Angst vorm Kindergarten?

kindergartenstart

Die einen Kinder können es kaum erwarten, andere dagegen fürchten sich davor, in den Kindergarten zu kommen. Heute sind die Kinder im Durchschnitt sehr viel jünger. Ab ca. einem Jahr geht es schon los. Eltern, die es sich leisten können, warten damit oft 2 Jahre, manche sogar 3 Jahre. Was besser ist, ist schwer zu sagen, denn beim Antritt in den Kindergarten hat jedes Alter seine Vor- und Nachteile.

Eingewöhnungszeit

Für jedes Kind bedeutet es eine enorme Umstellung in seinem jungen Leben. Es ist laut und manchmal recht ruppig. Gerade ruhige und zurückhaltene Kinder haben damit so ihre Schwierigkeiten. Aber auch Kinder, die bisher zu Hause der King waren, kommen oft mit der Situation nicht zurecht. Nämlich dann, wenn sie Schwierigkeiten haben, sich der Gruppe unterzuordnen, bzw. mit der Gruppe zu arbeiten.

All das ist aber gar nicht schlimm, weil dafür ist der Kindergarten da. Kinder lernen dort mit- und voneinander.

Eltern müssen loslassen

Erschwert wird die erste Zeit im Kindergarten auch durch die Trennung von den Eltern. Sind diese aber Neuem gegenüber aufgeschlossen, hat auch das Kind meist keine oder nur geringe Probleme. Die Eingewöhnungszeit ist dann recht kurz und das aufregende Leben kann beginnen.

Verhalten sich die Eltern allerdings klammernd und unsicher, so überträgt sich das auch auf das Kind. Negative Einstellungen werden so unbewusst auf den Sprößling übertragen. In diesem Fall braucht sich kein Elternteil wundern, wenn das Kind nach 4-6 Wochen immer noch schreiend an Mamas Bein hängt, wenn es darum geht, Abschied zu nehmen.

Einstieg in das Kindergartenleben

Folgende Tipps können dir den Einstieg ins Kindergartenleben erleichtern:
  • Besuche vor dem ersten Tag im Kindergarten gemeinsam mit deinem Kind die Einrichtung. Vorzugsweise an einem schönen Tag, an dem ihr für eine Stunde im Garten spielen könnt. So bekommt es die erste gute Erinnerung an den Ort. Frage im Kindergarten nach einem Schnuppertag, die meisten bieten ein oder zwei Tage im Monat an. Viele haben auch einmal im Jahr einen Tag der offenen Tür.
  • Wenn dein Kind schon andere Kindereinrichtungen kennt, z.B. durch seinen Bruder oder die Schwester, gewöhnt es sich sehr viel schneller ein, da es die Bring- und Abholsituation schon kennt.
  • Einige Kindergärten bieten einen Kinder-Paten an. Das heißt, ein älteres Kind kümmert sich speziell um einen Neuankömmling. Es zeigt dem Neuen die Räumlichkeiten und hilft bei der Bekanntmachung mit den anderen Kindern. Das ist nebenbei auch ein sehr guter sozialer Aspekt, weil es das Miteinander unter den Kindern fördert. Und irgendwann ist dein Kind selbst ein Pate und kümmert sich um einen noch verunsicherten Neuankömmling.
  • Sei auf jeden Fall geduldig! Dein Kind wird erstmal völlig anders sein, als du es von zu Hause gewohnt bist. Gewöhne es ganz langsam an die neue Situation, denn es ist und bleibt ein neuer Lebensabschnitt für dein Kind. Begleite es zu Anfang, ziehe dich aber, wenn möglich immer mehr und mehr zurück in den Hintergrund. Schreite auch nicht sofort ein, wenn es einen Konflikt mit anderen Kindern gibt. Überlasse das zuerst der Erzieherin. Und erst, wenn das auch nicht funktioniert, bist Du da.
  • Ganz wichtig: Bringe dein Kind regelmäßig in die Einrichtung und hole es gerade in der Anfangszeit stets pünktlich wieder ab. Beispiel: "Spatz, ich komme nach dem Mittagessen". Mache nicht den Fehler und erscheine erst eine halbe Stunde später. Dein Kind wartet auf dich und hat Angst, wenn du nicht zu dem vereinbarten Zeitpunkt wieder da bist.

Morgendlicher Abschied

  • Gib deinem Kind einen kleinen Talismann mit. Das kann ein einfacher Stein sein oder auch ein kleines Püppchen oder Tierchen, das in die Hosentasche passt. Es erinnert dein Kind an dich und daran, dass du es lieb hast und wieder kommst.
  • Wenn dein Kind weint, ist das ok. Stell ihm etwas in Aussicht. Beispiel: "Spatz, soll ich dir nachher ein kleines Brötchen mitbringen?" Meist reagieren die Kinder positiv und antworten mit "Ja". Dann kannst du gehen. Beim Abholen allerdings bloß nicht das Brötchen vergessen!
  • Gestalte den Abschied so kurz wie möglich. Lange Abschiedsszenen verunsichern dein Kind und es wird dann mit Sicherheit Tränen geben. Vermeide also, dass dein Kind Zeit hat, Angst aufzubauen.
  • Schleich dich niemals einfach so in einem unbeobachteten Moment weg. Gib deinem Kind immer die Gelegenheit, sich von dir zu verabschieden. Sonst kann das zu einem echten Vertrauensbruch führen und dein Kind wird es dir die nächsten Tage sehr übel nehmen.
  • Ruf nochmal im Kindergarten an, wenn dein Kind sehr stark geweint hat. Meist hat es sich nach wenigen Minuten wieder beruhigt und es hat sich auf die anderen Kinder und das gemeinsame Spiel konzentriert.
Der Kindergarten ist kein Ort der Abschiebung. Keine Mutter und kein Vater sollte ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie oder er das Kind dort hin schickt. Im Gegenteil: Der Kindergarten ist ein Ort der Vielfältigkeit, voller Leben und voller Bildung - in jeglicher Hinsicht.

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