Babymilch selbst herstellen

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Die Milch für das Baby kann auf einfache Art und Weise selbst hergestellt werden. Jedoch ist die eigene Herstellung von Babymilch mit einigen Risiken verbunden.

Besonders in den ersten Lebensmonaten ist die hygienisch einwandfreie Zubereitung der Milch von sehr großer Bedeutung für die Gesundheit des Babys. Auch die optimale Nährstoffzusammensetzung muss gegeben sein, damit sich das Baby ideal entwickelt. Bei der eigenen Herstellung von Babymilch ist es deshalb zwingend notwendig, dass Eltern sich genau an die von Experten empfohlene Zubereitung halten.

Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund (FKI)

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKI) in Dortmund rät von der eigenen Herstellung von Säuglingsmilch ab. Das Risiko für eine Infektion aus mangelnder Hygiene, oder einer Fehlernährung ist zu groß. Für all jene, die Säuglingsmilch selbst herstellen wollen, empfiehlt das FKI eine Halbmilch mit Fett- und Kohlenhydratanreicherung (Rezept siehe unten).

Mögliche Gefahren bei der eigenen Herstellung von Säuglingsmilch

Industriell hergestellte Säuglingsmilch (Prenahrung) ist im Gegensatz zu selbst hergestellter Milch in der Zusammensetzung genau an die Muttermilch angepasst. Eine selbst hergestellt Milch kann die ernährungsphysiologische Qualität einer industriell hergestellten Milch nicht erreichen.
  1. Nährstoffmangel: Bei selbst hergestellter Babymilch besteht die Gefahr einer Unterversorgung durch die unangepasste Nährstoffzusammensetzung der verdünnten Milch. Durch das Verdünnen von Kuhmilch sinkt der Eiweiß- und Mineralstoffgehalt zu stark ab.
  2. Belastung für den Darm: Im Gegensatz zu selbst hergestellter Nahrung ist industriell hergestellte Säuglingsnahrung an die Muttermilch angepasst und für den Säugling sehr gut verdaulich.
  3. Allergierisiko: Das Risiko für die Entstehung einer Allergie ist bei der frühen Gabe von Kuhmilch (auch im verdünnten Zustand) sehr hoch. Industriell hergestellte Säuglingsmilch wird zwar ebenfalls auf der Basis von Kuhmilch hergestellt, ist aber in der Zusammensetzung so stark verändert worden, dass die Inhaltsstoffe für den Säugling gut verträglich sind.
  4. Hygiene: Selbst in einer einwandfreien Küche ist die hygienische Sicherheit, die ein Säugling benötigt, nicht gewährleistet. Gefährliche Keime sind für das menschliche Auge nicht sichtbar.

Rezept zur Herstellung von Säuglingsmilch (nach Droese, Stolley)

Das FKI gibt an, dass die einzige Alternative zu industriell hergestellter Milch die ‚Halbmilch mit Fett- und Kohlenhydratanreicherung’ ist. Sofern sich die Mutter genau an die Anleitung für die Herstellung der Milch hält, ist der Säugling mit allen Nährstoffen versorgt. Bei der selbst hergestellten Säuglingsmilch müssen die Zutaten exakt abgewogen werden, um eine optimale Zusammensetzung der Nährstoffe zu gewährleisten. Hier die Zutaten und die Zubereitung:
  • 100g Kuhmilch pasteurisiert oder ultrahocherhitzt (3,6% Fett); keinesfalls darf Rohmilch verwendet werden
  • 100g Wasser: muss frisch abgekocht werden und darf einen Nitratgehalt von 30mg/l nicht überschreiten; hohe Nitratwerte sind tödlich für den Säugling
  • 5g Stärke: Stärkepulver, ab dem 5. Monat Baby-Vollkornflocken
  • 8g Zucker: Milchzucker
  • 3g Öl: Raps- Sonnenblumen- oder Maiskeimöl. Kein kaltgepresstes Öl verwenden; das Öl sollte aus biologischer Landwirtschaft sein
  • Zubereitung: Milch und Wasser aufkochen, Stärke und Zucker einkochen, abkühlen und Öl unterrühren. Die Milch muss zu jeder Mahlzeit frisch zubereitet werden. Alle verwendeten Materialien müssen einwandfrei sauber sein.
  • Der pH Wert der Säuglingsmilch sollte über 7 betragen (in Apotheken sind pH-Messstreifen erhältlich).
  • Wichtig: Der Gehalt an Vitamin A und Vitamin C ist in der selbst hergestellten Milch gering. Aus diesem Grund sollte ab der 6. Lebenswoche 20g vitamin-C-reicher Saft (Obstsaft) und 3g vitamin-A-reicher Karottensaft pro Mahlzeit zugegeben werden.
Das FKI kann diese Milch aber nur eingeschränkt empfehlen, denn die Mütter müssen sich nicht nur sehr genau an die Zubereitung halten, auch das Risiko für die Entstehung einer Allergie ist sehr hoch. Die für die Babynahrung verwendete Kuhmilch und die frühe Gabe von Karotten- und Obstsaft fördert die Entstehung von allergischen Reaktionen beim Baby.

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