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Die elfte Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft

Labor beim Frauenarzt
Labor beim Frauenarzt

Um die 38. Schwangerschaftswoche findet die elfte Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung statt. Neben den üblichen Untersuchungen und Kontrollen von Gewicht, Fingerblut, Urin und Blutdruck wird die Gebärmutter genau abgetastet. Das Abtasten des Gebärmutterstandes wird dabei wahrscheinlich schon zeigen, dass sie sich langsam senkt.

Macht der Frauenarzt bei der vaginalen Untersuchung nun die Aussage “der Muttermund sei verstrichen”, sorgt das nicht selten für Verwirrung bei der Schwangeren. Das heißt jedoch nichts anderes, als dass sich der Gebärmutterhals verkürzt hat, also eine Länge von weniger als einem Zentimeter hat. Das ist ganz normal und zeigt nur, dass die Geburt bald stattfindet.

Das rührt daher, dass das Baby nun mit dem Kopf im Becken liegt und sich praktisch in Startposition für die Geburt befindet. Die Untersuchung des Muttermundes zeigt, ob dieser begonnen hat, sich zu öffnen. Und ein CTG gibt Aufschluss über eine mögliche, regelmäßige Wehentätigkeit.

Ist der Muttermund noch verschlossen und keine Wehentätigkeit vorhanden, kann die Geburt trotzdem jeden Moment losgehen. Genauso wenig bedeuten ein leicht geöffneter Muttermund und leichte Wehen, dass das Baby nun früher auf die Welt will.

Kein Arzt oder Hebamme könnte hier ganz sicher sagen, wie lange es bis zur Geburt dauern wird. Viele Hebammen sind jedoch erfahren genug, eine Prognose zu stellen, die oft schon recht genau, den tatsächlichen Geburtsbeginn voraussagt. Immer liegen sie aber nicht richtig, denn die Natur bestimmt letztendlich, wann es losgeht. Fest steht jedoch, dass 75 Prozent der Babys vor dem errechneten Termin zur Welt kommen.

Der Arzt wird bei dieser Untersuchung den Abstrich genauer überprüfen. Ist nämlich eine vaginale Infektion vorhanden, so kann man diese noch vor der Geburt auskurieren. Es ist wichtig, dass bei der Geburt keine Krankheitserreger im Geburtskanal sind.

Ist ein Kaiserschnitt geplant, wird dieser nun wahrscheinlich, zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin durchgeführt werden. Gerade bei medizinisch notwendigen, geplanten Kaiserschnitten setzt man die Geburt des Babys zu diesem Zeitpunkt fest, um möglichst zu verhindern, dass es zu Komplikationen durch eine selbstständig einsetzende Geburt kommt.

[SyKo]


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quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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