APGAR-Test und U1 – die ersten Untersuchungen nach der Geburt

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Körperliche Reifezeichen

Außerdem werden die körperlichen Reifezeichen Deines Kindes bewertet. Das sind klinische Merkmale, die dem Arzt Aufschluss über die Reife des Neugeborenen geben. Dies ist vor allem bei Frühgeburten oder Unklarheit über die tatsächliche Schwangerschaftsdauer wichtig.

Reifezeichen sind:

  • Körperlänge, Körpergewicht und Kopfumfang. Diese werden grundsätzlich nach der Geburt bestimmt und festgehalten. Als normal gelten eine Größe von 48 bis 56 Zentimeter, ein Geburtsgewicht von 2500 bis 4000 Gramm und ein Kopfumfang von 32 bis 37 Zentimeter.
  • Eine Ohrmuschel mit einem festen Knorpel bis zum Rand.
  • Beim Jungen sind die Hoden bereits in den Hodensack gewandert, beim Mädchen liegen die äußeren Schamlippen über den inneren.
  • Fingernägel bedecken die Fingerkuppe.
  • Falten an den Fußsohlen.

  • Gut erkennbare Brustdrüsen mit einem Durchmesser von etwa 10 Millimeter.
  • Fehlende Lanugobehaarung.

Die Lanugobehaarung, ein Indiz für das Entwicklungsstadium

Die Lanugobehaarung ist die Körperbehaarung, die das Kind während der Schwangerschaft ausbildet. Sie schützt zusammen mit der Käseschmiere die Haut des Fötus vor Aufweichung im Fruchtwasser. Diese Behaarung fällt zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche langsam aus und weicht der normalen Körperbehaarung. Je mehr sich die Lanugobehaarung bei der Geburt zurückgebildet hat, desto weiter ist das Kind in seiner Entwicklung.

Vitamin K - Tropfen

Das Neugeborene erhält außerdem prophylaktisch Vitamin-K-Tropfen, da viele Babys nach der Geburt einen leichten Vitamin-K-Mangel aufweisen. Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung, ein Mangel dieses Vitamins kann eine erhöhte Blutungsneigung oder sogar Hirnblutungen zur Folge haben.

Silbernitratlösung

Die Verabreichung einer Silbernitratlösung, die Babys früher standardmäßig nach der Geburt in die Augen geträufelt bekamen, ist heute meist nicht mehr unbedingt nötig. Wenn die Mutter sicher ist, nicht mit Tripper-Viren infiziert zu sein, kann sie daher vereinbaren, auf die Tropfen zu verzichten. Diese sind nämlich für das Kind schmerzhaft.

Dokumentation der Ergebnisse

In Deutschland werden die festgehaltenen Daten in einem gelben Kinder-Untersuchungsheft eingetragen, das die Mutter bei der Entlassung aus der Klinik ausgehändigt bekommt. Dort werden auch die Ergebnisse aller weiteren Untersuchungen vermerkt. Die Teilnahme an den zehn Untersuchungen ist bisher gesetzlich nicht vorgeschrieben, ist jedoch zum Wohl des Kindes dringend angeraten. Die Kosten der Untersuchungen werden von den Krankenkassen komplett übernommen. 

In Österreich hält man die Ergebnisse der ersten Vorsorgeuntersuchungen hingegen im Mutter-Kind-Pass fest, in dem bereits der Schwangerschaftsverlauf notiert wurde. Auch in Österreich sind die vorgesehenen Untersuchungen gesetzlich nicht vorgeschrieben, der lückenlose Nachweis aller Untersuchungen ist allerdings die Voraussetzung für die Gewährung des vollen Kinderbetreuungsgeldes ab dem 21. Lebensmonat.

[BS]

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