Sport in der Schwangerschaft fördert Deine körperliche Fitness und kann so typischen Schwangerschaftsbeschwerden wirksam vorbeugen. Doch nicht alle Sportarten sind auch für Schwangere geeignet. Um kein Risiko einzugehen, empfiehlt es sich daher für Dich, einen speziellen Kurs für Schwangere zu wählen, der Deine besonderen Bedürfnisse in dieser Zeit berücksichtigt. Wassergymnastik zeichnet sich als äußerst gelenkschonende und sanfte Möglichkeit der sportlichen Betätigung aus, die Schwangere trotz ihres zunehmenden Gewichts noch mit Freude ausüben können. Und auch Ungeborene reagieren nachweislich positiv darauf, von Mama im warmen Wasser herumgeschaukelt zu werden, das alle störenden Geräusche abschirmt.
Wassergymnastik ist
mindestens ebenso wirkungsvoll wie normale Schwangerschaftsgymnastik,
doch wirkt sie ganz besonders entspannend und entlastend auf den
Körper. So werden durch den Auftrieb des Wassers Gelenke und
Bandscheiben sowie die komplette Rumpfmuskulatur stark entlastet.
Dies ist eine große Hilfe bei Rückenschmerzen und Gelenkproblemen,
die aufgrund der zusätzlichen Gewichtsbelastung häufig entstehen.
Aqua-Jogging und gezielte Übungen, die im Wasser durchgehend als
weniger anstrengend empfunden werden, fördern die Ausdauer,
kräftigen Deine Muskulatur und regen den Kreislauf an. Die Bewegung
sorgt allgemein für eine bessere Sauerstoffversorgung für Dich und
Dein Baby und kurbelt außerdem den Venenrückfluss an, was die
Neigung zu Schwangerschaftsödemen und Krampfadern verringern kann.
Abgestimmte Gymnastik macht außerdem den
Beckenboden dehnfähiger
und begünstigt eine schnelle und problemlose Rückbildung des
Gewebes nach der Geburt. Ein Kurs für Schwangere wird sich zudem mit
Atemübungen beschäftigen, welche die Atmung bewusster machen
sollen. So ersetzt Wassergymnastik meist keinen
Geburtsvorbereitungskurs, kann jedoch eine optimale Ergänzung dazu
darstellen. Die Teilnahme ist meist ab der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) bis zur Geburt möglich. In manchen Kursen können auch die Partner teilnehmen. Ob Du
alleine oder zusammen mit dem werdenden Vater abtauchen möchtest,
ist also alleine Deine Entscheidung.
Bei allen Vorteilen gibt
es trotzdem einige
Punkte, die Du beachten solltest, wenn Du Dich in
der Schwangerschaft für einen Gymnastikkurs im Wasser entscheidest.
So sollte ein Kurs dieser Art, der meist einmal pro Woche
stattfindet, im Optimalfall von einer Hebamme, mindestens aber von
einer Kursleiterin mit umfassender Zusatzausbildung im Umgang mit
Schwangeren, geleitet werden. Eine überschaubare Teilnehmerzahl von
etwa 10 Personen ermöglicht es der Kursleiterin, sich gezielt um
jede einzelne Teilnehmerin kümmern zu können. Dabei steht
grundsätzlich immer der Spaß an der Bewegung und niemals
Leistungsdruck im Vordergrund. Die Wassertemperatur sollte mindestens
32 Grad Celsius betragen, damit weder Verletzungs- noch
Erkältungsgefahr besteht. Die
Beachtung der Hygiene ist allgemein
bei Schwangeren beim Besuch von Schwimmbädern besonders wichtig, um
die Entstehung von Pilzinfektionen zu verhindern. Erkundige Dich
daher im Zweifelsfall, wie oft die Umkleiden und das Wasser gereinigt
werden. Wenn du Dich einmal bereits krank oder angeschlagen fühlst,
ist es in der Schwangerschaft immer besser, den Kurs einmal
ausfallen zu lassen, ehe sich eine bestehende Erkältung womöglich
verschlimmert. Denk' immer daran, dass nichts anderes als das
Wohlergehen von Dir und Deinem Kind zählt.
Ehe Du Dich für einen
Kurs in Wassergymnastik anmeldest, ist es sinnvoll, Dich
bei Deiner
Krankenkasse nach der Kostenübernahme zu erkundigen. Krankenkassen zahlen einen normalen
Geburtsvorbereitungskurs für Schwangere, zusätzliche Programme
werden teilweise im Rahmen von Bonusprogrammen bezuschusst. Ohne
Zuschuss der Krankenkasse kosten 10 Kurseinheiten von 60 Minuten
durchschnittlich zwischen 80 und 100 Euro.
[BS]
In den überwiegend modernen Schwimmbädern findet eine automatische Wasseraufbereitung auf Ozon-Basis statt. Die Wasseraufbereitung findet ständig statt - \"altes\" Wasser raus, \"neues\" Wasser rein ... Chlor wird heutzutage nur noch zur Desinfektion eingesetzt. Schwimmbadwasser in Deutschland hat Trinkwasserqualität. Zur VORSICHT ist jedoch tatsächlich zuraten, wenn es um Sitzgelegenheiten, Wärmebänke, Beckenumläufe und Whirlpools geht. Da bitte wirklich aufpassen. Bei Fragen kann da aber jederzeit das geschulte Fachpersonal in der jeweiligen Schwimmhalle angesprochen werden. ...... LG Solo-Mami (Angestellte d. Berliner Bäderbetriebe)
von Solo-Mami am 02.12.2011 21:39