12. Schwangerschaftswoche (12. SSW)

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12. Schwangerschaftswoche
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12. Schwangerschaftswoche

Das Baby misst in der 12. SSW ca. 5,5-6cm, vom Schädel bis zum Steiß und hat ein Gewicht von etwa 14 Gramm. Fast alle Organe arbeiten nun bereits. Sogar der Darm und Fruchtwasser, das Dein Baby bereits schluckweise trinkt, wird über die Nieren und Blase, als Urin ausgeschieden.

Babys neue Fähigkeiten

Noch ist der Kopf sehr groß, im Vergleich zum restlichen Körper und es wird noch ein paar Monate dauern, bis sich das Größenverhältnis zwischen Kopf und Körper einigermaßen angepasst hat.

Die Bewegungen deines Babys, werden nun auch immer koordinierter. Es kann nicht nur strampeln, sondern auch schon am Daumen nuckeln. Auch die Mimik seines Gesichts, kann es bereits nutzen. So ist es jetzt bereits in der Lage, die Stirn zu runzeln und zu lächeln. Die Augen bleiben allerdings, bis etwa zum 6. Schwangerschaftsmonat, geschlossen. Trotzdem wäre es in der Lage, durch die geschlossenen Lider hell und dunkel zu unterscheiden.

Das erste Schwangerschaftsdrittel

Für Dich selbst, geht nun auch eine Zeit zu Ende, die vielleicht mit etwas Sorge behaftet war. Die ersten drei Schwangerschaftsmonate, sind in der kindlichen Entwicklung, die riskantesten. Zudem wird die Übelkeit nun wahrscheinlich besiegt sein und Dein Bauch beginnt langsam zu wachsen. Deine Gebärmutter, ist jetzt knapp übe dem Schambein zu ertasten und Du wirst vielleicht das Gefühl haben, dass Deine Kleidung etwas spannt, selbst, wenn Du bisher kaum zugenommen haben solltest.

Bedarf an mehr Jod

Da nun auch die Schilddrüse Deines Kindes arbeitet, benötigst Du etwas mehr Jod. Besprich mit Deinem Frauenarzt, wie Du über gesunde Ernährung oder gegebenenfalls zusätzliche Vitamin- und Mineralienprodukte, den Bedarf an Jod ausgleichen kannst, um selbst keinen Jodmangel zu provozieren.
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Vorsorge: Nackenfaltenmessung

Möglicherweise hat Dein Frauenarzt mit Dir bereits die Möglichkeit einer Nackenfaltenmessung besprochen, um eventuelle Erkrankungen oder Defekte Deines Kindes ausschließen zu können. Diese Untersuchung gehört nicht zu den Standarduntersuchungen in der Schwangerschaft und sie wird nur bei der Vermutung oder dem erhöhten Risiko von Fehlbildungen vorgenommen. Grund dafür, könnte sein, dass sich bei vorangegangenen Untersuchungen Auffälligkeiten wie Wachstumsverzögerungen Deines Kindes abzeichneten oder Du zu den so genannten „Spätgebärenden“ zählst, also bereits 35 Jahre oder älter bist.

Die Untersuchung selbst, sollte von einem Facharzt vorgenommen werden. Dies ist ein Frauenarzt, der sich auf Pränataldiagnostik spezialisiert hat und über ein sensibleres Ultraschallgerät verfügt. Dabei kannst du bewusst nach einem Arzt suchen, der das Degum II oder II besitzt. Das Degum gibt Aufschluss darüber, dass der Arzt eine gewisse Stufe, von drei möglichen, in der pränatalen Ultraschalldiagnostik erreicht hat und weiterführende Fortbildungen besucht, um im Diagnoseverfahren immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Wann findet die Untersuchung statt?

Die Untersuchung selbst, findet zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche statt. Dies hat seine Begründung darin, dass bei der Nackenfaltenmessung, wie der Name schon andeutet, eine Verdickung im Nackenbereich des Kindes gemessen wird.

Diese besteht, in aussagekräftigem Vorhandensein, nur in diesem Zeitraum. Grund dafür ist, dass vor der 11. SSW, die Nieren und das Lymphsystem des Kindes, noch nicht ausreichend ausgebildet sind. Ab etwa der 11. SSW, beginnen sie, ihre Funktionen aufzunehmen, wobei sie anfangs, bis etwa zur 14. SSW, die gebildeten Flüssigkeiten noch nicht richtig ableiten können. Dadurch kommt es unter Anderem im Nackenbereich zur Bildung eines Ödems, welches bei der Nackenfaltenmessung ausgewertet wird.

Der Befund

Zeigen die Ergebnisse einen Wert von unter 3mm, so gilt dies als normal. Ab 3mm, spricht man von einem erhöhten, ab 6mm, von einem stark erhöhten Wert. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren, wie das Alter der Mutter und mögliche erbliche Vorbelastungen, kann ein erhöhter Wert für eine Fehlbildung des Kindes sprechen. Allerdings wird kaum ein Arzt, aufgrund eines erhöhten Wertes bei der Nackenfaltenmessung, eine endgültige Diagnose stellen. Dazu ist dieses Diagnoseverfahren zu unsicher und selbst bei erhöhten Werten, würde er zu weiteren Untersuchungen, wie beispielsweise einer Fruchtwasseruntersuchung, der Amniozentese, raten.

Generell kann man schon sagen, dass die Nackenfaltenmessung ein recht ungenaues Diagnoseverfahren ist, denn auch bei einer Nackenfalte von unter 3mm, kann ein Kind Trisomie 21 haben und genauso muss eine Nackenfalte von 6 und mehr mm, nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass das Kind eine Trisomie 21 hat.

1. Schwangerschaftstrimester

Rückblickend kann man in dieser Schwangerschaftswoche bereits aufatmen. Zwar gibt es noch immer die Möglichkeit, dass das Baby Fehlentwicklungen haben könnte und auch eine spätere Fehl- oder Frühgeburt kann, unter gewissen Umständen, wie etwa Entwicklungsstörungen oder Mangelversorgung, nicht ausgeschlossen werden, doch insgesamt kann man zu recht stolz sein, dass die kritischsten Wochen, des entstehenden Lebens, geschafft sind.

Zu viele Einflüsse von außen, aber auch Abweichungen in der kindlichen Entwicklung, hätten in den ersten 12-13 Schwangerschaftswochen darüber entscheiden können, ob das Kind tatsächlich weiter wächst und sich entwickelt oder die Natur den Weg wählt, die Schwangerschaft vorzeitig zu beenden.

Die kritischen Wochen sind vorbei

Das erste Trimester der Schwangerschaft, ist das Sensibelste, für den Fortbestand der Schwangerschaft und wenn Du nun, in der 12. SSW, zurückblickst, welche Hürden Dein Baby, angefangen bei der Befruchtung, über die Einnistungsphase, bis hin zur Bildung der Organe, alles nehmen musste, kannst Du mit Recht stolz darauf sein, was Dein Kind bereits geschafft hat. Es hat gezeigt, dass es bleiben und wachsen will und sich nicht beeinflussen lässt.

Früher nahmen die Frauen ihre Schwangerschaft innerlich erst ab etwa diesem Zeitraum an, denn für sie war es fast undenkbar, bereits sicher von einer Schwangerschaft auszugehen, wenn nicht die ersten drei, kritischen Monate, überstanden waren. So gesehen, war dies eine Art Selbstschutz, denn brach die Natur, egal aus welchen Gründen, die Schwangerschaft ab, verbanden die Frauen dies nicht im gleichen Maß mit Trauer und Verlust, wie werdende Mütter in der heutigen Zeit.

Schwangere Väter

Kennst Du das Phänomen der „schwangeren“ Väter, die in der Schwangerschaft ihrer Partnerinnen, verschiedene Symptome zeigten, als wären sie selbst schwanger? Obwohl wir immer wieder davon hören, belächeln wir es und selbst unsere Partner scheinen ihren eigenen Wehwehchen, die sie in unseren Schwangerschaften befallen, nicht zu trauen. Trotzdem berichten immer wieder Eltern davon, dass die Väter mit-schwanger waren und manchmal sogar an Gewicht zunahmen, ohne mehr zu essen.

Auch Männer haben Schwangerschaftsbeschwerden

Toni Ziegler, eine US-amerikanische Verhaltensbiologin, widmete sich, nachdem ihr eigener Mann, vor über 20 Jahren, während ihrer Schwangerschaft über unerklärliche Rückenschmerzen klagte, die nach der Geburt wieder verschwanden, der Erforschung der mit-schwangeren Männer.
  • Sie fand heraus, dass bis zu 65% der Väter, in den Schwangerschaften ihrer Partnerinnen, selbst Beobachtungen an sich feststellten, die man sonst den üblichen Schwangerschaftssymptomen zuordnete. Dazu gehören nicht nur Gewichtszunahme, sondern auch Stimmungswechsel, Schmerzen, Schlafstörungen, Albträume und Heißhunger, beziehungsweise Abneigungen gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln.

Studie - mit-schwangere Männer

Mit dem Psychologen, Charles Snowdon, betreibt sie daher eine Studie mit Weißbüschelaffen, die sich mit Beobachtungen anderer Forschungen mit Lisztaffen deckt. Ähnlich dem Menschen, haben Weißbüschelaffen eine enge Beziehung zum Partner und die Männchen übernehmen einen Großteil der Aufzucht der Jungen. Ist das Weibchen trächtig, nehmen die Männchen bereits bis zu 20% ihres Gewichtes zu, bevor am Weibchen selbst oder ihrem Verhalten, eine mögliche Schwangerschaft zu vermuten sein könnte.

Es wird also deutlich, dass Botenstoffe, die das Weibchen nicht bewusst steuern kann, einen Einfluss auf das Männchen haben müssen. Erklärbar wären hierfür nur Pheromone. Das sind, hormonell ausgeschüttete, Duftstoffe, die vom Gegenüber unbewusst wahrgenommen werden.

Wir kennen Pheromone bereits aus anderen Bereichen, wie beispielsweise sexueller Bereitschaft, Traurigkeit, Fröhlichkeit oder Aggression. Man spricht häufig davon, die „Chemie“ stimme oder sei ansteckend. Eben dies geschieht über die unbewusste Wahrnehmung der Pheromone, die dann wiederum eine hormonell gesteuerte Reaktion im Körper des Gegenüber auslösen.

Zeigt also Dein Partner selbst Schwangerschaftssymptome, ist das einfach auch ein gutes Zeichen, dass er Deine Botenstoffe aufnimmt und auf diese eingeht. Und es ist doch schon ein tolles Gefühl zu wissen, dass man eben rundum gemeinsam Eltern wird und der Vater nicht erst nach der Geburt teilhat, oder?

[SyKo]

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