begierde dann erreicht hat, wird es beglückt mit beiden Händen ergriffen.

Mit acht bis zehn Monaten wird die Fortbewegung kreativer. Es wird gerollt, gerobbt, gekrabbelt und gerutscht. Im Sitzen beugt sich das Kind weit nach vorne. Babys sind unglaublich dehnbar. Auf den kommenden Entdeckungsreisen macht das Baby schließlich seine ersten Raumerfahrungen. Die Orientierung im Raum wird durch die vielen Erkundungen immer besser. Die Neugier für Unbekanntes wächst ebenso wie die Freude an Entdeckungen. Voraussetzung: Das Baby kann sich immer der Nähe der Mutter sicher sein. So fühlt es sich beschützt, obwohl es zum ersten Mal eine räumliche Distanz zwischen sich und der Mutter aufbaut. Der suchende Blick zurück zur Mutter will ihre Anwesenheit immer bestätigt wissen. Das Baby entwickelt nun langsam Vorstellungen von den Gegenständen seiner Umwelt und beginnt, gezielt nach ihnen zu suchen. Es ist sich ihrer Existenz bewusst, auch wenn es sie nicht sieht (Objektpermanenz). Mit einem Jahr kann es sich an Gegenständen hochziehen und seine ersten Gehversuche unternehmen. Das ist wichtig, denn schließlich möchte es noch viel mehr erkunden und das geht auf den eigenen kleinen Füßchen besonders gut. Für die Eltern heißt das: Den Sprössling immer im Auge behalten und ihn tatkräftig bei seinen Erkundungen unterstützen.

[AKL]

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