Wie ist der Herzschlag des Neugeborenen?
Die erste Standarduntersuchung eines Babys, der so genannte APGAR-Test, findet bereits direkt nach der Geburt statt. Der APGAR-Test wurde von der Ärztin Virginia Apgar entwickelt, nachdem sie erkannt hatte, dass das Leben vieler Neugeborenen zu retten ist, wenn diese direkt nach der Geburt untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Der APGAR-Test beurteilt die körperliche Verfassung des Babys, eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt und kontrolliert, wie das Kind den Geburtsstress insgesamt überstanden hat. Zwei bis vier Stunden danach wird das Neugeborene im Rahmen der U1 weiteren Untersuchungen unterzogen.
Nach einem
Bewertungssystem von 0 bis 2 Punkten werden die einzelnen
lebenswichtigen Funktionen überprüft:
- Atmung
- Puls
- Muskelspannung
- Hautdurchblutung
- Reflexe
Die
Gesamtpunktzahl für
die kindliche Grundverfassung beträgt 10 Punkte, Werte bis 7 sind
für ein gesundes Baby normal. Ziel des APGAR-Tests ist es, im Falle
einer akuten Lebensbedrohung nach der Geburt, sofort lebensrettende
Maßnahmen ergreifen zu können. So kann zum Beispiel bei
Sauerstoffmangel sofort eine Beatmung, bei fehlender oder unregelmäßiger Herzfrequenz eine Wiederbelebung erfolgen.
Auch wenn Dein Kind beim
ersten der drei APGAR-Tests noch nicht die volle Punktzahl erreicht,
ist das nicht unbedingt ein Grund zur Besorgnis. Denn manche Babys brauchen einfach einige Minuten länger, um sich von der Geburt zu
erholen.
In den ersten 2 bis 4
Stunden nach der Geburt werden
im Rahmen der U1 noch einige andere
Erstuntersuchungen durchgeführt:
Unter anderem wird nach
dem Abnabeln etwas Blut aus der Nabelschnur entnommen und auf seinen
Sauerstoffgehalt hin überprüft. Hat das Baby sehr viel Fruchtwasser
verschluckt, wird dies mit einem Schlauch abgesaugt und dabei
überprüft, ob Speiseröhre und Nase frei und voll funktionstüchtig
sind. Danach wird das Kind auf Missbildungen, Geburtsverletzungen oder
andere Auffälligkeiten untersucht.
In diesem Artikel:
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APGAR-Test und U1 - Untersuchungen nach der Geburt
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Reifezeichen beim Kind und Krankheitsprophylaxe
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb