8. Schwangerschaftswoche (8. SSW)

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8. Schwangerschaftswoche
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8. Schwangerschaftswoche

In der 8.SSW, misst der Embryo, vom Schädel bis zum Steiß, bereits 1,5cm.

Das Herz schlägt regelmäßig und die meisten Organe haben ihre Funktionen aufgenommen. Sogar die Nieren produzieren bereits Urin und der Magen Magensäure.

Baby bekommt ein Gesicht

Im Gesicht liegen die Augen nun nicht mehr so weit voneinander entfernt. Die schmale Falte, die sich noch vor einer Woche als Ansatz für die Augenlider zeigte, bildet sich nun zur Hautfalte aus. Auch der Sehnerv beginnt sich zu entwickeln.

Man kann nun schon deutlich die Nasenspitze erkennen und in der Mundhöhle sieht man die Zunge. Jetzt entwickeln sich auch Geschmacks- und Geruchsknospen immer weiter.

Hinter der Stirn, lassen sich größere und kleinere Blasen erkennen. Während sich die größeren Blasen zum Großhirn ausbilden, entwickeln sich die kleineren Blasen zu anderen Teilen des Gehirns. Durch die fortgeschrittene Entwicklung des Gehirns und die von ihm gesendeten Impulse, werden die Bewegungen des Embryo auch immer kontrollierter.

Noch sind Knie und Ellenbogen noch nicht vollständig entwickelt, aber das Kind kann sie bereits leicht beugen. Nun lassen sich auch die Knospen von Zehen und Finger erkennen.

Auch die Wirbelsäule nimmt immer mehr Gestalt an. So bilden sich nun bereits die Wirbel und das Rückenmark aus.

Stimmungsschwankungen

Die hCG-Konzentration erreicht zwischen der 8. und 10. SSW ihren Höhepunkt, was sich zumindest stark an Deinen Stimmungen bemerkbar macht. In einem Moment fühlst Du Dich möglicherweise beschwingt, fröhlich und kannst schon über die kleinste Kleinigkeit lachen, während fast auf Knopfdruck Deine Laune zu kippen droht und Du weinen musst. In keiner anderen Zeit der Schwangerschaft, sind Frauen so empfindlich, wie in diesen kommenden zwei Wochen. Ein einziges, vielleicht auch unbedachtes Wort des Partners oder eines Arbeitskollegen, lassen Dich in Tränen ausbrechen oder an die Decke gehen. Selbst wirst Du Deine Launen oft gar nicht bemerken. Die Hormone lassen es sich anfühlen, als sei jedes dieser Gefühle genau jetzt absolut berechtigt.

Es ist auch möglich, dass Dein Umfeld ratlos oder auch abweisend reagiert. Bitte sie dann, etwas Verständnis aufzubringen und erkläre ihnen, dass Du all diese Stimmungsschwankungen selbst nicht willst, sie nicht beeinflussen kannst und selbst als belastend empfindest.

Um den traurigen Momenten zu entfliehen, lenke Dich ab. Sieh Dir einen lustigen Film an oder mache einen kleinen Ausflug, an einen Ort, der Dich aufmuntert.

Wenn Dich die Müdigkeit überkommt, versuche Dich auszuruhen. Das ist zudem auch wichtig, um mit Deinen Kräften sparsamer zu haushalten.

Zusatzvorsorge in der Schwangerschaft

Möglicherweise hat Dein Frauenarzt Dich bei der ersten Schwangerschaftsvorsorge bereits auf eventuelle Zusatzuntersuchungen angesprochen, die Du später machen lassen kannst.

Vor allem Frauen ab dem 35. Lebensjahr, werden diese Diagnoseverfahren oft ans Herz gelegt, um das Risiko von Fehlbildungen oder Trisomien auszuschließen.

Häufige Zusatzuntersuchungen

Die häufigsten, empfohlenen Zusatzuntersuchungen sind Nackenfaltenmessung, Triple-Test, Amniozentese und Chorionzottenbiopsie.
  • Bei der Nackenfaltenmessung handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung, bei der anhand der Dicke der Nackenfalte, die Wahrscheinlichkeit einer Trisomie 21 berechnet wird. Mit ihr wird häufig der Triple-Test verbunden. Dieser ist eine Untersuchung des mütterlichen Bluts, bei der ebenfalls ein statistisches Risiko einer Trisomie errechnet wird. Beide Untersuchungen sind nicht sehr genau und im Falle, dass eine Abweichung von Normwerten berechnet wird, würde man Dir höchstwahrscheinlich anschließend zur Amniozentese raten.
  • Die Amniozentese ist die Fruchtwasseruntersuchung und wird in etwa um die 15. bis 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Wie auch die Chorionzottenbiopsie, bei der statt Fruchtwasser Zellgewebe der Plazenta entnommen wird, bergen beide Diagnoseverfahren Risiken einer Fehlgeburt, innerhalb der nächsten Tage, nach dem Eingriff.
Diese Zusatzuntersuchungen sollen den werdenden Eltern Gewissheit bringen. Oft machen sie jedoch einfach nur Angst, was gerade in einer gesunden Schwangerschaft zur großen Belastung werden kann. Über Wochen, bis zum Termin, fragen sich die werdenden Eltern immer wieder, ob das Kind denn nun gesund ist. Der Arzt würde doch nicht dazu raten, wenn er nicht auch der Meinung wäre, dass etwas mit dem Kind nicht in Ordnung sei. Dann das Warten auf die Testergebnisse. So eine Zeit kann zu Höllenqualen für die Eltern werden.

Überlege Dir also genau, was Du möchtest. Gibt es, außer vielleicht Deinem Alter, keine Anzeichen für eine mögliche Fehlentwicklung Deines Kindes, dann hast Du das Recht, darauf zu bestehen, erst eingehende feindiagnostische Untersuchungen per Ultraschall einzufordern, bevor Du Dich zu möglichen weiteren Untersuchungen beraten lässt.

Entspannt und aktiv schwanger

Wie bereits beschrieben, wirst Du Dich jetzt nicht immer nur besonders gut fühlen. Daher ist es wichtig, dass Du eben umso öfter an Dich denkst.
  • Gönne Dir Ruhe, nimm Dir Deine Pausen und spanne aus.
  • Aber auch Dein aktives Leben darfst Du weiter führen und solltest das auch tun. Diese Zeit der Schwangerschaft, ist vielleicht die vorläufig letzte Zeit, in der Du spontan etwas unternehmen kannst, ohne vorher die Kinderbetreuung abzusichern.
  • Beachte, dass Du auf Alkohol und Nikotin verzichten solltest und gefährliche Sportarten oder Unternehmungen meiden solltest.
Solange es Dir jedoch gut geht, kannst und solltest Du machen, was Dir gefällt.

Bist Du verunsichert, frage Deine Hebamme oder Arzt um Rat. Sicher werden auch sie Dich animieren, nicht zu Hause einzurosten, sondern Spaß zu haben.

Ob Du nun mit Deinem Partner oder einer Freundin essen gehst, einen schönen Abend im Biergarten verbringst, ein Wellnesswochenende planst, in die Saune oder das Solarium gehen möchtest, tu es einfach und fühle Dich wohl dabei.
[SyKo]

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