Die zweite Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft

rhesusfaktor
RH-Faktor Positiv?
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RH-Faktor Positiv?

Um die 10. Schwangerschaftswoche (10. SSW) findet die zweite Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft statt. Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen und Antikörpersuchtest liegen nun vor und geben Aufschluss über Immunität oder nicht Immunität gegenüber einigen Krankheiten. Diese könnten im Ausbruchsfall gefährdend für die Schwangerschaft sein.

Die Ergebnisse zeigen auch, welche Blutgruppe die Mutter hat und ob ein Rhesusfaktor vorhanden ist. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Mutter Rhesus negativ (RH-) und der Vater Rhesus positiv (Rh+) ist, da ab der zweiten Schwangerschaftshälfte der Körper der Mutter Abwehrmechanismen gegen den möglichen positiven Rhesusfaktor des Babys entwickeln würde. Die Schwangere müsste in diesem Fall Medikamente erhalten, um die Abstoßung des Babys zu vermeiden.  Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen werden nun in einen Mutterpass eingetragen und der Frauenarzt ergänzt weitere Angaben. Dazu gehört auch eine Auflistung verschiedener Risikofaktoren, die der Arzt mit der Mutter besprechen muss. Diese Auflistung bezieht sich sowohl auf Alter, körperliche Besonderheiten und Anomalien der Schwangeren, als auch auf mögliche erbliche Belastungen innerhalb der Familie.

Eine vaginale Untersuchung mit anschließendem Ultraschall zeigt nun deutlich, ob sich die Schwangerschaft normal entwickelt. Während des Ultraschalls, dem ersten von insgesamt drei “großen” Ultraschalluntersuchungen, vermisst der Frauenarzt die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Embryos. Dieser ist nun schon wesentlich deutlicher in der Fruchtblase zu erkennen als noch bei der ersten Untersuchung. 

Anhand der Scheitel-Steiß-Länge lässt sich feststellen, ob das Baby vielleicht ein paar Tage oder sogar Wochen jünger oder älter ist, als die Mutter - ausgehend vom Tag der letzten Periode -annimmt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Eisprung sich verschoben hat. Die Scheitel-Steiß-Länge ist etwa bis zu der 12. Schwangerschaftswoche bei jedem Fötus gleich und lässt dadurch einen ziemlich exakten Rückschluss auf das Alter des Embryos zu.

Die Ultraschalluntersuchung gibt ebenfalls Auskunft über die Fruchtwassermenge, sowie Sitz und Haftungsstelle der Plazenta. Zeigen sich Auffälligkeiten, wird der Frauenarzt gegebenenfalls weitergehende Ultraschalluntersuchungen bei spezialisierten Gynäkologen empfehlen.

Der errechnete Geburtstermin wird in den Mutterpass eingetragen und auch die Ergebnisse der ersten Standarduntersuchung. Dazu zählen:
  • die errechnete Schwangerschaftswoche
  • der Stand der Gebärmutter im Bauch, der wahrscheinlich nun etwas über dem Schambein liegt
  • ob ein kindlicher Herzschlag vorhanden ist
  • das Gewicht der Mutter
Ein Tropfen Fingerblut gibt Aufschluss über den Hämoglobin-Wert der Mutter. Ist dieser zu niedrig, könnte das auf eine Anämie hinweisen und die Schwangere muss Eisenpräparate einnehmen und auf eisenreiche Ernährung achten.

Auch der Blutdruck wird gemessen und eingetragen. Durch eine Untersuchung des Urins, den die Mutter direkt vor Ort abgibt, wird festgestellt, ob Eiweiß, Zucker, Nitrit oder Blut im Harn vorhanden sind. Ist dies der Fall, wird der Arzt deren Ursache abklären und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Damit ist die 2. Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung abgeschlossen und der Termin für die nächste Vorsorgeuntersuchung in etwa 4 Wochen wird vereinbart.

[SyKo]

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