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6. Schwangerschaftswoche
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6. Schwangerschaftswoche

Zu Beginn der 6. Schwangerschaftswoche, ist der Embryo ca. 3-5 mm groß. Immer mehr verändert er seine Form und immer deutlicher lassen sich seine menschlichen Züge erkennen. Das Gesicht beginnt sich zu Formen, Nasenlöcher bilden sich langsam aus und die Mundhöhle entwickelt sich. Auch die Augen lassen sich bereits recht gut erkennen. Selbst die Ohren zeigen sich schon im Ansatz, als kleine Vertiefungen, an den Seiten des Schädels.

Ein kleiner Mensch entsteht

  • Der Rücken zeichnet sich sehr deutlich ab und die Verlängerung, die Ähnlichkeit mit einem Schwanz hat, passt sich immer mehr dem Gesamtwachstum an, was aussieht, als bilde sich dieser Schwanz zurück.
  • Im Körper des Embryos wachsen und reifen die Anlagen der Organe weiter. So haben die Anlagen für Lunge, Darm, Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse, bereits ihre Position und das kleine Herz, das anfangs nur als eine Art Röhre darstellbar ist, beginnt um den Beginn der 6. SSW zu schlagen. Noch besitzt das embryonale Herz nur eine Kammer, jedoch bildet sich jetzt die Scheidewand und das Herzchen pumpt bereits Blut, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen, den es durch die Verbindung zum Körper der Mutter und den Weg über Plazenta und Nabelschnur, von ihr bekommt.
  • Auch das zentrale Nervensystem bildet sich nun langsam aus. Anfangs noch als Neuralrohr, das aber bereits beginnt, erste Impulse zu senden und auch zu empfangen.
  • Zellen, die für das Knochenwachstum verantwortlich sind, beginnen, das Skelett zu formen.

Die ersten Beschwerden

Die Mutter selbst, bemerkt nun wahrscheinlich auch, welche Veränderungen in ihrem Körper vor sich gehen.
  • Durch die hormonellen Veränderungen, kann es zu Stimmungsschwankungen, Übelkeit und merkwürdigen Essgelüsten kommen.
Dies sind keine eingebildeten Veränderungen. Der mütterliche Körper muss sich all den hormonellen Veränderungen erst anpassen und genau daher kommen die Symptome, die sich sowohl auf das Gemüt legen, als auch für Geruchs- und Geschmacksveränderungen sorgen können.
  • Aus diese Grund kann es auch sein, dass die Schwanger plötzlich heftig auf Gerüche reagiert.
  • Spannungsgefühle in den Brüsten, sind ein Zeichen dafür, dass die Milchdrüsen sich auf ihre Aufgabe, nach der Geburt das Kind zu ernähren, vorbereiten.
  • Auch Schmerzen im Unterleib, die stechend oder menstruationsähnlich sein können, sind normal. Die Gebärmutter beginnt zu wachsen. Von ihrer ursprünglichen Größe, etwa so groß wie eine Faust, wird sie zum Ende der Schwangerschaft bis unter den Rippenbogen reichen, um dem Baby genug Platz zu bieten.

Schwangerschaftsvorsorge

In dieser Woche vereinbaren die meisten Frauen den ersten Schwangerschaftsvorsorgetermin bei ihrem Frauenarzt.

Natürlich darf die werdende Mutter mit dem ersten Kontrolltermin noch warten, bis das Kind in ihrem Bauch größer ist und somit besser erkennbar. Liegen gewisse Risiken vor, familiär Bedingt oder durch eigene Vorerkrankungen, sollte jedoch mit der Schwangerschaftsvorsorge nicht allzu lange gewartet werden.

Verlauf der Untersuchung

  • Bei dieser Untersuchung, wird die Schwangere zunächst einmal gebeten, Urin abzugeben. Meist führt der Frauenarzt noch einmal einen Schwangerschaftstest durch und untersucht auf Eiweiß oder Blut im Urin, um eine mögliche Infektion ausschließen zu können.
  • Ein großes Blutbild wird Aufschluss über anzunehmende Immunität gegenüber Röteln oder Toxoplasmose geben und auch auf Syphilis, wird das Blut untersucht.
  • Weiterhin nimmt der Arzt das Alter, Größe und Gewicht der Mutter, in den Mutterpass auf. Der Blutdruck wird gemessen und in der späteren Schwangerschaft kann dieser ein Hinweis sein, ob eventuell eine Gestose vorliegen könnte.
  • Über einen Risikokatalog, wird aufgenommen ob und inwiefern es Vorbelastungen bei der Mutter oder im familiären Umfeld der Familie der werdenden Eltern gibt.
  • Bei einer vaginalen Untersuchung, wird meist gleich das erste Ultraschall durchgeführt. Hierbei kann es sein, dass zunächst nur die Fruchtblase zu erkennen ist. Das ist, in diesem frühen Stadium der Schwangerschaft, nicht ungewöhnlich und bedeutet nicht zwangsläufig, dass es sich um ein so genanntes Windei, eine Schwangerschaft ohne embryonale Fruchtanlage, handelt. Es heißt in der Regel einfach nur, dass das Kind nur noch sehr klein und damit noch nicht wirklich gut darstellbar ist.
  • Mit Mutterpass und dem ersten Ultraschallbild, sowie einem Termin zur nächsten Vorsorgeuntersuchung, wird die Schwangere dann nach Haue entlassen. Nun hat sie endgültige Beweise, in Form von Mutterpass und Ultraschallbild, dass sie schwanger ist.

Rolle des Partners

Der werdende Vater tut sich gerade am Anfang noch schwer, sich vorzustellen, dass er und seine Partnerin nun tatsächlich Eltern werden. Wie könnte er auch anders?

Äußerlich sind noch keine Veränderungen wahrzunehmen, die auf eine Schwangerschaft hinweisen und die Beschwerden seiner Partnerin, lassen sich für ihn schwer oder gar nicht nachvollziehen.

Er versucht, sich in die Rolle des zukünftigen Papa hineinzuversetzen, aber es mag ihm vielleicht nicht ganz so gelingen. Nicht wenige Männer, wirken in dieser Zeit zurückhaltend, was die Partnerinnen vielleicht enttäuscht und ihnen das Gefühl von Desinteresse gibt. In Wirklichkeit, sind die Männer jedoch einfach nur verunsichert und versuchen sich daran zu gewöhnen, nun Vater zu werden.

Partner in die Schwangerschaft einbeziehen

Mit viel Geduld, Gesprächen und dem Einbeziehen in die Gedanken des Anderen, kann sich das Elternpaar gegenseitig den Weg erleichtern, zusammen in die Rolle zu wachsen. Die Frau sollte verstehen, wie schwer dem Mann fällt, all das nachzuempfinden, was er so ja nur vom Hörensagen durch seine Frau kennt. Gibt sie ihm das Gefühl, ihn einzubinden und bedeutet ihm, wie wichtig es auch ihr ist, mit dem Mann zusammen die Schwangerschaft zu erleben, kann sie ihm sicher immer besser das Gefühl des Ausgeschlossensein zu nehmen. Und möglicherweise kommt der werdende Vater auch mit zur ersten Schwangerschaftsvorsorge, um nicht nur live sein Kind auf dem Monitor beim Ultraschall zu sehen, sondern auch die Chance zu nutzen, dem Arzt oder der Hebamme all die Fragen zu stellen, deren Antworten für ihn wichtig sind, um seine Rolle als werdender Vater besser annehmen zu können.
[SyKo]

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