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Die dritte Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft

Milchsäurebakterien
Schützende Milchsäurebakterien

Um die 14. Schwangerschaftswoche findet in der Regel die dritte Vorsorgeuntersuchung statt. Dabei wird erneut das Gewicht der Mutter gemessen, sowie Blutdruck, Hämoglobin-Wert im Blut und eventuelle Auffälligkeiten im Urin bestimmt. Alle Daten werden in den Mutterpass eingetragen. Diese Untersuchungen werden meist schon im Vorfeld von der Arzthelferin durchgeführt.

Der Frauenarzt nimmt sich zunächst einmal Zeit für ein Eingangsgespräch, in dem die Schwangere die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und etwaige Besonderheiten abzuklären.

Der Arzt führt im Anschluss eine vaginale Untersuchung durch und misst dabei den PH-Wert des Scheidenmilieus. Das Scheidenmilieu beinhaltet Bakterien, überwiegend Milchsäurebakterien (Laktosebazillen), die in der Scheide Milchsäure produzieren. Diese Milchsäure sorgt für einen natürlichen Schutzmechanismus und erschwert die Ansiedlung von krankmachenden Bakterien und Pilzen.
Steigt der PH-Wert in der Scheide, so ist dies ein Hinweis auf eine mögliche Störung des Scheidenmilieus und der Arzt verschreibt Milchsäurepräparate zur äußeren Anwendung.

Mit Hilfe des Ultraschall kann der Arzt die Größe des Kindes bestimmen und überprüfen, ob die Schwangerschaft mit dem Stand der berechneten Schwangerschaftswoche übereinstimmt. Weiterhin zeigt die Ultraschalluntersuchung bereits die Herzaktivität und den Stand der Entwicklung von Magen und Nieren. Ebenso ist das Gehirn und die Wirbelsäule zu sehen. Das Baby ist schon recht gut zu sehen und zumindest größere Anomalien sind für den Mediziner häufig schon erkennbar. Mit besonders empfindlichen Ultraschallgeräten gibt es nun sogar eine Chance, das Geschlecht des Babys zu erkennen.

Haben sich Mutter und Arzt im Vorfeld auf die Durchführung einer Nackenfaltenmessung per Ultraschalluntersuchung zwischen der 11. bis 13. Schwangerschaftswoche geeinigt, liegen nun vermutlich bereits die Ergebnisse vor. Diese Untersuchung wird Schwangeren über 35 Jahren, die sich vorerst gegen eine Fruchtwasseruntersuchung aussprechen, angeraten. Damit kann ein mögliches Risiko auf eine Trisomie-21-Erkrankung (Down Syndrom) bestimmt werden.
Zeigt das Ergebnis einen erhöhten Wert, heißt das nicht, dass das Baby tatsächlich Down Syndrom hat. Der Wert deutet lediglich auf ein erhöhtes Risiko hin und der Frauenarzt wird, nach Absprache und mit Einverständnis der werdenden Mutter, einen Termin zur Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) vereinbaren.

Die Schwangerenvorsorge kann nicht nur beim Frauenarzt stattfinden. Eine Hebamme kann die Vorsorgeuntersuchungen - abgesehen von den drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen - ebenso durchführen. Von der Feststellung der Schwangerschaft bis zu den nötigen Untersuchungen führt die Hebamme alle wichtigen Schritte durch und steht der Schwangeren mit Rat und Tat zur Seite.

[SyKo]


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quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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