Die Vorbereitungen für eine ambulante Geburt

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Gute Organisation ist alles
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Gute Organisation ist alles

Auf eine ambulante Entbindung sollte man sich ähnlich vorbereiten, wie auf eine Geburt in einer Klinik mit mehrtägigen Aufenthalt.

Es lohnt sich, für den Kreissaal eine kleinere Tasche zusammenzupacken, in die die wichtigsten Sachen herein kommen, welche die gebährende Frau während des Entbindungsprozesses brauchen kann.

Man sollte zur Sicherheit auch einen Klinikkoffer für eine Nacht zusammenpacken, falls die frisch gebackene Mama doch auf der Station bleiben muss, oder das Baby mitten in der Nacht zur Welt kommt. Sollte der Aufenthalt noch länger sein, kann der Vater später einiges noch mitbringen. Plant man eine ambulante Geburt, ist es ratsam, die Babyausstattung und die Tragehilfe mit in die Klinik zu nehmen, damit er nicht wenige Stunden nach der Geburt extra deswegen nach Hause fahren muss.

Nicht nur auf Andere verlassen

Da bei jeder Geburt auch ein junger Vater geboren wird, ist es nicht unbedingt empfehlenswert, sich ausschließlich auf seine Hilfe zu verlassen. In den letzten Schwangerschaftswochen kann man das Gefrierfach des Kühlschranks mit gesundem gekochtem Essen füllen, und die Wohnung so sauber machen, dass sie für ein-zwei Wochen nach der Entbindung auf jeden Fall noch im Schuss bleibt. Man kann mit der Nachbarschaft eine kleine Einkaufshilfe organisieren, damit frische Sachen ohne Mühe ins Haus kommen. Die meisten Menschen tun so einen kleinen Gefallen gerne und sind froh, dass sie helfen dürfen. In Sachen gesundheitlicher Betreuung der frisch gebackenen Mutter und des Säuglings kann man auch schon eine Menge im Vorfeld organisieren.

Die Nachsorgehebamme

Es ist sowieso nützlich die Nachsorgehebamme bereits während der Schwangerschaft kennen zu lernen, und sie darüber in Kenntnis zu setzen, dass man eine ambulante Entbindung plant. Hebammen können für den sogenannten Fersentest (erweitertes Neugeborenen-Screening) am dritten Lebenstag auch zu Hause Blut abnehmen, die Nabelpflege überwachen und Alarm geben, wenn eine Neugeborenen-Gelbsucht droht.

Die U2 (2. Untersuchung)

Die U2 (die zweite Untersuchung des Neugeborenen) wird zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag durchgeführt. Viele Kliniken raten den entbundenen Müttern bis zu dieser Untersuchung in der Klinik zu bleiben. Doch ist es kein Grund nur deshalb zu bleiben, denn man kann mit fast jedem Kinderarzt für diesen Zweck auch einen Hausbesuch vereinbaren. Es ist also ratsam mit einem Kinderarzt bereits während der Schwangerschaft Kontakt aufzunehmen, über die geplante ambulante Entbindung zu reden und die Details zur U2 zu besprechen. Sollte die U2 auch mit einem Hüftscreening oder mit einem Gehörtest verbunden sein, den man zu Hause nicht durchführen kann, ist es auch kein Problem. Diese Untersuchungen lassen sich auch einige Wochen nach der Geburt noch ohne weiteres nachholen.

Den Frauenarzt über die ambulante Geburt informieren

Auch den Frauenarzt kann man über die geplante ambulante Entbindung informieren und mit diesem über die Möglichkeit von telefonischen Gesprächen nach der Entbindung reden. Die meisten Probleme von Wöchnerinnen werden aber auch von den Hebammen hervorragend gelöst, da sich Hebammen für jede einzelne Beschwerde und für jede noch so "dumme Frage" genug Zeit nehmen.

Besucher leichter "fernhalten", wer möchte.

Besucher kann man nach einer ambulanten Entbindung, wenn man das möchte, oft effizienter fernhalten, als wenn man in der Klinik bleibt. Bittet man höflich um fünf bis zehn Tage Geduld, wird das eher respektiert, wenn sich die Mutter in den eigenen vier Wänden aufhält und nicht in der Klinik liegt.

Sollte die Familie gerne bald Besuch empfangen wollen, ist es auch bequemer die ersten Besucher bei sich zu Hause und nicht in der Klinik zu empfangen: Die Gäste haben mehr Platz um sich hinzusetzen, das Baby zu bewundern und brauchen sich nicht an feste Zeiten zu halten, sondern können frei einen Zeitpunkt mit den Eltern vereinbaren. Mütter können sich zu Hause leichter zurückziehen, wenn sie vom Besuch zu müde werden. Auch über die ersten Besuche kann man sich bereits während der Schwangerschaft Gedanken machen und bereits im Vorfeld mit den Besuchern klären, wie sie im Wochenbett helfen können (z.B. frisches Obst mitnehmen, usw).

Eine Haushaltshilfe organisieren

Eine Haushaltshilfe kann man sich, sofern Verwandte oder Freunde nicht einspringen können, schon während der Schwangerschaft organisieren. Die meisten Krankenkassen beteiligen sich bei Wöchnerinnen an den Kosten für eine bezahlte Haushaltshilfe.

Frauen, die schon mal ambulant entbunden haben, schwören darauf und würden es jederzeit wieder machen, falls sie weitere Kinder bekommen würden. Die meisten von ihnen begründen das mit der Intimität und Ungestörtheit der ersten Tage, aus der die ganze Familie profitieren konnte.

(mmh)

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